Makler
So verändert sich die Schaden- und Unfallversicherung
In zehn Jahren dürfte der dynamisch wachsende Schaden- und Unfallversicherungsmarkt in der Asien-Pazifik-Region an Westeuropa vorbeigezogen sein und sich als Nummer zwei hinter Nordamerika positioniert haben, prognostiziert McKinsey in einer aktuellen Studie. Eine weitere These: Das Schaden- und Unfallgeschäft ist und bleibt ein regionales Geschäft. Inländische Versicherer erzielen in den allermeisten Ländern höhere Beitragseinnahmen und sind rentabler als ihre ausländischen Wettbewerber. Außerdem wagt McKinsey einen Ausblick, welche Geschäftsbereiche nach der Corona-Pandemie zu den Gewinnern und welche zu den Verlierern zählen werden.
Corona: Mehr Zeit für Projekte
Exklusiv Bei HDI Global, dem Industrieversicherer des Talanx-Konzerns, arbeiten wegen der Corona-Krise 95 Prozent der 3.700 Mitarbeiter im Homeoffice. Chef Edgar Puls berichtet im Interview, wie das Unternehmen die Kommunikation mit allen Mitarbeitern aufrechterhält, wieso jetzt mehr Zeit ist, um Projekte voranzubringen, und mit welchen Auswirkungen er persönlich am meisten kämpft. Außerdem erklärt er, warum jetzt die Stunde der Risikomanager gekommen ist und welche anderen positiven Seiten die Pandemie hat.
Michael Hendricks zurück bei Hendricks
Leute – Aktuelle Personalien D&O-Pionier Michael Hendricks (Bild) ist zurück im Fahrersitz. Er hat nach dem Weggang von Marcel Armon erneut die Führung des Düsseldorfer D&O-Maklers Hendricks übernommen, der zur britischen Hyperion-Gruppe gehört. Hendricks sagte dem Versicherungsmonitor, dass der Markt in einer „sehr schwierigen Situation“ sei, und nannte Kapazitätsrückgänge, höhere Preise und viele Ausschlüsse. Außerdem: Das Insurlab Germany hat einen neuen Vorstand gewählt. Der australische Versicherer QBE erweitert mit zusätzlichem Personal sein Angebot in Deutschland um das Geschäftsfeld Pharma Life Science.
MRH Trowe: Besserer Service dank Corona
Exklusiv Der Industrieversicherungsmakler MRH Trowe erwartet trotz der aktuellen Lage kaum Beeinträchtigungen für das laufende Geschäftsjahr. Das Umsatzziel von 50 Mio. Euro werde das Unternehmen ohne große Abweichungen erfüllen, sagt Michael Hirz (Bild), Vorstand bei MRH Trowe, im Interview mit dem Versicherungsmonitor. Der Service für die Kunden habe sich durch die Corona-Krise verbessert, betont Marc Nofri, Managing Partner bei MRH Trowe Insurance Brokers. Das könnten nicht alle Wettbewerber von sich behaupten.
Corona-Roundup: Aon, Großbritannien, Eiopa
Pandemie-Risiken überfordern einzelne Versicherer, es muss einen Risikopool vergleichbar mit dem Terrorversicherer Extremus geben, fordert der Makler Aon. Außerdem: In Großbritannien und der Schweiz gibt es Bestrebungen, über Kreditversicherer einen Schutzschirm ähnlich der Lösung in Deutschland zu spannen. Hochrangige Vertreter der britischen Versicherer wollen in einer Arbeitsgruppe Strategien für den Umgang mit Pandemien beraten. Die Eiopa nimmt die betriebliche Altersversorgung in den Blick. Und der Katastrophenbonds der Weltbank für Pandemien kommt endlich zur Auszahlung.
Studie: Versicherer unterschätzen Risiken
Die Versicherungsbranche wird in den nächsten zehn Jahren drastische Veränderungen erleben, die Rahmenbedingungen wandeln sich grundlegend, zeigt die Studie „Versicherungen 2030“ von Oliver Wyman. Manche Risiken werden jedoch von fast allen großen deutschen Versicherern komplett unterschätzt, warnt Dietmar Kottmann, Partner bei der Strategieberatung und Co‐Autor der Studie. Die demografische Welle werde die Branche mit Wucht treffen. Die Unternehmen sollten sich außerdem dringend mit Plattform-Ökonomie auseinandersetzen und Veränderungen im Vorsorgesystem im Blick behalten, rät er.
