Meinung am Mittwoch Welche Infrastruktur im Versicherungsvertrieb wollen und können wir uns in Zeiten des Niedrigzinses leisten? Wie kann sie angemessen refinanziert werden? Und wie wird die Finanzierung gerecht verteilt? Auf diese Fragen liefert die EU-Versicherungsvertriebsrichtlinie IDD keine Antworten. Stattdessen setzt sie Anreize für Banken und Sparkassen, noch mehr Policen zu vermitteln. Interessanter ist der Vorstoß der europäischen Versicherungsaufsicht Eiopa mit ihrem Leitlinienvorschlag für Produktprüfungsprozesse aus Kundensicht.
Kommentare
Montageversicherung: Fragwürdige Regulierungspraxis
Legal Eye – Die Rechtskolumne Bei der Regulierung von Schäden in der Montageversicherung stellen sich Versicherer oft quer. Obwohl die Bedingungen nur das Entstehen eines Sachschadens am Montageobjekt als Voraussetzung für eine Versicherungsleistung vorsehen, wollen die Gesellschaften vor der Regulierung die detaillierte Schadenursache wissen. Die steht bei großen Projekten mit vielen Beteiligten aber meist erst nach Monaten oder Jahren fest. Auch für Schäden aus einem mangelhaften Herstellungsprozess wollen viele Gesellschaften nicht aufkommen.
Mitten im Sommerloch
Was die Woche bringt An dieser Stelle nehmen wir die Themen der kommenden Woche in den Blick und stellen wichtige Branchentermine vor. Dieses Mal: Das Sommerloch, Öffentliche Versicherung Braunschweig und Halbjahreszahlen der Rückversicherer.
Digitale Missverständnisse
Herbert Frommes Kolumne Die aktuelle Debatte über die Auswirkungen der Digitalisierung auf die Assekuranz ist geprägt von defensiven Stellungnahmen. Wir hören in erster Linie, was alles nicht passieren wird – zum Beispiel, dass Anbieter ihre PKV-Tarife vor allem nach Fitness berechnen, die über Messgeräte am Körper nachgewiesen wird. Allerdings hat das auch niemand vor. Über die Telematik-Tarife in der Autoversicherung heißt es, es handele sich um einen reinen Marketing-Gag, einen echten Nutzen hätten die Tarife nicht. Auch das beruht auf Missverständnissen.
Lohrmanns Verunsicherung CI
An dieser Stelle nimmt sich unser Zeichner Konrad Lohrmann jeden Freitag ein Thema aus der Branche vor. Heute: Urlaubsfreuden 2015 getrübt.
Klimawandel verändert die Risikolandschaft
Meinung am Mittwoch Während auf Schloss Elmau im Juni der G7-Gipfel begann, ging nahezu zeitgleich die zweite Enzyklika von Papst Franziskus in Druck. In unerwartetem, gleichwohl begrüßenswertem thematischem Gleichklang nahmen sich beide Instanzen des Problems der globalen Erderwärmung an. Beide eint leider auch die geringe Verbindlichkeit ihrer Initiativen. Doch die Folgen der Klimaveränderung sind schon heute für die Versicherungswirtschaft unternehmerische Realität.
Reiseversicherungen und Impfunverträglichkeit
Legal Eye – Die Rechtskolumne Ausschlüsse bei Reiseversicherungen müssen nicht immer wirksam sein, wie ein Urteil des Oberlandesgerichts Karlsruhe zeigt. Es hatte einen Reiserücktrittsversicherer zur Zahlung an eine Kundin verpflichtet, die wegen einer Impfunverträglichkeit eine Reise nach Südamerika nicht antreten konnte. Grund für die Unverträglichkeit war eine Hühnereiweißallergie. Obwohl der Versicherungsnehmerin die Allergie beim Versicherungsabschluss bekannt war, sei ihr nicht zuzumuten, daraus den Schluss zu ziehen, dass dann eine Impfung gegen Gelbfieber nicht möglich ist, so das Gericht.
