Im Streit um die Übernahme des Generali-Anteilseigners Mediobanca durch die Bank Monte dei Paschi di Siena (MPS) ermittelt jetzt die Mailänder Staatsanwaltschaft. Unter Verdacht stehen MPS-Chef Luigi Lovaglio und die Mediobanca-Investoren Francesco Caltagirone und Francesco Milleri. Der Vorwurf heißt Marktmanipulation: Die Beteiligten sollen Mediobanca nur deshalb übernommen haben, weil sie eigentlich die Kontrolle über Generali bekommen wollten. Bei dem Deal seien regulatorische Hürden umgangen worden.
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Unicredit reduziert Beteiligung an Generali
Die italienische Bank Unicredit hat ihren Anteil an der Generali wie angekündigt weiter reduziert. Laut Medienberichten beträgt er nur noch rund 2 Prozent. Im Frühjahr 2025 hatte das Kreditinstitut ihn pünktlich zur Generali-Hauptversammlung auf 6,7 Prozent aufgestockt, um mit den Kritikern von Generali-Chef Philippe Donnet stimmen zu können. Der Rückzug von Unicredit bedeutet aber nicht nur Gutes für Donnet.
Bei der Generali droht wieder ein Machtkampf
Der italienischen Generali droht eine Neuauflage des Machtkampfs um die Führung, den der langjährige CEO Philippe Donnet 2022 zu seinen Gunsten entscheiden konnte. Die Delfin-Holding der Erben des verstorbenen Milliardärs Leonardo Del Vecchio will ihren Anteil an der Generali laut Berichten weiter erhöhen. Vor drei Jahren hatte Delfin zusammen mit dem Milliardär Francesco Caltagirone versucht, Donnet zu stürzen. Bei der Hauptversammlung im Mai könnte es zu einer Wiederholung kommen.