Unsichere Aussichten für M&A-Policen
Der Markt für Policen, mit denen Unternehmen finanzielle Risiken aus Fusionen und Übernahmen (M&A) absichern können, hat im vergangenen Jahr erneut stark zugelegt. Das geht aus einem Bericht des Maklers Marsh hervor. Auch in Europa erfreuen sich die Policen zunehmender Beliebtheit. Durch die Corona-Krise ist die weitere Entwicklung allerdings mit Unsicherheiten behaftet. Die Pandemie könnte die bisherige Wachstumskurve unterbrechen, fürchtet Marsh.
Corona-Roundup: Swiss Re, Ferma, BVK, Allianz
Die Aktionäre des Schweizer Rückversicherers Swiss Re haben auf der Generalversammlung für eine Erhöhung der Dividende um 5 Prozent je Aktie votiert. Außerdem: Die europäische Risikomanager-Vereinigung Ferma spricht sich erneut für einen staatlich geförderten Pandemie-Pool aus. Der BVK fordert die Bundesregierung auf, bei den Corona-Hilfsmaßnahmen auch an Versicherungsvermittler zu denken. Allianz-Chef Oliver Bäte vergleicht den Ausbruch der Corona-Pandemie mit einem Meteoriten-Einschlag. Aviva streicht Gehaltserhöhungen und Boni für Führungskräfte, und Hiscox erwartet kaum Belastungen durch Corona-bedingte Betriebsunterbrechungen.
Corona: Marsh erwartet Auswirkungen auf den Vertrieb
Exklusiv Oliver Dobner, Generalbevollmächtigter und Geschäftsführer bei Marsh Deutschland, sieht den Makler in der aktuellen Corona-Krise gut aufgestellt: Die Umstellung auf Homeoffice lief reibungslos, der Beratungsbedarf auf Kundenseite ist größer denn je und wichtige Präsenzveranstaltungen wurden kurzerhand virtuell durchgeführt. Im Interview mit dem Versicherungsmonitor spricht Dobner aber auch über mögliche negative Auswirkungen auf die Branche. Brechen große M&A-Deals und Neubauprojekte weg, werde sich das auf den Vertrieb und das Neugeschäft auswirken. Die wichtigste Frage sei jetzt, wie lange die Ausnahmesituation anhält.
Marcel Armon geht zu Aon
Leute – Aktuelle Personalien Marcel Armon verlässt seinen Chefposten beim D&O-Spezialmakler Hendricks und geht zu Aon. Dort wird er Chief Commercial Officer. Nach Informationen des Versicherungsmonitors hängt der Wechsel mit der bislang ungeklärten künftigen Führungsstruktur der deutschen Firmen der Maklergruppe Howden zusammen, zu der auch Hendricks gehört. Außerdem: Der Lübecker Maklerpool Blau Direkt führt einen Koordinator für die Versicherungsbereiche ein, besetzt wird die Stelle intern. Und Monika Sebold-Bender ist jetzt Aufsichtsrat bei MS Amlin SE in Brüssel.
Stampf geht zu Finlex
Leute – Aktuelle Personalien Der D&O- und Cyberexperte Alexander Stampf wechselt den Arbeitgeber. Ab Juli 2020 wird er als Syndikusrechtsanwalt Mitglied der Geschäftsleitung des Frankfurter Insurtechs Finlex. Zurzeit arbeitet er für Tokio Marine HCC in Barcelona. Der Makler Finlex betreibt eine Plattform für den Online-Abschluss von Financial Lines-Policen. Außerdem: Der Industrieversicherer Swiss Re Corporate Solutions schafft die Position des Head of Distribution Management für die Region Europa, Afrika und den Nahen Osten neu. Dafür wirbt er eine Expertin bei Marsh ab.










