Der Düsseldorfer D&O-Spezialmakler Hendricks hat einen digitalen Financial-Lines-Versicherungsmarktplatz gestartet. Damit soll die gesamte Wertschöpfungskette vom Makler bis hin zum Versicherer digital abgebildet werden können. Hendricks verspricht, dass kooperierende Makler den gesamten Prozess von der Anfrage bis zur digitalen Unterschrift in 15 Minuten durchlaufen können. Mit der Plattform will der Makler neue Kundengruppen erschließen.
Archiv ‘Plattform’
Airbnb und Generali starten Reiseversicherung
US-Kunden der Unterkunfts-Plattform Airbnb können bei der Buchung einer Wohnung oder eines Hauses jetzt auch direkt eine Reiseversicherung von Generali abschließen. Das Angebot soll demnächst auch in Großbritannien, Deutschland und einigen anderen europäischen Ländern starten. Risikoträger in Europa wird die Generali-Tochter Europ Assistance. Die Deckung umfasst Reiserücktritt-, Reisekranken- und Gepäckversicherung und greift auch bei Verspätungen von mindestens zwölf Stunden.
At-Bay kauft Plattform-Spezialisten Relay
Der junge Cyberversicherer At-Bay aus San Francisco hat den kanadischen Plattformanbieter Relay übernommen. Relay bietet Maklern und Vermittlern eine digitale Plattform für gewerbliche Spezialversicherungen an und setzt hierbei seinen Schwerpunkt auf Cyberrisiken. Der neue Eigentümer At-Bay war bei Investoren zuletzt sehr erfolgreich. Auch große Player wie die Munich Re haben in das kalifornische Unternehmen investiert.
Adesso: „Beim Run-off legen wir gerade erst los“
Exklusiv Der Trend zur Abwicklung von Beständen in der Lebensversicherung wird so schnell nicht zum Erliegen kommen. Der Run-off-Markt wird weiter zulegen, auch für Bestandsübertragungen auf Dienstleister. Davon zeigt sich Michael Kenfenheuer überzeugt, Vorstandschef des Softwareanbieters Adesso. Im Interview mit dem Versicherungsmonitor erklärt er, warum Adesso über seine neue Abwicklungsplattform Afida davon profitieren kann.
„It’s the IT, stupid“
Herbert Frommes Kolumne Mit der Devise „It’s the economy, stupid” gewann Bill Clinton 1992 die Präsidentschaftswahl in den USA. „Es geht um die Wirtschaft, Dummkopf“, hatten die Wahlkampfstrategen ihm eingehämmert. Die Versicherungswirtschaft kann den leicht abgewandelten Spruch gut gebrauchen. Denn es stellt sich immer deutlicher heraus, dass der Zustand ihrer IT viele Unternehmen so quält, dass sie nicht handlungsfähig sind. Das zeigt sich aktuell in den Bewegungen im Run-off-Markt für Lebensversicherungsbestände.
Ergo vermarktet Abwicklungsplattform Thipara
Der Ergo-Konzern hat damit begonnen, die Abwicklungsplattform Thipara aktiv anzubieten. Das Gemeinschaftsunternehmen mit IBM soll Versicherern mit veralteter IT helfen, stillgelegte Bestände zu verwalten. Dafür sehen Ergo und IBM zurecht einen großen Markt. „lch glaube, dass am deutschen Markt 90 Prozent des Lebensversicherungsgeschäfts de facto im Run-off ist“, sagte Ergo-Manager Frank Wittholt der „Börsen-Zeitung“. Große Zweifel gibt es in der Branche allerdings daran, ob Thipara wirklich lieferfähig ist.
Neuer Großinvestor will viele Makler kaufen
Es wird noch enger im Markt für Maklerübernahmen. Drei erfahrene und große Unternehmen tun sich zusammen und gründen einen finanzkräftigen Konsolidierer, der Makler im Bereich Gewerbe und Industrie in Deutschland und Österreich kaufen soll. Geldgeber sind Bain Capital und der Mutterkonzern von Canada Life, den operativen Part übernimmt der Maklerpool-Manager und Dienstleister JDC. Damit erwächst weitere ernstzunehmende Konkurrenz für Tobias Warwegs GGW, MRH Trowe, Ecclesia und andere Firmen, die Makler kaufen wollen.
