Vergebene Chancen

 Herbert Frommes Kolumne  Pressekonferenzen nur online, Bilanzgespräche ohne Bilanz, dürftige Zahlen in kurzen Pressemitteilungen: Die Versicherungswirtschaft hat seit der Corona-Pandemie den direkten Kontakt zu Journalistinnen und Journalisten drastisch reduziert. Das schadet den Unternehmen. Wer kaum noch Kontakte zur Presse hat, muss sich nicht wundern, wenn seine Stimme in schwierigen Zeiten nicht gehört wird.

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5 Antworten »

  1. Ich stimme Hr. Fromme zu. Es erleichtert insb. jungen Kollegen/innen die Arbeit, wenn Sie auf einer PK direkt mit den Verantwortlichen und Pressesprecher/innen kommunizieren können. (via Linkedin)

  2. Wir machen das gern und bewusst in Präsenz und hybrid, freuen uns aber über jede:n in Präsenz. (via Linkedin)

  3. Die Sicht des Herausgebers ist nicht ganz neu. Es stimmt, dass der persönliche Kontakt zu den Versicherungsjournalisten massiv gelitten hat. Was überhaupt nicht gut ist. Aber stimmt der Vorwurf der absichtsvollen Reduktion durch angeblich kontrollversessene Versicherer? Ich glaube nicht.

    Fakt ist, dass sich immer weniger Journalisten die Mühe einer Reise antun. Für den Pressechef eines Versicherers gibt es kaum etwas Peinlicheres, als wenn nach einer nicht immer einfachen Mobilisierung von Mitgliedern des Vorstands zu einer Pressekonferenz dann am Tag X doch nur eine Handvoll Medienvertreter erscheint. Die leeren Sitzreihen und das im Presseteam zu verteilende Buffet („bitte erbarmt Euch doch der schönen Brötchen“) senden dann eine deutliche Sprache.

    Warum ist das alles so gekommen? Ein Grund ist, dass die Aufnahmebereitschaft vieler Medien für Versicherungsthemen stark abgenommen hat. Redaktionen wurden zusammengelegt und Stellen abgebaut. Viele Versicherer haben dann eigene digitale Präsenzen aufgebaut. Meine These: (nur) weil die Leitmedien diese beschriebene Lücke haben entstehen lassen, gibt es heute den „Versicherungsmonitor“. Der sich darüber zu Recht freuen kann, aber nicht überkommenen Formaten nachtrauern sollte. (via LinkedIn)

    • Christian Lawrence: In Allianz- Bilanzpressekonferenzen war der Saal immer voll (und am Buffet wurde die Möglichkeit zu Nachgesprächen anschließend ausführlich genutzt). Dennoch hielt die Allianz seit 2020 keine Präsenz-BPK mehr ab, und CEO Oliver Bäte stellte sich seither nie mehr persönlich Fragen der breiten Journalistenöffentlichkeit.

      Das ist aus meiner Sicht ein Offenbarungseid, gehört Kommunikation mit allen Stakeholdern doch zu den Kernaufgaben eines CEO. (via LinkedIn)

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