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Kleinanleger: Finanzbranche warnt vor Bürokratie

Die geplante Kleinanlegerstrategie – englisch: Retail Investment Strategy (RIS) – droht ihr Ziel wegen hoher Komplexität und zusätzlicher Bürokratie zu verfehlen, warnen Verbände aus der Finanzbranche. Damit tatsächlich mehr Kleinanleger am Kapitalmarkt investieren, sollen sich EU-Gesetzgeber im anstehenden Trilog auf das Wesentliche konzentrieren, fordern sie in einer gemeinsamen Stellungnahme.

„Versicherungsbranche ist Liebe auf den zweiten Blick“

Die Versicherer können in Zeiten des Fachkräftemangels auf loyale Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zählen, die trotz stellenweiser Unzufriedenheit ihren Arbeitgeber und die Branche weiterempfehlen und sich selbst auch noch einmal dort bewerben würden. Das zeigt eine Befragung des Arbeitgeberverbands der Versicherungsunternehmen, die Geschäftsführer Michael Gold bei einer Fachkonferenz vorstellte. In puncto Unternehmenskultur haben die Versicherer allerdings noch Nachholbedarf.

HBC sammelt kleine Makler ein

Der Maklerkonsolidierer Hamburg Broking Center (HBC) übernimmt zwei kleine Spezialmakler. Pro Found in München befasst sich mit der betrieblichen Altersversorgung, Deneke Classic Car Insurance Solutions in Düsseldorf mit der Versicherung von Oldtimern. Die HBC-Gruppe hat mittlerweile 280 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Weitere Übernahmen sind wahrscheinlich.

Berenberg: Rückversicherer sorgen für Preisdisziplin

Die Berenberg Bank rechnet in der Erneuerungsrunde zum 1. Januar 2025 mit stabilen Rückversicherungspreisen. Weil die Nachfrage nach Naturkatastrophendeckungen steigt, sei kein überschüssiges Kapital vorhanden, das Druck auf die Preise ausüben könnte, glauben die Analysten. Sie erwarten, dass sich die anhaltende Preisdisziplin im Rückversicherungsmarkt auch disziplinierend auf den Erstversicherungsmarkt auswirken wird.

Zurich erweitert Klimarisiko-Plattform

Zurich hat ihre Plattform zur Analyse von Klimarisiken erweitert. Jetzt können mittelständische Unternehmen, Gemeinden und öffentliche Institutionen sie nutzen. Die Plattform soll es den Nutzern ermöglichen, klimabedingte Risiken an Standorten weltweit zu erkennen und präventiv zu handeln, um die Klimaresilienz zu stärken.

Allianz Partners mit neuem Finanzvorstand

 Leute – Aktuelle Personalien  Michael Buttstedt (Bild) ist neuer Finanzvorstand bei Allianz Partners, der Assistance-Tochter des Münchener Versicherers. Buttstedt verfügt über 25 Jahre Berufserfahrung in der Assekuranz, viele davon bei unterschiedlichen Allianz-Gesellschaften. Außerdem: Der ehemalige Chef der Swiss Re Christian Mumenthaler hat eine neue Aufgabe, und Torben Schwierzke steigt bei AIG auf.

Baobab gewinnt Ex-Ecclesia-Chef Tilman Kay

 Exklusiv  Tilman Kay, bis Ende 2021 Chef des Maklers Ecclesia, wird Berater beim Cyber-Assekuradeur Baobab. Baobab-Co-Gründer Vincenz Klemm will damit die Präsenz bei Großmaklern ausbauen. Klemm hat das Ziel ausgegeben, Marktführer für Cyberversicherungen in Europa werden zu wollen. Kay wird sich auch an Baobab beteiligen. Klemm sagte, Probleme wie die des Rivalen Cogitanda seien bei Baobab nicht zu befürchten.

Britische Finanzaufsicht FCA unter Druck

Die britische Finanzaufsicht FCA widerspricht einem aktuellen Bericht von Parlamentariern, der ein verheerendes Bild der Arbeit der Behörde zeichnet. Die Verfasser schreiben, die Behörde agiere langsam und nicht angemessen. Im besten Fall werde sie als inkompetent wahrgenommen, im schlechtesten als unehrlich. Ein FCA-Sprecher äußerte Mitgefühl mit Opfern von Fehlverhalten im Finanzsektor, wies die Charakterisierung der FCA in dem Bericht aber zurück.

Ist die Rechnung echt?

 Digitale Trends 2025  Die Versicherungswirtschaft sieht sich derzeit mit einer Vielzahl von unstrukturierten Daten konfrontiert, die sie über das Internet oder per Post von ihren Kunden erhält. Vor allem bei privaten Krankenversicherern, die täglich Arztrechnungen erhalten, ist dadurch das Betrugspotenzial im Leistungsprozess groß. Die Betrugserkennungssoftware Ico Fraud der Thüringer Firma Ico-Lux soll unstrukturierte Daten in strukturierte Informationen umwandeln und Sachbearbeitern helfen, Betrugsversuche frühzeitig zu erkennen.

Lurse verstärkt Management

 Leute – Aktuelle Personalien  Der Betriebsrentenspezialist Lurse hat Norman Dreger zum Managing Partner ernannt. Er übernimmt Anfang Februar 2025 die Verantwortung für aktuarielle Dienstleistungen und Global Benefits. Außerdem: Die oberste Versicherungsaufseherin der deutschen Finanzaufsicht BaFin Julia Wiens ist in den Verwaltungsrat von Eiopa gewählt worden. Personelle Änderungen gibt es auch bei der Deutschen Gesellschaft für Vermögensschadenhaftpflicht, der DEVK sowie den Maklern Howden Re und Aon.

Schadenregulierung wird anspruchsvoller

Um angesichts zunehmender Naturkatastrophen ein effizientes Schadenmanagement zu betreiben, sei ein gut funktionierendes Inputmanagement unerlässlich, sagte Christian Krams, Vorstandsmitglied der Bavaria Direkt und Leiter der Schadenabteilung der Versicherungskammer. Bei einer Fachveranstaltung in Köln unterstrich er die Bedeutung der Datennutzung und der künstlichen Intelligenz für die Entscheidungsunterstützung. Die Schadenprävention muss seiner Meinung nach an Bedeutung gewinnen.

Generali prüft Joint Venture mit Asset Manager

Die italienische Generali macht in Sachen Vermögensverwaltung Ernst und plant Medienberichten zufolge ein Joint Venture mit dem französischen Asset Manager Natixis. Im vergangenen Jahr hatte der Versicherer bereits den US-Vermögensverwalter Conning übernommen. Natixis gehört zur Groupe BPCE und verwaltet ein Vermögen in Höhe von 1,3 Billionen Dollar (1,2 Billionen Euro). Mit Gründung des Joint Ventures würde die Generali endgültig zur Allianz aufschließen.

GDV: CO2-Fußabdruck nicht überbewerten

Die vor Kurzem von den Versicherern bekanntgegebene Verringerung des CO2-Fußabdrucks ihrer Kapitalanlagen sollte nicht überbewertet werden, entscheidender sei der Ausbau der nachhaltigen Investitionen. Das sagte der Vorsitzende des Ausschusses für Kapitalanlagen des Versichererverbands GDV Harald Epple in einer Online-Veranstaltung. Dafür brauche es aber bessere politische Rahmenbedingungen. Die Branche hat immer wieder den steigenden Aufwand für die Erfüllung der Nachhaltigkeitsberichterstattung kritisiert.

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