Insurtechs: Die unsichtbaren Revolutionäre
Themenschwerpunkt Digitale Wende Die deutsche Insurtech-Szene hat eine Vielzahl an Start-ups mit Privatkundenfokus hervorgebracht. Wer heute noch aktiv ist, musste sich jedoch einem Wandel unterziehen. Die Insurtechs haben aus den Erfahrungen gelernt und sollten nicht abgeschrieben werden. Im aktuellen Dossier hat sich die Redaktion des Versicherungsmonitors angeschaut, wo die Marktteilnehmer von Insurtechs über Softwareanbieter bis hin zu Versicherern stehen, wie die Zukunft aussehen könnte und wo es noch Inspiration für Digitalisierungsprojekte gibt.
Versicherer und Daten: Es bewegt sich viel
Herbert Frommes Kolumne Bei der Beschäftigung der Versicherungswirtschaft mit künstlicher Intelligenz kann man drei Phasen erkennen: Erst herrschte Begeisterung über die vielen Möglichkeiten, viele Unternehmen spielten mit der Technik ein wenig herum. Dann setzte eine mehrjährige Phase der Beruhigung oder sogar Enttäuschung über die Realität ein. Seit einiger Zeit gibt es wieder wachsendes Interesse, dieses Mal auf anderer Ebene. Es wird vielen Versicherern klar, dass sie ohne diese Technik im Wettbewerb gnadenlos abgehängt werden können.
Clark und Vertriebschef Dirk Benz trennen sich
Leute – Aktuelle Personalien Dirk Benz (Bild), erst im Mai neu als Vertriebschef zum Digitalmakler Clark gestoßen, verlässt das Unternehmen schon wieder. Außerdem: Der Digitalversicherer Friday möchte im Maklergeschäft Fuß fassen und ernennt Nobert Reimann zum neuen Leiter Maklervertrieb. Beim Lufthansa-Versicherer Delvag übernehmen zwei langjährige Mitarbeiter die Leitung des Bereichs Luftfahrtversicherung. Personelle Veränderungen gibt es auch bei Axa Partners, Ergo, Everest Re, Miller sowie Howden.
Axa startet Gewerbeplattform
Die Axa hat eine neue digitale Plattform für Gewerberisiken aufgesetzt. Damit will der Versicherer im hart umkämpften Markt für kleine und mittelgroße Unternehmen punkten. Nutzer können ihre Risiken und Präventionsmöglichkeiten analysieren und erhalten Unterstützung für die nachhaltige Unternehmensführung. Die Gewerbeversicherung gilt in der Branche als hoch attraktiv, weil der Markt weder so ausgeschöpft ist wie in der Privatkundenversicherung noch so komplexe und kapitalintensive Risiken wie die Industrieversicherung enthält.
Finlex Österreich bekommt Financial Lines-Expertin
Leute – Aktuelle Personalien Das Insurtech Finlex erweitert sein Österreich-Team mit Zuzana Ruzsikova. Die Financial Lines-Expertin kommt von der R+V Österreich. Außerdem: Kai Brühl wird der neue Leiter Marsh Advisory Deutschland, und das Insurance Development Forum hat den Präsidenten der Zurich Insurance Group Michel Liès zum Vorsitzenden des Lenkungsausschusses ernannt. Risk Management Solutions ernennt einen neuen General Manager, und der Rückversicherer Everest Re betrauert den Tod des Risikochefs Donald Mango.
Ukraine-Krieg: Schäden wie bei Naturkatastrophe
Die versicherten Schäden durch den Ukraine-Krieg werden sich in der Größenordnung eines mittleren Naturkatastrophenereignisses bewegen. Davon geht Christian Mumenthaler aus, Chef des Rückversicherers Swiss Re. Beim Investorentag des Rückversicherers nannte er Wintersturm „Uri“ als Beispiel für einen solchen Schaden. Das Unwetter hatte Mitte Februar 2021 in den USA für einen starken Kälteeinbruch gesorgt und versicherte Schäden von rund 15 Mrd. Dollar verursacht. Damit liegt Swiss Re am unteren Ende der Schadenspanne, die Standard & Poor’s vor Kurzem prognostiziert hatte.










