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Basler schickt Alt-Systeme in Rente

Die Basler Versicherung hat den ersten Schritt getan, um ihre alte IT auszurangieren. In einem Projekt, das rund eineinhalb Jahre gedauert hat, wurde das Kfz-Geschäft komplett auf ein neues Kernsystem des Softwareanbieters Guidewire übertragen. Das war nicht nur ein Pionierschritt für die Basler, sondern auch für Guidewire, erklärte der Berater Sollers Consulting, der an der Umstellung beteiligt war. Nun sollen die restlichen Sparten des Versicherers folgen.

Das sind Eiopas Nachhaltigkeitsziele

Die europäische Versicherungsaufsicht Eiopa hat sich viel vorgenommen: Insgesamt sieben Ziele hat sie definiert, über die sie in den kommenden drei Jahren das Thema Nachhaltigkeit stärker in ihre Aufsichtstätigkeit integrieren will. Ein Dorn im Auge ist Eiopa-Chefin Petra Hielkema der niedrige Absicherungsgrad gegen klimabedingte Wetterextreme. Die Behörde will durch das Sammeln und die Analyse von Daten helfen, die Versicherungslücken und ihre Ursachen zu identifizieren, sowie Lösungsansätze bieten. Eiopa interessierte sich aber auch dafür, inwieweit Versicherer in ihren Policen Anreize für ihre Kunden setzen, sich dem Klimawandel anzupassen.

Elementar-Pflichtversicherung bleibt umstritten

Nach der verheerenden Flutkatastrophe, die im Juli vor allem in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen gewütet und mehr als 180 Tote in Deutschland gefordert hat, ist die Debatte um eine Pflichtversicherung gegen Elementarrisiken neu entflammt. Bei einer Veranstaltung der IHK Köln sprachen sich Gothaer-Aufsichtsratschef Werner Görg und die schwer von der Flut getroffene Unternehmerin Yvonne Schreckenberg für eine Pflichtdeckung aus, skeptisch zeigten sich dagegen DEVK-Vorstand Rüdiger Burg und Michael Hein von der Provinzial. NRW-Justizminister Peter Biesenbach zeigte Sympathie für ein Obligatorium, verwies allerdings auf die noch ausstehenden Ergebnisse einer Arbeitsgruppe der Justizministerkonferenz.

Die Pandemie macht Kunden anspruchsvoller

Die Pandemie hat die Ansprüche der Versicherungskunden verändert und damit auch die Unternehmen selbst. Die Kunden erwarten mehr als bloße Schadenregulierung, gleichzeitig werden die Produkte im Bereich Schaden/Unfall immer weiter standardisiert, digital und dadurch billiger. Krankenversicherer verstehen sich zunehmend als Gesundheitsdienstleister. Wer bei all dem nicht mithalten kann, wird vom Markt verschwinden: Es wird eine Marktbereinigung geben, wenn auch langsam, so das Fazit der sechsten Kurzkonferenz des Versicherungsmonitors, den Breakfast Lectures.

Fitch sieht Schaden- und Unfallversicherer stabil

Die Schaden- und Unfallversicherer mussten 2021 hohe Naturkatastrophenschäden verkraften – vor allem wegen der Rekord-Fluten im Juli. Allerdings konnte die Branche auf starke Rückversicherungsprogramme bauen. Für die kommenden Jahre werden die Schäden disziplinierend auf das Underwriting wirken, schreibt die Ratingagentur Fitch in einer aktuellen Analyse. Für 2022 und 2023 rechnet sie mit einer hohen Profitabilität.

Neue HR-Direktorin bei Euler Hermes

 Leute – Aktuelle Personalien  Der Kreditversicherer Euler Hermes ernennt Silke Grimm zur neuen Personalchefin für Euler Hermes Deutschland. Ihre bisherige Position als CFO wird im kommenden Jahr Philipp Dessevre übernehmen. Außerdem: Group Operating Officer Andrew Hill verlässt den Run-off-Experten Darag, und die Risikoanalysefirma Corelogic hat ihr Team für die DACH-Region mit Haroon Azizpour vergrößert. Zudem: BWV München, Allianz Suisse und Aviva.

