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Angst vor Terror pusht Ausfalldeckungen
Der Anschlag auf die Konzerthalle Bataclan in Paris, das wegen Terrorverdacht abgesagte Länderspiel in Hannover – Organisatoren von Großveranstaltungen wie Sportveranstaltungen, Open-Air-Festivals oder Konzerte sind sensibilisiert für die Gefahr eines Attentats während des Events. Beim Abschluss von Veranstaltungsausfalldeckungen wollen viele deswegen die Terrorgefahr mitversichern.
VHV: Telematik-Abschlüsse ausbaufähig
Der Hannoveraner Versicherer VHV war im vergangenen Herbst als eine der ersten Gesellschaften mit einem Telematik-Angebot in der Kfz-Versicherung auf den Markt gekommen. Bislang sind die Verkaufszahlen allerdings hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Ein Grund sei der hohe Beratungsbedarf, sagte Komposit-Vorstand Thomas Voigt. Die VHV hat vergangenes Jahr von geringen Großschäden profitiert und bei Beiträgen und Gewinn zugelegt. Bei seinem Digitalisierungsprogramm sieht sich das Unternehmen auf Kurs.
BGH-Urteil: Makler erwägt Verfassungsbeschwerde
Der Bundesgerichtshof hat die Urteilsbegründung für seine Entscheidung veröffentlicht, einem Versicherungsmakler die Schadenregulierung zu verbieten. Das Gericht analysiert dabei ausführlich die Rolle der Versicherungsmakler und kommt zu dem Schluss, dass zumindest in diesem Fall die Gefahr eines Interessenkonflikts gegeben ist. Geklagt hatte die Rechtsanwaltskammer Köln gegen den Bonner Versicherungsmakler Versteegen. Der Makler prüft nach Angaben des Verbands Deutscher Versicherungsmakler (VDVM) eine Verfassungsbeschwerde gegen das Urteil. „Wir würden unser Mitglied dabei unterstützen“, sagte Hans-Georg Jenssen, geschäftsführendes Vorstandsmitglied des VDVM. Seiner Ansicht nach ist das Urteil problematisch für viele Makler, aber ein herber Schlag gegen die Fintechs.
MSIG: Es gibt keine Preiszyklen mehr
Früher folgte auf eine Phase niedriger Preise in der Industrieversicherung, den sogenannten weichen Markt, meist eine Periode steigender Prämien, auch Hartmarktphase genannt. Versicherer, die momentan auf höhere Preise hoffen, könnten allerdings enttäuscht werden. Klaus Przybyla, Chef des Industrieversicherers MSIG Insurance Europe, glaubt nicht, dass es diese Art von Zyklen noch gibt. Im Interview mit dem Versicherungsmonitor sprechen er und Deutschlandchef Michael Kärcher über die Geschäftsentwicklung des Versicherers mit japanischer Mutter sowie Trends in der Industrie- und Firmenkundenversicherung.
Grüne wollen Neuanfang bei Riester
In ihrem Abschlussbericht geht die Rentenkommission der Grünen mit der Riester-Rente hart ins Gericht. Die geförderte private Altersvorsorge sei in der bisherigen Ausgestaltung gescheitert, schreiben die Experten mit Hinblick auf Verbreitung, Kosten und Rendite. Während einige Kommissionsmitglieder die Förderung im Neugeschäft komplett einstellen wollen, ist eine andere Gruppe für eine Neuausrichtung auf die Bedürfnisse von Geringverdienern. Im Zentrum des Abschlussberichts steht die Stärkung der gesetzlichen Rentenversicherung. Dafür wollen die Grünen Selbstständige und andere bisher ausgenommene Gruppen in die gesetzliche Rentenversicherungspflicht einbeziehen.
Flottenversicherer hoffen 2016 auf schwarze Null
Die Anbieter von Autoversicherungen für Unternehmenskunden hoffen nach Preiserhöhungen auf das erste versicherungstechnisch profitable Jahr seit Langem. Angesichts der Niedrigzinsen haben die Gesellschaften ihre Zeichnungsdisziplin erhöht. Trotzdem war die Branche 2015 mit einer Schaden- und Kostenquote von 107 Prozent erneut in den roten Zahlen. Angesichts des Preistrends wird die Schadenprävention aus Kundensicht noch wichtiger als zuvor. Als Unfallursache spielt zunehmend auch das Thema Smartphone in der Fahrerkabine eine Rolle.
Überflutungen nicht so teuer wie 2013
Starke Regenfälle haben in den vergangenen Tagen in Deutschland für verheerende Sturzfluten gesorgt. Sie forderten mehrere Todesopfer, überfluteten Häuser und spülten Autos und Schuttlawinen durch die Straßen. Weil die Unwetter lokal sehr begrenzt auftraten, scheinen die versicherten Schäden nach ersten Schätzungen nicht das Ausmaß der Hochwasserkatastrophe von 2013 zu erreichen. Der GDV rechnet mit versicherten Schäden von 450 Mio. Euro durch das Sturmtief „Elvira“.
Heidelberger Leben Gruppe heißt bald Viridium
Der Abwicklungsspezialist Heidelberger Leben gibt sich einen neuen Namen. Ab dem Herbst nennt sich die Obergesellschaft Viridium Gruppe. Die Namen der Lebensversicherer der Gruppe, darunter die Heidelberger Lebensversicherung, bleiben unverändert. Wer im Run-off-Geschäft erfolgreich sein will, muss schnell sein, sagt Gruppenchef Heinz-Peter Roß. Schaffen will die Heidelberger Leben das mit einer neuen IT. Das System von SAP und MSG hat einen mittleren zweistelligen Millionenbetrag gekostet. Zu den Gesprächen mit Protektor über die Übernahme des Mannheimer Leben-Altbestands wollte sich Roß nicht äußern.
PKV-Ombudsmann hatte 2015 weniger zu tun
Beim Ombudsmann für die private Kranken- und Pflegeversicherung ist die Zahl der Beschwerden 2015 erneut zurückgegangen. Der Großteil der Eingaben entfiel auf die Vollversicherung, in der vor allem zwei Themengebiete den Schlichter beschäftigen: Streitigkeiten über die medizinische Notwendigkeit von Heilbehandlungen und über die Auslegung der Gebührenordnung für Ärzte. Nur eine kleine Zahl von Versicherten wendet sich wegen Schwierigkeiten beim Tarifwechsel an Ombudsmann Heinz Lanfermann. Er geht davon aus, dass es durch die Umsetzung der Tarifwechsel-Leitlinien noch weniger werden.








