Die europäische Versicherungsaufsicht Eiopa will die Versicherungslücke bei Naturkatastrophen in Europa schließen und schlägt dafür eine länderübergreifende Lösung vor. Vorgesehen sind ein Risiko-Pool und eine Auffanglösung für Großschäden.
Archiv ‘Regulatorik’
FIDA: Versicherer sollten Chancen sehen, statt zu meckern
Vielen Versicherern stößt die geplante EU-Richtlinie FIDA zu Datentransparenz sauer auf. Doch statt immer nur über Regulierung zu stöhnen, könnten die Gesellschaften die neuen Vorschriften dazu nutzen, um neues Geschäft zu generieren. Wie das funktionieren kann, erklärte Patrick Rahn, Versicherungsexperte beim Unternehmensberater PwC, auf einer Fachkonferenz in Köln.
Versicherer nehmen Klima-Risiken ernster
Versicherer weltweit machen sich zunehmend Sorgen über physische Risiken wie Naturgefahren. Um den Herausforderungen durch steigende Klimaschäden zu begegnen, reicht es nicht mehr aus, sich auf bewährte Risikomodelle zu verlassen. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Umfrage des MSCI Institute. Angesichts dieser Entwicklung beziehen Versicherer bereits mehr Datenquellen in ihre Risikoprüfung ein und passen ihre Zeichnungskriterien sowie Deckungsbedingungen an.
Auf Nachhaltigkeit kommt es nicht mehr an
Das Thema Nachhaltigkeit verliert in der Versicherungsbranche an Bedeutung – diesen Eindruck bestätigt die aktuelle Umfrage des German Sustainability Networks in Zusammenarbeit mit V.E.R.S. Leipzig. Während zum Start der halbjährlichen Umfragen im Jahr 2022 noch zwei Drittel der Anbieter davon ausgingen, dass die Bedeutung von Nachhaltigkeit für den Unternehmenserfolg stark zunehmen wird, erwarten dies jetzt nur noch 7 Prozent. Allerdings glauben die Studienautoren auch, dass das Thema in der Branche trotz allem fest verankert ist.
BaFin gibt Orientierungshilfe bei KI-Risiken
Die Finanzaufsicht BaFin hat eine Orientierungshilfe für Risiken beim Einsatz von künstlicher Intelligenz (KI) veröffentlicht. Darin geht es um den Einsatz der KI bei sensibler Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT). In diesem Bereich gibt es durch den Digital Operational Resilience Act (DORA) besondere Anforderungen an Finanzunternehmen.
Das Jahr der Konsolidierung kommt erst noch
Es gibt immer weniger Versicherer in Europa – und doch wachsen die Märkte. Der Grund dafür ist die Konsolidierung, die seit einigen Jahren voranschreitet. Die Fusionen und Übernahmen haben den Markt deutlich verändert, schreibt das Beratungsunternehmen Zeb. Insbesondere technologische Entwicklungen wirbeln die Versicherer auf, meint der Berater Sollers. Und: Die Konsolidierungswelle rollt im kommenden Jahr erst so richtig an.
DEVK setzt im Kundenservice auf KI-Agenten
Die DEVK hat zwei KI-Agenten eingeführt, die interne Fachfragen und eingehende Kundenanfragen beantworten. Entwickelt wurde das System von der Tochter Hayuno, die sich auf KI-Lösungen für Versicherungsprozesse spezialisiert hat. Der KI-Agent AskMate greift auf Versicherungsbedingungen und Vertragsdaten zu, ReplyMate erstellt Antwortvorschläge für eingehende Kundenmails. Seit August nutzen rund 200 Mitarbeitende die Technologie, weitere sollen folgen. Ziel sind kürzere Recherchezeiten und eine höhere Antwortqualität.
D&O: Schäden steigen stärker als Prämien
Der Versichererverband GDV meldet das dritte Jahr in Folge einen Anstieg bei der Zahl der Schäden in der D&O-Versicherung. Den Grund sieht er in der ungünstigen konjunkturellen Lage, höheren gesetzlichen Anforderungen und steigenden Insolvenzzahlen. Die Beitragseinnahmen übersteigen zwar noch die Schadenaufwendungen, jedoch legen die Schäden weit stärker zu als die Prämien, warnt der GDV.