Sven Plöger zeigt Sympathie für Pflichtversicherung

Die Verbreitung von Elementarschadendeckungen muss angesichts zunehmender Extremwetterereignisse im Zuge des Klimawandels steigen. Darin waren sich Wissenschaftler und Vertreter von Axa Deutschland auf einer Digitalveranstaltung einig. Unterschiede gab es bei der Einschätzung, inwieweit eine Pflichtversicherung dafür ein vielversprechender Weg ist. Der prominente Meteorologe Sven Plöger zeigte Sympathie für den Ansatz.

Generali-Rebellen erhöhen Anteile

Im Machtkampf um den italienischen Versicherer Generali hat die Gruppe um den Großaktionär Leonardo Del Vecchio nachgelegt. Sie hat ihren Anteil an dem Versicherer auf rund 15 Prozent erhöht. Brillenmilliardär Del Vecchio und seine Verbündeten wollen Generali-Chef Philippe Donnet aus dem Amt jagen. Die italienische Bank Mediobanca – eine weitere Großaktionärin – hält dagegen und stützt die derzeitige Führung.

Allianz hält Überschussbeteiligung konstant

Die Allianz lässt die Überschussbeteiligung für ihre Lebensversicherungskunden im kommenden Jahr unverändert. Für das laufende Jahr hatte der Marktführer seine Deklaration noch mit Verweis auf das durch die Corona-Pandemie zementierte Niedrigzinsumfeld abgesenkt. Die Allianz profitiere verstärkt von den Kapitalanlagen jenseits der klassischen Zinspapiere, begründete Allianz-Vorstand Volker Priebe die stabile Beteiligung für 2022. Zuvor hatte auch schon eine Reihe anderer Versicherer eine unveränderte Kundenbeteiligung angekündigt.

Helmig & Partner entscheidet sich für MRH Trowe

 Exklusiv  Die Frankfurter Maklergruppe MRH Trowe hat den Bieterwettstreit um den mittelgroßen Makler Helmig & Partner für sich entschieden. Mitte November war bekannt geworden, dass das Unternehmen aus Olfen im Münsterland nach zwei Jahren Probezeit seinen Vertrag mit dem Makler Martens & Prahl aufgelöst hatte. „Dieses Mal sind wir uns sicher, dass es klappt“, sagte Andreas Wienmeier, Geschäftsführer von Helmig & Partner, dem Versicherungsmonitor.

Ist der Zug bei Ökosystemen abgefahren?

Die Themen Plattform und Ökosystem werden seit Jahren in der Versicherungsbranche leidenschaftlich diskutiert. Die Gesellschaften schielen gerne auf große Vorbilder wie dem Gesundheits-Ökosystem des chinesischen Giganten Ping An. Vorzuweisen haben sie selbst allerdings nur wenig. Von einem Scheitern könne aber noch keine Rede sein, betonte Signal Iduna-Vorstand Christian Bielefeld bei der SZ-Konferenz „Digital Insurance“. Um weiter voranzukommen, müssten sich die Versicherer allerdings erst einmal um die Grundlagen kümmern.

Diese Versicherer wachsen stärker als der Markt

Acht deutsche Versicherer sind in den vergangenen zehn Jahren konstant stärker gewachsen als der Markt. Zu dem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie des Beraters Zeb. Unter den sogenannten Outperformern sind große Player wie die HUK-Coburg, aber auch die kleine Wertgarantie. Als Schlüssel zum Erfolg identifizieren die Autoren eine klare Produkt- und Vertriebsstrategie. Außerdem halten sie Spezialisten für erfolgreicher als Generalisten.

Cyber: Kriegsausschluss droht auch in Deutschland

Weil Hackerangriffe mit staatlicher Beteiligung immer häufiger werden, hat sich der Versicherungsmarkt Lloyd’s of London entschieden, künftig keine Deckung mehr bei staatlich gelenkten Cyberangriffen zu gewähren. Der Schritt wird sich auch auf den deutschen Markt auswirken, erwartet Paul Malek, Counsel bei der Anwaltskanzlei Clyde & Co. Denn auch bei anderen Ausschlussklauseln etwa zu Silent Cyber-Risiken haben sich deutsche Versicherer an angelsächsischen Vorbildern orientiert. Die neuen Leistungseinschränkungen führen zu weiterer Anspannung auf dem ohnehin schon schwierigen Cybermarkt.

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