Autorenarchiv

Herbert Fromme, Jahrgang 1953, schreibt über die Versicherungs- und Rückversicherungsbranche. Er ist Versicherungskorrespondent der Süddeutschen Zeitung. Zu seinen Stationen gehören Reuters, Financial Times World Insurance Report, Lloyd's List und Insurance Day. Von 2000 bis Dezember 2012 war er Versicherungskorrespondent der Financial Times Deutschland. Er ist Herausgeber des Versicherungsmonitors.

  • US-Justizministerium will Aon-Willis-Fusion stoppen

    Die Übernahme des weltweit drittgrößten Maklers Willis Towers Watson durch den Marktführer Aon droht zu platzen: Am Mittwoch hat das US-Justizministerium eine zivilrechtliche Klage gegen den Zusammenschluss vor dem Bezirksgericht in Washington (Bild) eingereicht. Das ist die rechtliche Form, in der US-Behörden vorgehen müssen, wenn sie eine Fusion verhindern wollen. Die Maßnahme der Regierung Biden kommt kurz nachdem die EU-Kommission signalisiert hatte, dass sie keine Einwände mehr gegen die Fusion hat. Die betroffenen Unternehmen reagierten robust: Die Klage zeige einen „Mangel an Verständnis“ für das Geschäftsmodell der Makler, erklärten Aon und Willis. … Lesen Sie mehr ›

  • Credit Suisse geht Greensill-Versicherer an

  • Aon-Willis: EU auf Genehmigungskurs

    Die EU-Kommission will bei der Fusion von Aon und Willis keine Schritte unternehmen, um in der EU ansässige Makler zu stärken. Das geht aus einem Schreiben von EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager an den EU-Abgeordneten Markus Ferber, CSU, hervor. Ferber hatte sich daran gestoßen, dass die EU zwar von Aon und Willis verlangt, bestimmte Teile zu verkaufen, aber nichts dagegen hat, dass der US-Makler Arthur J. Gallagher diese Töchter übernimmt. Bei der Prüfung, ob der Erwerber passend sei, spiele die Nationalität keine Rolle, so die Kommission. … Lesen Sie mehr ›

  • Milliarden für Insurtechs. Warum?

    Herbert Fromme

     Herbert Frommes Kolumne  Im ersten Quartal 2021 flossen 2,55 Mrd. Dollar weltweit in Insurtechs, bislang ein Rekord, hat das Maklerhaus Willis Towers Watson ausgerechnet. Das zweite Quartal wird nicht viel schlechter ausfallen – und auch deutsche Unternehmen profitieren. Das gilt vor allem für Wefox mit seiner neuen Finanzierungsrunde von 650 Mio. Dollar. Aber im Alltag des Versicherungsmarktes spielen die Insurtechs bislang nur eine untergeordnete Rolle. Warum investieren Anleger Milliarden in diesen Unternehmen? … Lesen Sie mehr ›

  • Zurich will wohl italienisches Leben-Geschäft verkaufen

    Der Schweizer Versicherer Zurich will ein Portfolio mit italienischen Lebensversicherungen verkaufen, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters und bezieht sich auf mit dem Vorgang vertraute Personen. Damit will der Versicherer seine Kapitalbasis stärken und sich von aufwendigen Altlasten befreien. Überlegungen gibt es auch zum Verkauf der deutschen Tochter Zurich Deutscher Herold, berichtete nach dem Versicherungsmonitor jetzt auch Reuters. … Lesen Sie mehr ›

  • Katharina Amann führt VW Autoversicherung

     Leute – Aktuelle Personalien  Die Juristin Katharina Amann wird in der kommenden Woche Vorstandsvorsitzende der VW Autoversicherung, einem Joint Venture des Autoherstellers mit der Allianz. Vorher war sie bei der HUK-Coburg für die Telematik zuständig. Außerdem: Wefox hat mit Daniel Welker einen Nachfolger für seinen zu Getsafe abgewanderten Chefjuristen gefunden, und der Finanzvertrieb OVB ernennt eine neue Aufsichtsrätin. … Lesen Sie mehr ›

  • VW-Versicherer zahlen 270 Mio. Euro

    Der Volkswagen-Konzern hat sich mit früheren Vorstandsmitgliedern und den D&O-Versicherern auf Schadenersatzzahlungen wegen des Dieselskandals geeinigt. Die Versicherer unter Führung der Zurich zahlen die Rekordsumme von 270 Mio. Euro, nur Berkshire Hathaway beteiligt sich nicht an dem Vergleich. Am härtesten trifft es die Axa. Die Ex-Vorstände Martin Winterkorn und Rupert Stadler zahlen ebenfalls Millionensummen. VW hatte ursprünglich 1 Mrd. Euro Schadenersatz verlangt. … Lesen Sie mehr ›

  • Frisch fusionierte Provinzial verdient gut

    Der neu gebildete Provinzial-Konzern in Münster und Düsseldorf hat 2020 deutlich mehr als im Vorjahr verdient. Damit ist gesichert, dass die Provinzial ihren Eignern die bei der Fusion versprochene hohe Ausschüttung zahlen kann, ohne die Reserven angreifen zu müssen. Die Pandemie half dem Unternehmen durch den Schadenrückgang in der Kfz-Versicherung. Zusammen mit einer Regresszahlung aus dem Schaden um das 2009 eingestürzte Kölner Stadtarchiv (Bild) sorgte das für eine sehr niedrige Schaden- und Kostenquote. In der Lebensversicherung schwächelten die Konzerngesellschaften. … Lesen Sie mehr ›

