Makler rss

Cyber: Die Bestandsaufnahme

Robert Parisi ist einer der weltweit führenden Experten für die Cyberversicherung. Als Senior Vice President und Chef der Sparte beim Makler Marsh in New York kennt er die Entwicklung des Marktes wie kein anderer. Im Interview mit dem Versicherungsmonitor erläutert Parisi, wie sich der Markt entwickelt, warum die Preise nach unten gehen, welche Sorgen sich Versicherer und Kunden machen und was er ihnen rät, wenn sie sich zum ersten Mal mit diesem Geschäftsfeld befassen.

Industrieversicherung: Der Wandel bleibt aus

Das Marktumfeld in der deutschen Industrieversicherung wird sich 2017 nicht gravierend ändern, erwartet der Versicherungsmakler Aon in seiner Prognose für das laufende Jahr. Mit wenigen Ausnahmen werden Versicherungsnehmer weiter von niedrigen Preisen und ausreichenden Deckungsmöglichkeiten profitieren können, denn die Konkurrenz bleibt hoch, glaubt Chief Broking Officer Hartmuth Kremer-Jensen. D&O-Versicherungen seien für Top-Manager quasi unverzichtbar geworden, meint Aon, ihre Qualität müsse sich in diesem Jahr beweisen.

Eiopa: BaFin soll Vermittler beaufsichtigen

Eiopa-Chef Gabriel Bernardino will, dass die BaFin anstelle der Industrie- und Handelskammern die Aufsicht über Vermittler übernimmt. Die Versicherungsbranche sieht er vor umwälzenden Veränderungen – nicht zuletzt durch die immer größeren Datenmengen, die den Gesellschaften zur Verfügung stehen. Julian Teicke von Financefox bezweifelt, dass die etablierten Anbieter damit vernünftig umgehen können.

Manager fürchten mehr Haftungsrisiken

Ansprüche von Insolvenzverwaltern sind weiterhin das höchste Haftungsrisiko, dem sich Unternehmenschefs ausgesetzt fühlen. Das ist das Ergebnis der jährlichen D&O-Umfrage der Kölner Zeichnungsagentur VOV. Insgesamt gehen die Manager von einem steigenden persönlichen Haftungsrisiko aus, sagte VOV-Chef Diederik Sutorius auf der Euroforum-Haftpflichtkonferenz. Persönliche D&O-Policen als Ergänzung oder anstelle einer Unternehmens-D&O sind ebenfalls auf dem Vormarsch.

D&O: Deckungserweiterungen unter Beschuss

Schon seit Jahren gibt es einen Trend zu immer weitergehenden Deckungsbestandteilen in der D&O-Versicherung. Das ist nicht immer zum Vorteil des Kunden, gerade wenn es um Rechtsschutzleistungen geht, hieß es auf der Euroforum-Haftpflichtkonferenz. Oft hätten die Anbieter nicht die nötige Spartenerlaubnis, das könne Probleme mit der Aufsicht mit sich bringen, warnt Daniel Messmer von der Swiss Re.

Wachstum bei M&A-Policen

Versicherungen, mit denen sich Unternehmen gegen finanzielle Risiken aus Fusionen und Übernahmen (Mergers & Acquisitions, M&A) absichern können, werden immer häufiger abgeschlossen. Vor allem chinesische Unternehmen, die außerhalb ihres Heimatmarktes investieren wollen, sorgen für weiteres Wachstum. Der Markt ist immer noch sehr kundenfreundlich, die Preise fallen weiter.

IDD-Gesetz passiert Kabinett

Das IDD-Umsetzungsgesetz hat am Mittwoch das Bundeskabinett passiert – offenbar ohne wesentliche Änderungen. Eine Sprecherin des Bundeswirtschaftsministeriums bestätigte, dass es bei der umstrittenen Verankerung des Provisionsabgabeverbots geblieben ist. Auch am von Maklern heftig kritisierten Honorarverbot hat es wohl keine Änderungen gegeben. Die Weiterbildungsvorgaben wiederum machen den öffentlichen Versicherern und Sparkassen Sorgen. Nachtrag vom 19. Januar, 11.50 Uhr: Beim Honorarverbot hat es doch Änderungen gegeben, teilt der Maklerverband VDVM mit.

