Autorenarchiv
Herbert Fromme, Jahrgang 1953, schreibt über die Versicherungs- und Rückversicherungsbranche. Er ist Versicherungskorrespondent der Süddeutschen Zeitung. Zu seinen Stationen gehören Reuters, Financial Times World Insurance Report, Lloyd's List und Insurance Day. Von 2000 bis Dezember 2012 war er Versicherungskorrespondent der Financial Times Deutschland. Er ist Herausgeber des Versicherungsmonitors.
-
Berechtigte Sorgen der Industrie
Herbert Frommes Kolumne Die Risikomanager machen sich Sorgen. Den meisten Unternehmen, für die sie arbeiten, drohen Lieferkettenengpässe. Hinzu kommt eine Rezession infolge von Ukrainekrieg und Inflation, die mehr als eine kurze Unterbrechung der Wachstumsstory sein wird. Bei den großen Risiken, die Konzerne tatsächlich haben, spielen Versicherer keine große Rolle. Da, wo sie eine Rolle spielen, müssen sich die Einkäufer fragen, wie wetterfest die Gesellschaften sind, bei denen sich ihre Konzerne absichern. … Lesen Sie mehr ›
-
Allianz dampft Software-Tochter Syncier ein
Exklusiv Die Allianz gibt den Plan auf, ein globaler Anbieter von Versicherungs-Software zu werden. Die Softwaretochter Syncier wird ihr Angebot für Drittkunden reduzieren, bestätigte ein Konzernsprecher. Tatsächlich bietet der Konzern die hauseigene Software ABS neuen Kunden überhaupt nicht mehr an, erfuhr der Versicherungsmonitor. Der Vorstoß in den Markt mit Standard-Programmen für Versicherer ist gefloppt. … Lesen Sie mehr ›
-
Generali zeigt Aktionärsrebellen an
Zwei Wochen vor der Hauptversammlung der Generali liegen die Nerven blank bei dem italienischen Versicherungsriesen. Das Unternehmen hat am Donnerstag Strafanzeigen gegen Francesco Gaetano Caltagirone und Luciano Cirinà sowie zivilrechtliche Klagen angekündigt. Caltagirone ist Anführer der Aktionärs-Opposition gegen die aktuelle Führung, Cirinà soll nach deren Willen den jetzigen Chef Philippe Donnet ersetzen. Außerdem hat der Versicherer bei der italienischen Wertpapieraufsicht Consob eine Beschwerde gegen die beiden eingereicht. … Lesen Sie mehr ›
-
Arag schließt Legaltech Justix
Exklusiv Der Düsseldorfer Versicherer Arag schließt seine Tochter Justix in Köln mit sofortiger Wirkung. Das Unternehmen hat 39 Mitarbeiter. Arag hatte Justix 2017 gegründet. Das Legaltech sollte digital als juristischer Dienstleister auftreten. Doch inzwischen kann das Mutterhaus das ebenso gut. Die Tochtergesellschaft wird nicht mehr benötigt. … Lesen Sie mehr ›
-
Rentenkürzungen vor Gericht
Exklusiv Das Landgericht Köln muss sich mit der Frage beschäftigen, ob ein Lebensversicherer einseitig den Rentenfaktor für eine zugesagte Riester-Rente kürzen darf. Ein Betroffener klagt gegen die Zurich. Die Bürgerbewegung Finanzwende des früheren Grünen-Finanzexperten Gerhard Schick unterstützt die Klage. Ihr geht es um eine Grundsatzentscheidung, die für viele Lebensversicherer und ihre Kunden bedeutend wäre. Die Zurich sieht sich im Recht und verweist auf gesetzliche Vorschriften. … Lesen Sie mehr ›
-
Moody’s warnt vor Ukraine-Risiken
Die Ratingagentur Moody’s hat in einem umfangreichen Papier die direkten und indirekten Risiken aus dem Ukraine-Krieg für die Versicherer untersucht. Es gebe nur wenige direkte Schäden, wohl aber eine deutliche indirekte Belastung, so die Analysten. Zu den indirekten Folgen des Krieges zählt Moody’s die Inflation, Betriebsunterbrechungsschäden, Kapitalmarktschwankungen und Cyberangriffe. … Lesen Sie mehr ›
-
Der Krieg wird teuer