Die Debatte um FiDA lenkt ab
Aktuell beschäftigen sich viele Branchenexperten damit, ob und in welcher Form die Financial Data Access Regulation (FiDA) kommt. Die Diskussionen über Sinn und Unsinn der Entwürfe wirken in Teilen wie eine Stellvertreterdebatte über ein viel tiefer liegendes Problem: die technologische und strukturelle Reife des eigenen Datenmanagements.
Recruiting bleibt anspruchsvoll
Der Fachkräftemangel, die digitale Transformation und regulatorische Anforderungen machen den Unternehmen aus der Finanzdienstleistungsbranche die Personalplanung weiterhin schwer. Mit finanziellen Anreizen sowie attraktiven Weiterbildungsmöglichkeiten ließe sich gegensteuern, schreibt der Personalberater Robert Half in einem aktuellen Bericht. Selbst eine Rückkehr zu mehr Präsenz in den Unternehmen sei so zu erreichen, glauben die Expertinnen und Experten.
Gras drüber gewachsen
Klatsch, Tratsch und die wirklich wichtigen Informationen über Unternehmen und Manager – das gibt es am Kaffeeautomaten, auf dem Flur und hier. Heute: Der ehemalige Wefox-Manager Alexander Huber arbeitet inzwischen bei einem Händler von medizinischem Cannabis. Das sei allerdings nicht der auf den ersten Blick erwartete harte Bruch mit der Versicherungsbranche gewesen, meint er. Einen Unterschied aber gebe es: Im Geschäft mit Cannabis stehe die Blütezeit noch bevor.
Mit BPMN zu stärkerer regulatorischer Resilienz
Wachsende regulatorische Anforderungen durch SFDR, CSRD und DORA und gleichzeitig veraltete Systeme – die Herausforderungen für Versicherer nehmen spürbar zu. Gleichzeitig steigen die Erwartungen an digitale Agilität und Resilienz. Business Process Model and Notation (BPMN) hilft, diese Herausforderungen zu meistern und durch standardisierte Prozessmodellierung nicht nur die Compliance zu sichern, sondern auch Effizienz, Automatisierung und Innovationsfähigkeit zu steigern. Die Auswahl der passenden Business Process Engine ist dabei ein Schlüsselfaktor.
Vermittler klagen über regulatorischen Aufwand
Der hohe regulatorische Aufwand macht Versicherungs- und Finanzvermittlern zu schaffen. Gleichzeitig liefern aus ihrer Sicht nicht alle Regeln einen Mehrwert für die Kunden. Zu diesem Ergebnis kommt eine Befragung im Auftrag der Bundesarbeitsgemeinschaft zur Förderung der Versicherungsmakler BFV. Erst vor Kurzem hatte sich die europäische Versicherungsaufsicht Eiopa nach verdeckten Testkäufen selbstkritisch zu den Vorgaben für den Vertrieb geäußert.
Munich Re verlässt Klimainitiativen
Es ist ein weiterer Rückschlag für die Klimaschutzinitiativen der Finanzbranche: Der Rückversicherer Munich Re hat angekündigt, aus den Klimabündnissen Net Zero Asset Owner Alliance (NZAOA), Net Zero Asset Managers Initiative und weiteren Initiativen auszutreten. Hintergrund seien unter anderem unklare rechtliche und regulatorische Rahmenbedingungen. Damit ist wohl auch Gegenwind aus den USA gemeint, auch wenn der Konzern das nicht so schreibt. Am Klimaschutz will er festhalten. Die Entwicklung erinnert an das Schicksal der Net Zero Insurance Alliance, die bereits dem politischen Druck aus den USA zum Opfer fiel.
Versicherer schauen bei KI genau hin
Dossier – KI in der Praxis Versicherer haben mit zwei verschiedenen Herausforderungen zu tun, wenn es um die Nutzung künstlicher Intelligenz (KI) geht: Sie müssen zum einen selbst einen Weg finden, um mithilfe der Technologie wettbewerbsfähig zu werden, zum anderen müssen sie sich mit den neuen Risiken beschäftigen, die mit der Verwendung von KI-Systemen einhergehen und neue Absicherungslösungen entwickeln. Derzeit schauen sich die Versicherer genau an, wie ihre Kunden ihre KI-Risiken managen.