Sturm „Egon“ kostet Versicherer 100 Mio. Euro

Für die Schäden durch das Tief „Egon“ vom vergangenen Freitag müssen die Versicherer rund 100 Mio. Euro zahlen, schätzt die aktuarielle Beratungsgesellschaft Meyerthole Siems Kohlruss. Damit ist der Sturm mehr als doppelt so teuer wie Vorgänger „Axel“. Verglichen mit den Schäden der vergangenen Jahre halten sich die Kosten für „Egon“ allerdings in Grenzen. 2016 mussten die Versicherer wesentlich mehr für Naturkatastrophenschäden bezahlen als im Vorjahr, hat der Rückversicherungsmakler Aon Benfield berechnet.

Munich Re steigt bei Insurtech Bought By Many ein

Der weltweit größte Rückversicherer Munich Re beteiligt sich mit einer Millionensumme an dem britischen Insurtech Bought By Many. Der Spezialist für Nischenversicherungen erhält eine Erstfinanzierung von 7,5 Mio. britischen Pfund von Octopus Ventures und der Munich Re-Tochter HSB Ventures. Für Erstversicherer ist die Beteiligung des Rückversicherers eine unwillkommene Nachricht. Munich Re will dem Start-up helfen, die Erstversicherer zu umgehen und künftig auch eigene Policen anzubieten.

Allianz: Betriebsunterbrechung ist Top-Risiko

Betriebsunterbrechungen sind für Unternehmen aus aller Welt das meistgefürchtete Risiko. Das zeigt das aktuelle Risikobarometer, für das die Allianz jedes Jahr Risikoexperten aus vielen Ländern befragt. Auf den Plätzen zwei und drei folgen Marktentwicklungen und Cybervorfälle. Für deutsche Unternehmen sind Cyberrisiken die größte Bedrohung.

Tianjin: Langwierige Schadenregulierung für Daimler

Nach der Katastrophe im chinesischen Hafen von Tianjin dauerte es lange, bis es verlässliche Schadenschätzungen gab. Warum das so war, erklärte Gerd Kaiser, Geschäftsführer von Daimler Insurance Services, auf dem Neujahrsempfang von Mapfre Global Risks in Köln. Bei dem Autohersteller habe die gesamte Schadenabwicklung 14 Monate gedauert. Ein großes Problem war die Unsicherheit über das Ausmaß der Belastung der Autos mit gesundheitsschädlichen Stoffen.

BdV mahnt MLP wegen Tarifwechselberatung ab

Dem Bund der Versicherten (BdV) ist die Tarifwechselberatung in der privaten Krankenversicherung durch Versicherungsmakler ein Dorn im Auge. Der Verband will klären lassen, ob diese Tätigkeit mit dem Berufsbild des Maklers vereinbar ist. Dabei zielt er insbesondere auf die Frage, ob Makler für die Wechselberatung ein Erfolgshonorar kassieren dürfen. In einem ersten Schritt hat der Verband MLP abgemahnt. Da das Unternehmen die geforderte Unterlassungserklärung nicht abgegeben hat, prüft der BdV jetzt, ob er vor Gericht geht. MLP sieht sich bei seinen Aktivitäten in der Tarifwechselberatung durch ein Rundschreiben des Deutschen Industrie- und Handelskammertages bestätigt.

Schiffsversicherung: Reeder wollen Preise drücken

Die Reeder-eigenen Haftpflichtversicherer, die P&I-Clubs, schwimmen in Geld. Das weckt Begehrlichkeiten bei den Schifffahrtsunternehmen, die unter schlechten Märkten leiden. Die Clubs haben bereits angekündigt, anders als in den Vorjahren, die Prämien nicht erhöhen zu wollen. Makler sind damit nicht zufrieden, sie wollen niedrigere Beiträge für ihre Kunden erreichen.

WordPress Cookie-Hinweis von Real Cookie Banner