Herbert Frommes Kolumne Swiss Re-Chef Christian Mumenthaler hat Schluss gemacht mit der Mär, dass der Ukraine-Krieg die internationale Versicherungswirtschaft praktisch nichts kostet. Natürlich wird die Branche Schäden erleben, Mumenthaler vergleicht sie mit Naturkatastrophenbelastungen von rund 15 Mrd. Dollar. Der tatsächliche Schaden wird höher ausfallen. Dazu kommen direkte Belastungen auf der Investmentseite und indirekte durch die Inflation, die Krieg und Sanktionen anheizen. Im Lichte des menschlichen Leids und der Zerstörung in der Ukraine erscheint die Lage der Versicherer trivial. Aber sie ist relevant für die Gesellschaften und viele andere Unternehmen. … Lesen Sie mehr ›
-
Willis nennt Details zu Olaynig
Willis Towers Watson hat bestätigt, dass der bisherige Marsh-Geschäftsführer Thomas Olaynig (Bild) künftig den Geschäftsbereich Industrieversicherung in der Region DACH und Polen leiten wird. Vorgänger Mathias Pahl verlässt nach 20 Jahren das Unternehmen. Zusammen mit Monika Behrens wird Olaynig Geschäftsführer der Willis Towers Watson Versicherungsmakler GmbH. … Lesen Sie mehr ›
-
Olaynig und Marsh trennen sich
Exklusiv Thomas Olaynig (Bild) und der Maklerkonzern Marsh trennen sich. Die Nachfolge wird aufgeteilt auf Mirela Radoncic und Jens Florian-Jansen. Nach Informationen des Versicherungsmonitors soll Olaynig Chief Executive für die DACH-Region beim Makler Willis Towers Watson werden. Außerdem hat die Axa Deutschland einen Nachfolger für das Vorstandsressort Personenversicherung gefunden: Karsten Dietrich, aktuell noch in Diensten der Signal Iduna, wird das Amt übernehmen. Der genaue Zeitpunkt ist aber noch unklar. Sein Vorgänger Thilo Schumacher ist seit Dezember Deutschlandchef der Axa. … Lesen Sie mehr ›
-
Versicherungskammer meldet weniger Umsatz
Exklusiv Die erfolgsverwöhnte Versicherungskammer Bayern musste 2021 einen Umsatzrückgang hinnehmen. Aber Konzernchef Frank Walthes erklärt im Interview mit dem Versicherungsmonitor, dass genau diese Entwicklung geplant war – weil die Gruppe Lebensgeschäft gegen Einmalbeitrag sowie klassische Verträge zurückfährt. Außerdem geben die Bayern das in Großbritannien gezeichnete Geschäft auf. Für die Naturkatastrophen im Sommer mussten die Bayern 300 Mio. Euro aufbringen. Bei Vorhersagen für 2022 ist Walthes vorsichtig – denn ein Einbruch der Wirtschaft könnte auch die Einnahmen treffen. … Lesen Sie mehr ›
-
Makler Prinas Montan steht zum Verkauf
Exklusiv Die Degussa Bank will nach Informationen des Versicherungsmonitors den Essener Makler Prinas Montan verkaufen. Der Makler hat ausgezeichnete Beziehungen zu zahlreichen Industrieunternehmen und betreut sie im Belegschaftsgeschäft. Das Unternehmen hat sieben Standorte in Deutschland. Ein möglicher Deal würde zu den größten in der aktuellen Übernahmewelle gehören. Insider sprechen von mindestens 50 Mio. Euro. … Lesen Sie mehr ›
-
Hiscox: Cyber wird schwieriger
Exklusiv Markus Niederreiner (Bild) ist seit Herbst 2021 Chef der deutschen Hiscox-Niederlassung, sein Vorgänger Robert Dietrich seit dem vergangenen Jahr als Europachef des Spezialversicherers mit Sitz München tätig. Im Interview mit dem Versicherungsmonitor berichten die beiden Manager, wie das Jahr 2021 gelaufen ist und was das Unternehmen 2022 vorhat. Das Geschäft in der Cybersparte wird immer herausfordernder. Um das Risiko versicherbar zu halten, stehen auch Preiserhöhungen und die Kündigung von Verträgen im Raum, berichtete Dietrich. … Lesen Sie mehr ›
-
Run-off: Das Jahr der Entscheidungen
Herbert Frommes Kolumne Die Entscheidung von Zurich und Axa, mit Interessenten über die Abgabe von Altbeständen in der Lebensversicherung zu verhandeln, wird weitreichende Folgen für den gesamten Markt haben. Bislang mussten sich diejenigen Vorstände rechtfertigen, die einen externen Run-off prüfen wollten. Künftig müssen es eher diejenigen, die sich dagegen sperren. Die anstehenden Zinserhöhungen werden den Prozess eher beschleunigen als dämpfen. Denn in den kommenden Jahren werden sie vielen Lebensversicherern erhebliche stille Lasten bescheren. … Lesen Sie mehr ›

