Ausnahmsweise einmal Lob von der Klimaschutzinitiative Insure Our Future für die Munich Re: Die Umweltschützer begrüßen den Entschluss des Rückversicherers, keine Deckung mehr für neue LNG-Terminals zu geben, wenn es um die Erschließung neuer Gasfelder geht. Das Update ihrer Strategie hatte die Munich Re allerdings bereits zum Jahresanfang veröffentlicht – nur wenige Wochen, nachdem sie mit einem nach Meinung von Klimaschützern wenig ambitionierten Klimaplan an die Öffentlichkeit gegangen war.
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Urgewald fordert weitere Ausschlüsse von Munich Re
Die Umweltschutz- und Menschenrechtsorganisation Urgewald begrüßt die Fortschritte, die der Rückversicherer Munich Re in den vergangenen Jahren in Sachen Klimaschutz und CO2-Reduktion über sein Versicherungsgeschäft erreicht hat. Auf der Hauptversammlung forderte Urgewald-Aktivistin Regine Richter allerdings weitere Ausschlüsse. Im Fokus steht dabei insbesondere die Versicherung von Gasinfrastruktur.
Versicherer weisen Kritik an LNG-Deckungen zurück
Exklusiv Klimaschützer haben eine Police für einen LNG-Terminal in den USA in die Hände bekommen und kritisieren die Versicherer für ihr Engagement. Zu ihnen gehören Allianz Commercial und die Munich Re-Tochter Great Lakes Insurance. Die sehen in Erdgas eine wichtige Energiequelle. Neue Öl- und Gasprojekte wollen sie aber nicht mehr versichern. Der Initiative Urgewald geht das nicht weit genug.
Talanx verteidigt LNG-Deckungen
Klimaschützer gehören bei den Hauptversammlungen von Versicherern mittlerweile zum Standardprogramm. So auch beim Aktionärstreffen der Talanx am Dienstag. Regine Richter von der Initiative Urgewald kritisierte insbesondere, dass der Versicherer an der Deckung von LNG-Terminals in den USA beteiligt sei. Talanx-Chef Torsten Leue antwortete, dass ein vollständiger Ausschluss von Flüssiggas derzeit ökonomisch und gesellschaftlich nicht sinnvoll sei.
Umstrittenes LNG in Portfolien deutscher Versicherer
Vier große deutsche Erst- und Rückversicherer sind an der Versicherung von Flüssiggas-Terminals (LNG) in den USA beteiligt. Das zeigt ein Bericht von Umweltschutzorganisationen, darunter Urgewald. Die Organisation kritisiert, dass dies nicht mit den Nachhaltigkeitsstrategien der Versicherer vereinbar ist. In den USA ist LNG außerdem nicht nur mit Umweltschutzproblemen verknüpft.
Urgewald: Abschied von Flüssiggas
Bei ihren Bemühungen um mehr Nachhaltigkeit sollten sich die Versicherer nicht nur Beschränkungen in Bezug auf die Kohlebranche auferlegen, fordert die Umweltorganisation Urgewald. Auch Policen und Investments rund um die Öl- und Gasindustrie gehören ihrer Meinung nach auf den Prüfstand. Kritisch sehen die Aktivisten insbesondere die Versicherung von Flüssiggas-Anlagen, wie sie in einer aktuellen Studie darlegen. Das Thema ist umstritten, vielen gilt Flüssiggas als wichtige Brückentechnologie.
Mega-Schiffe machen Versicherern Angst
Havarien von Containerschiffen werden immer kostspieliger, weil die Schiffe immer größer werden. Bald könnte der Totalverlust eines einzigen Ozean-Giganten die Assekuranz 700 Mio. Dollar kosten, schätzt die Allianz. Neue Risiken sieht der Versicherer aber auch in alternativen Treibstoffen und neuen Schiffsrouten durch die Arktis.