Tornados und Solvency II
Was die Woche bringt An dieser Stelle nehmen wir die Themen der kommenden Woche in den Blick und stellen wichtige Branchentermine vor. Dieses Mal: Unwetterschäden und Solvency II.
Lohrmanns Verunsicherung C
An dieser Stelle nimmt sich unser Zeichner Konrad Lohrmann jeden Freitag ein Thema aus der Branche vor. Heute: IDD – was von der bedrohlichen EU-Vermittlerrichtlinie übrig blieb.
Eiopa: Unterschätzen wird teuer
Herbert Frommes Kolumne Die Experten in den Unternehmen wissen es schon längst besser, aber bei manchen Vorständen hält sich hartnäckig der Irrtum, man müsse die EU-Versicherungsaufsicht Eiopa in Frankfurt nicht wirklich ernst nehmen. Schließlich haben die Unternehmen in der Regel keine direkte Beziehung zu der Behörde, die Prüfungen nimmt die deutsche BaFin vor. Und die politischen Initiativen, die aus dem Büro am Westhafen kommen, sind erst Jahre später zu spüren. Dann ist die Urheberschaft verwischt. Genau das ist das Problem.
Saarbrücker Schuhfetischisten
Nachschlag – Der aktuelle Kommentar Heute Morgen erreichte uns eine Pressemitteilung der Cosmos Direkt mit spektakulärem Nachrichtenwert: 37 Prozent der deutschen Autofahrerinnen tragen manchmal High Heels und Stilettos hinterm Steuer, will eine Studie des Umfrageinstituts Forsa im Auftrag des Saarbrücker Direktversicherers herausgefunden haben. Wir fragen uns: Warum muss die Welt das wissen? Benachteiligt diese Studie nicht autofahrende Männer, die ebenfalls gerne hohe Schuhe tragen? Und was hat das alles mit dem Fetisch-Geschäft in der Kölner Engelbertstraße zu tun?
Es geht um viel mehr als Griechenland
Kommentar Die aktuelle Krise dreht sich nur oberflächlich um Griechenland und seine Probleme. In Wirklichkeit stehen die Glaubwürdigkeit der EU und des Euro auf dem Spiel. Stark beschädigt ist sie heute schon. Dazu kommt die Möglichkeit, dass große Spekulanten andere Euro-Länder angreifen. Das träfe bedeutende Versicherungskonzerne sofort und heftig – dazu gehören Allianz, Axa und Generali.
Aktuelles aus der Verjährungsfalle
Legal Eye – Die Rechtskolumne Um zu verhindern, dass der Anspruch auf eine Versicherungsleistung verjährt, nutzen viele Versicherungsnehmer Mahn- und Güteanträge. Dieses Vorgehen hat aber seine Tücken, wie zwei aktuelle Urteile des Bundesgerichtshofs zeigen. Besser wäre es, möglichst gar nicht in die Nähe von Verjährungsfristen zu geraten. Wo sich dies nicht vermeiden lässt, sollten Versicherer großzügiger mit Verjährungsverzichtserklärungen sein.
Hoffnung auf Geschäft mit Firmen
Was die Woche bringt An dieser Stelle nehmen wir die Themen der kommenden Woche in den Blick und stellen wichtige Branchentermine vor. Dieses Mal: Hallesche Krankenversicherung und Die Bayerische.
Ace und Chubb: Das war noch nicht alles
Herbert Frommes Kolumne Die Übernahme des Gewerbe- und Industrieversicherers Chubb durch den Rivalen Ace und der Deal zwischen Willis und Towers Watson markieren den Beginn einer Fusionswelle, die in den kommenden Monaten die Rück- und Industrieversicherer erfassen wird. Der Druck durch niedrige Preise und minimale Zinsen, verbunden mit hohen Cash-Beständen bei vielen Gesellschaften, ist einfach zu stark. Bislang handelt es sich vor allem um Versicherer und Makler mit angelsächsischen Wurzeln. Aber das muss nicht so bleiben.











