Die Versicherungskammer warnt vor neuen Haftungsrisiken für freiberuflich in Kliniken tätige Hebammen durch den Hebammenhilfevertrag. Kritisch sieht der Versicherer, der ein Konsortium für die Haftpflichtversicherung der Hebammen führt, die seit 1. November geltenden Abrechnungsregelungen. Sie trügen der Versorgungsrealität nicht ausreichend Rechnung und erhöhten den Dokumentationsaufwand für die Geburtshelferinnen und -helfer. Die Versicherungskammer fordert eine umfassende Überprüfung der Regeln.
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Kann man so nicht einfach abhaken. Die Warnung des Konzern Versicherungskammer ist aus meiner Sicht absolut nachvollziehbar. Die neuen Abrechnungs- und Dokumentationsregelungen gehen spürbar an der Realität freiberuflicher Hebammen vorbei. Mehr Bürokratie, mehr Haftungsrisiken, aber keine echte Entlastung im Alltag – das ist ein gefährlicher Mix.
Wenn Haftungsrecht, Vergütung und tatsächliche Arbeit im Kreißsaal immer weiter auseinanderdriften, braucht man sich über den Rückzug aus der Freiberuflichkeit nicht zu wundern. Das ist kein Einzelfallproblem, sondern ein strukturelles Thema, das die Versorgung insgesamt betrifft.
Eine ernsthafte, praxisnahe Überprüfung der Regeln ist überfällig. Alles andere verschärft den Hebammenmangel weiter.
Vielleicht ein Punkt, den auch der Deutscher Hebammenverband e.V. klar mit auf den Tisch bringen sollte. (via LinkedIn)