Autorenarchiv
Herbert Fromme, Jahrgang 1953, schreibt über die Versicherungs- und Rückversicherungsbranche. Er ist Versicherungskorrespondent der Süddeutschen Zeitung. Zu seinen Stationen gehören Reuters, Financial Times World Insurance Report, Lloyd's List und Insurance Day. Von 2000 bis Dezember 2012 war er Versicherungskorrespondent der Financial Times Deutschland. Er ist Herausgeber des Versicherungsmonitors.
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Graulich und Groß führen neuen Finleap-Versicherer
Wolff Graulich (Bild), bis vor kurzem Bereichsleiter bei der Axa, und Ex-Springer-Manager Henning Groß führen den neuen Versicherer der Berliner Finleap-Gruppe. Wie der Versicherungsmonitor am Freitag berichtete, hat Finleap eine Lizenz für einen Schaden- und Unfallversicherer bei der BaFin beantragt. Jetzt werden weitere Einzelheiten bekannt: Das neue Unternehmen soll Element heißen und Risikoträger für Insurtechs, E-Commerce-Anbieter und Makler werden, die als Teil ihres Geschäftsmodells Versicherungsangebote machen. Traditionelle Versicherer können nach Ansicht Finleaps nicht die Entwicklungs- und Prozessgeschwindigkeit bieten, die heute erwartet wird. … Lesen Sie mehr ›
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Finleap beantragt Versicherungslizenz
Das Fintech Finleap hat nach Informationen des Versicherungsmonitors bei der Finanzaufsicht BaFin eine Versicherungslizenz beantragt. Seit Anfang 2016 hat Finleap bereits eine Banklizenz für die Solarisbank, im Oktober eine Lizenz für den Vermögensverwalter Elinvar beantragt. Finleap hat schon geholfen, den Versicherungsmakler Clark zu gründen, und ist an dem Verbraucherportal MoneyMap beteiligt. Wenn jetzt ein eigener Risikoträger hinzukommt, dürfte der auch in das Gesamtkonzept des Inkubators Finleap passen, Plattformen für andere Start-ups aufzubauen. … Lesen Sie mehr ›
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Ottonovas Chancen
Herbert Frommes Kolumne Das Insurtech Ottonova will im Juni an den Start gehen. Die traditionellen Anbieter geben sich gelassen. Aber der Newcomer aus München hat eine echte Chance im Markt. Das glauben jedenfalls die Investoren, die jetzt knapp 20 Mio. Euro bereitgestellt haben. Auch das Vertrauen in andere Insurtechs wächst – Simplesurance und Wefox haben Millionensummen eingesammelt. Aber sie haben bislang keine Pläne, als Risikoträger aktiv zu werden. Einfach wird die Ottonova-Gründung nicht. Zentrale Fragen sind die Akquisitionskosten für neue Kunden und der Aufbau der Alterungsrückstellung. … Lesen Sie mehr ›
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Ottonova holt sich Millionen
Ottonova, der digitale private Krankenversicherer, hat eine weitere Finanzierungsrunde erfolgreich abgeschlossen. Jetzt sind auch Tengelmann Ventures, B-to-V und STS Ventures mit an Bord. Das Münchener Unternehmen will im Juni auf den Markt kommen, sagt Gründer Roman Rittweger. Das wäre das erste Insurtech in Deutschland, das als eigenständiger Risikoträger aktiv wird. Ein Problem sind die niedrigen Zinsen, denn Ottonova muss wie alle PKV-Gesellschaften Alterungsrückstellungen aufbauen. … Lesen Sie mehr ›
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Munich Re trennt sich von Arnoldussen
Leute – Aktuelle Personalien Vorstand Ludger Arnoldussen (Bild) und die Munich Re trennen sich nach zehn Jahren, Arnoldussen geht offenbar nicht freiwillig. Nachfolger wird Hermann Pohlchristoph. Er wird unter anderem für die Märkte in Deutschland, Asien-Pazifik und Afrika zuständig sein. Zudem übernimmt Emy Donavan bei AGCS die globale Verantwortung für Cyberversicherungen. Der Makler Südvers hat mit Timo Hertweck einen neuen Geschäftsführer für den Vertrieb gefunden und das Heilwesen-Netzwerk RM hat Hans-Peter Schwintowski zum neuen Aufsichtsratsvorsitzenden ernannt. … Lesen Sie mehr ›
