Die BaFin wird auch künftig einen großen Teil ihrer Aufsichtspraxis der sogenannten Wohlverhaltensaufsicht widmen. „Sie steht für uns gleichberechtigt neben der prudenziellen Aufsicht“, sagte Julia Wiens, die oberste Versicherungsaufseherin der Behörde, bei einem Vortrag in Köln. Die BaFin will weiterhin nicht nur prüfen, wie solide die Versicherer finanziell aufgestellt sind, sondern auch, wie fair sie ihre Kunden behandeln. Wiens nahm unter anderem Versicherungsvereine aufs Korn, für die strengere Regeln gelten.
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BaFin will Kfz-Versicherern auf die Finger schauen
Nachdem sie im Rahmen der sogenannten Wohlverhaltensaufsicht Geschäftspraktiken von Lebensversicherern unter die Lupe genommen hat, will die BaFin jetzt bei Schaden- und Unfallversicherern genauer hinschauen. Ein Fokus soll dabei auf Kfz-Versicherern liegen. Der Behörde sind insbesondere Preisdifferenzierungen und Rabattmöglichkeiten, die nicht immer risikobasiert sind, aufgefallen. Solche Praktiken seien nicht mit den Ansprüchen der BaFin vereinbar, sagte die oberste Versicherungsaufseherin Julia Wiens auf der Jahreskonferenz der Versicherungsaufsicht in Bonn.
Assekurata kritisiert Value-for-Money-Umsetzung
Die Ratingagentur Assekurata äußert in einer aktuellen Analyse Kritik am Value-for-Money-Konzept der deutschen und der europäischen Finanzaufsicht. Assekurata kritisiert, dass sich die Behörden zu sehr an Kosten und Renditen orientieren und weniger an Faktoren wie Beratung und Produktflexibilität. Auch in Bezug auf die Weiterentwicklung der Value-for-Money-Umsetzung stellen die Expertinnen und Experten Forderungen.
Herausgeforderte Lebensversicherer
Was die Woche bringt An dieser Stelle nehmen wir die Themen der kommenden Woche in den Blick und stellen wichtige Branchentermine vor. Dieses Mal: Handelsblatt-Strategiemeeting Lebensversicherung in Düsseldorf
Britischer Aufsicht platzt der Kragen
Die britische Aufsichtsbehörde Financial Conduct Authority droht Versicherern und Vermittlern mit „angemessenen aufsichtsrechtlichen Maßnahmen“, wenn sie nicht endlich dafür sorgen, dass Policen für die Kunden einen angemessenen Gegenwert haben. Dazu gehören ein Verbot von bestimmten Policen und Entschädigungen für Kunden. Anfang des Jahres hatte die Aufsicht dafür gesorgt, dass bestimmte Zusatzangebote für Autopolicen nicht mehr verkauft wurden.
Eiopa will teure Fondspolicen angehen
Fondsgebundene Lebensversicherungen werden in Zeiten der niedrigen Zinsen oft als Alternative zur klassischen Lebensversicherung angepriesen. Der Sparer soll von Aktienkursen profitieren, Garantien gibt es dafür keine. Allerdings sind die Kosten für die Policen oft sehr hoch, moniert die europäische Versicherungsaufsicht Eiopa. Sie will in einem Konsultationspapier das Thema angehen und Kriterien festlegen, wann bei einem fondsgebundenen Vertrag das Preis-Leistungs-Verhältnis nicht mehr stimmt.