  • Christoph Hardt wird Woelkis Sprecher

     Leute – Aktuelle Personalien  Das ist ein spektakulärer Wechsel: Christoph Hardt, der bis Anfang des Jahres als Medienchef des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft die Versicherungsbranche vertrat, wird neuer Kommunikationsdirektor des Kölner Erzbischofs Kardinal Rainer Maria Woelki. Sein Vorgänger, der Journalist Markus Günther, hatte den Posten Ende 2020 nach zwei Jahren verlassen. Hardt wird alle seine Erfahrungen für die neue Rolle in der Domstadt brauchen, Woelki steht innerhalb und außerhalb der katholischen Kirche erheblich unter Druck. … Lesen Sie mehr ›

  • Der ideale Zeitpunkt

    Herbert Fromme

     Herbert Frommes Kolumne  Die Pandemie hat viel verändert in den Unternehmen. Die Arbeit im Homeoffice zehrt bei vielen an den Nerven, andere finden das Arbeiten ohne lange Anreise zum Büro entspannend. Für viele Mitarbeiter bedeuten die 15 Monate im fast permanenten Homeoffice auch, dass sie sich Gedanken machen über ihre Zukunft in der Firma oder überhaupt in der Arbeitswelt. Das ist eigentlich ein idealer Zeitpunkt für große Veränderungen bei den Versicherern. Doch die meisten Gesellschaften zielen darauf ab, den Zustand vor der Pandemie möglichst schnell wieder herzustellen. Dabei sollten sie die ohnehin anstehenden Veränderungen mutig angehen. … Lesen Sie mehr ›

  • Zurich prüft Run-off für Lebenstochter

     Exklusiv  Der Versicherungskonzern Zurich erwägt den Verkauf seines deutschen Lebensversicherers Zurich Deutscher Herold an einen Run-off-Spezialisten. In Branchenkreisen heißt es, eine Entscheidung sei bislang nicht gefallen. Allerdings stoße der Konzernführung sauer auf, dass die Gesellschaft viel Kapital brauche und nur mäßige Erträge liefere. Außerdem konzentrieren sich die Schweizer lieber auf die Industrie- und Gewerbeversicherung. … Lesen Sie mehr ›

  • VW kurz vor D&O-Einigung

    Der VW-Konzern hat sich offenbar mit mehreren Vorstandsmitgliedern auf eine Lösung zu den Schadenersatzansprüchen aufgrund des Diesel-Skandals geeinigt. Das berichten die Süddeutsche Zeitung und andere Medien. Der frühere Vorstandschef Martin Winterkorn soll 11 Mio. Euro zahlen. Wieviel die D&O-Versicherer unter Führung der Zurich leisten müssen, sei aber noch nicht klar, hieß es. Der Konzern hat eine D&O-Police über 500 Mio. Euro, Experten halten eine Zahlung von 250 Mio. Euro plus Abwehrkosten und eine rasche Einigung für wahrscheinlich. … Lesen Sie mehr ›

  • Britische Aufsicht schafft Treue-Bestrafung ab

    Britische Versicherer dürfen ab Januar 2022 bei der Erneuerung bestehender Verträge keine höheren Preise verlangen, als sie Neukunden berechnen würden. Das hat die britische Finanzaufsicht Financial Conduct Authority angeordnet. Die Behörde glaubt, dass Verbraucher durch den Schritt insgesamt sparen, bestätigt aber auch, dass sehr günstige Angebote dann der Vergangenheit angehören könnten. Die britischen Versicherer begrüßten den Schritt der Aufsicht. … Lesen Sie mehr ›

  • Lemonade hat den Shitstorm verdient

    Herbert Fromme

     Herbert Frommes Kolumne  Der digitale Versicherer Lemonade musste in dieser Woche heftig zurückrudern. Das Unternehmen hatte sich damit gebrüstet, dass es mithilfe künstlicher Intelligenz (KI) „non-verbale Hinweise“ bei der Schadenmeldung auswertet, beispielsweise den Gesichtsausdruck. Unter Experten gelten solche Auswertungen als sehr unzuverlässig. Heftige Kritik in den sozialen Medien war die Folge. Lemonade hat sie verdient. Wer sensible KI-Techniken nutzt, muss fachlich auf der sicheren Seite sein und seine Kunden sehr transparent und nachvollziehbar informieren. … Lesen Sie mehr ›

  • „Jeder Ausfall ist einer zu viel“

     Exklusiv  Barbara Karuth-Zelle ist seit Anfang 2021 Vorständin für IT und Operations bei der Allianz SE und damit verantwortlich dafür, den Versicherungsriesen auf der IT-Ebene fit für die digitale Zukunft zu machen. Das ist eine Mammutaufgabe. Im Interview mit dem Versicherungsmonitor spricht die Managerin über die wichtigsten Baustellen bei dem Konzern, über die IT-Pannen in der Vergangenheit und darüber, warum der Versicherer seine IT-Systeme selbst baut, statt sie bei den großen Softwarehäusern einzukaufen. … Lesen Sie mehr ›

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