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Munich Re erwartet weiter sinkenden Gewinn
Der Rückversicherer Munich Re erwartet für 2017 einen Gewinn von 2,0 Mrd. Euro bis 2,4 Mrd. Euro, deutlich unter den 2,6 Mrd. Euro, die das Unternehmen 2016 verdiente – und die bereits um 0,5 Mrd. Euro unter dem Wert von 2015 lagen. Das teilte der scheidende Konzernchef Nikolaus von Bomhard (Bild) bei der Vorlage der Bilanzzahlen mit. Die Kerndaten hatte das Unternehmen bereits am 7. Februar 2017 mitgeteilt. Munich Re-Vorstand und Ergo-Chef Markus Rieß kündigte an, den geplanten digitalen Versicherer Nexible auch im Ausland antreten zu lassen. Rückversicherungschef Torsten Jeworrek rechnet mit starken Zuwächsen bei Cyber. … Lesen Sie mehr ›
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GDV denkt über Provisionsdeckel nach
Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) bereitet sich auf die Überprüfung des Lebensversicherungsreformgesetzes vor, die 2018 im Bundestag ansteht. Zu dem Zweck setzt der Verband eine Arbeitsgruppe ein, die konkrete Vorschläge formulieren soll. Zu den Ideen, die im GDV diskutiert werden, gehört auch das Angebot einer Provisionsobergrenze für die Lebensversicherung, wie es sie in der privaten Krankenversicherung bereits gibt. Allerdings haben große Marktteilnehmer diesen Vorschlag jetzt erst einmal gestoppt. Im Zuge der Verbandsreform hat der GDV jetzt auch einen Präsidialausschuss für Unternehmenssteuerung und Regulierung eingeführt. … Lesen Sie mehr ›
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Allianz SE: Neue Gesichter im Vorstand
Leute – Aktuelle Personalien In den Vorstand der Allianz-Obergesellschaft rücken mit Giulio Terzariol (Bild) und Niran Peiris zwei neue Manager auf. Terzariol ersetzt Dieter Wemmer, Peiris übernimmt Aufgaben von Axel Theis, der Nachfolger von Werner Zedelius wird. Außerdem will sich Ex-Chef Michael Diekmann in den Aufsichtsrat wählen lassen. Beim US-Versicherer AIG hat Chef Peter Hancock nach zermürbenden Streitigkeiten mit Investor Carl Icahn seinen Rücktritt erklärt. … Lesen Sie mehr ›
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Generali: Liveranis enge Spielräume
Herbert Frommes Kolumne Das ist die dritte meiner Kolumnen in diesem Jahr, die sich mit der Generali beschäftigt. Ja, wir haben auch andere Themen, nein, wir glauben nicht, dass die Generali der wichtigste Versicherer auf dieser Erde ist. Dennoch gibt es gute Gründe, sich erneut mit dem Unternehmen zu befassen. Denn der Plan, den Außendienst der Generali auf die DVAG zu übertragen, hätte weitreichende Folgen – wenn er denn umgesetzt wird. Diesmal geht es also nicht um die auf Eis gelegten Übernahmebemühungen der italienischen Bank Intesa Sanpaolo, sondern um den deutschen Markt, auf dem der Triester Konzern eine bedeutende […] … Lesen Sie mehr ›
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Allianz wächst, aber schwächelt in Kfz
Die Allianz Deutschland hat 2016 beim Umsatz zugelegt, aber operativ weniger verdient als 2015. Hauptgrund waren nach Angaben des Unternehmens höhere Millionenschäden. In der Lebensversicherung hat der Konzern jetzt einen Anteil von 31 Prozent am Neugeschäft. In der Kfz-Versicherung stagniert die Allianz dagegen, die Stückzahl stieg nur um 42.000 auf etwas über 8,3 Millionen Fahrzeuge. Rivale HUK-Coburg kommt auf mehr als 11 Millionen Stück und ist damit fast uneinholbar enteilt. Die Allianz unter Vorstandschef Manfred Knof will noch in diesem Jahr in Kfz eine Wachstumsinitiative starten. Makler- und Vertretergeschäft wachsen stark, die Telematik-Initiative sieht das Unternehmen als großen Erfolg. … Lesen Sie mehr ›
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Gothaer: Totgesagte leben länger
Der Health Check Die Gothaer wird von Rivalen gern als Problemkandidat hingestellt – möglicherweise zu Unrecht. Das Unternehmen hat sich in der Vergangenheit einige Merkwürdigkeiten geleistet, zum Beispiel den Investitionsfokus auf kurzfristigen Papieren im Glauben an den baldigen Zinsanstieg. Dazu kommen die Hauptprobleme Kosten und Komplexität. Beide geht der Vorstand an. Die Frage ist, ob das früh genug kommt und die Gothaer die nötige Größe für den digitalen Umbau hat. Unser Health Check analysiert die Situation des Kölner Versicherers. … Lesen Sie mehr ›
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Prisma Life reißt Solvency-Ziel
Der angeschlagene Liechtensteiner Lebensversicherer Prisma Life hat das Jahr 2016 mit einer Solvency II-Quote von 103 Prozent abgeschlossen, durfte allerdings nicht die in anderen Ländern erlaubten Übergangsmaßnahmen einsetzen. Damit ist das Unternehmen unter dem Ziel von 130 Prozent geblieben, das die Liechtensteiner Aufsicht gesetzt hat. Als Grund nannte ein Sprecher die von der Eiopa vorgegebene Zinskurve. 2016 erzielte der Versicherer einen Gewinn von 6 Mio. Euro. Das Unternehmen gehört der Firmengruppe des ostdeutschen Finanzunternehmers Sören Patzig, der auch den Finanzvertrieb Afa kontrolliert. Patzig sucht aktuell einen Käufer für Prisma Life. … Lesen Sie mehr ›
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Oliver Stock wird Ergo-Sprecher
Leute – Aktuelle Personalien Oliver Stock, aktuell stellvertretender Chefredakteur der Wirtschaftswoche, leitet künftig den Bereich Kommunikation und Markenführung bei der Munich Re-Tochter Ergo. Er folgt auf Andreas Lampersbach, der zur Muttergesellschaft nach München wechselt. Stock war bis 2011 Leiter des Finanzressorts und später als Online-Chef Mitglied der Chefredaktion beim Handelsblatt, also in leitender Funktion bei der Zeitung, als sie zuerst über die Budapest-Lustreise von Ergo-Vertretern berichtete. Diese alten Wunden scheinen verheilt zu sein im Ergo-Turm. … Lesen Sie mehr ›
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Krach bei Generali – Utecht geht
Leute – Aktuelle Personalien Finanzchef Torsten Utecht verlässt nach Informationen des Versicherungsmonitors überraschend die Generali Deutschland. Einen Nachfolger aus dem Haus soll es auch schon geben. Die Generali wollte dazu nicht Stellung nehmen. Offenbar gibt es schwerwiegende Differenzen zwischen Deutschlandchef Giovanni Liverani und Utecht über strategische Weichenstellungen. Der Konzern verhandelt zurzeit mit dem Vertrieb DVAG über die Vertreter der Generali München, zu denen auch die der früheren Volksfürsorge gehören. Dabei ist der Übergang des Vertriebs an die DVAG eine sehr reale Möglichkeit, möglicherweise war Utecht damit nicht einverstanden. Nachtrag vom 3. März 2017, 15.10: Die Generali hat den Weggang […] … Lesen Sie mehr ›
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Alexa und die Plattformen
Herbert Frommes Kolumne Seit einigen Tagen spielen wir in der Redaktion mit Alexa, dem Sprachcomputer von Amazon. Alexa kann einiges, vieles aber nicht. Trotzdem erstaunt das Gerät die meisten neuen Nutzer – und gibt einen Vorgeschmack auf unsere Computernutzung der Zukunft. Stetig lernende, sprachgesteuerte Systeme werden eine große Rolle spielen, ob sie nun Alexa, Siri, Cortana oder Google Assistant heißen. Auch der Kauf von einfachen Versicherungen über solche Alltagsberater ist keine Utopie. Die entscheidende Frage ist dann, wer die Macht hat in diesen Plattformen. Das werden eher nicht die Versicherer sein, sondern Amazon, Apple oder Google. Umso wichtiger sind […] … Lesen Sie mehr ›