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Regierung will Nahles-Rente voranbringen

Das Bundesarbeitsministerium will Schwung in die Nahles-Rente bringen. Dafür soll in der kommenden Woche die erste Veranstaltung im Rahmen des neuen Forums zum Sozialpartnermodell stattfinden, sagte Staatssekretär Rolf Schmachtenberg. In der Gesprächsrunde sollen sich Praktiker über offene Fragen zu dem neuen Betriebsrentenmodell austauschen, bei dem Arbeitgeber von der Haftung befreit sind, wenn sie sich mit den Gewerkschaften einigen. Aktuell gibt es solche Tarifverträge noch nicht. Bei der innerhalb der Regierungskoalition umstrittenen Finanzierung der geplanten Entlastung gesetzlich krankenversicherter Betriebsrentner verwies Schmachtenberg auf das gestiegene Beitragsaufkommen der Krankenkassen.

GDV: Solvency II-Berichte standardisieren

Sehr zum Unmut der Versicherer werden die jährlichen Berichte über die Solvenz- und Finanzlage der Unternehmen kaum gelesen. Zugleich müssen sie sich viel Kritik ob der mangelnden Vergleichbarkeit der sogenannten Solvency and Financial Condition Reports gefallen lassen. Der Versichererverband GDV plädiert deshalb für eine Standardisierung der Berichte. Wenn es nach ihm geht, sollen aus den durchschnittlich 90 Seiten umfassenden Analysen knappe Zusammenfassungen zwischen zwei und vier Seiten werden. Für die nächste Berichtsrunde am 23. April 2019 rechnet der Verband mit guten Solvenzzahlen.

Ratingagentur Moody’s sieht Deckel positiv

Sollte der vom Bundesfinanzministerium vorgelegte Entwurf für einen Provisionsdeckel für die Lebensversicherung Gesetz werden, könnte das Auswirkungen auf die Bonitätsbewertungen der Versicherer haben. Die hohen Vertriebskosten belasten die Erträge der Lebensversicherer, so die Ratingagentur Moody’s. Eine Begrenzung hätte deshalb positive Auswirkungen auf die Ratings der Gesellschaften. Allerdings könnte der Deckel dafür sorgen, dass das Wachstum der Versicherer im Neugeschäft in den kommenden Jahren zurückgehen wird, so Moody’s.

Podcast O-Ton Mikrofon Microphone

Podcast: Jürgen Junker zur Zukunft der W&W

 Versicherungsmonitor O-Ton  Jürgen Junker, seit zwei Jahren Chef der Wüstenrot & Württembergischen, macht im O-Ton-Interview mit dem Versicherungsmonitor klare Ansagen. Das seit zwei Jahren laufende Digitalisierungsprogramm macht gute Fortschritte, und man sei „verdammt stolz“ auf den eigenen Direktversicherer Adam Riese. Der Rückgang des Aktienkurses in den vergangenen 14 Monaten macht ihm keine Sorgen. Junker sieht positiv, dass die Wüstenrot-Stiftung die Mehrheit an der W&W hält, und spricht darüber, warum die Württembergische allein überlebensfähig ist.

Nachhaltigkeit bei Versicherern ist viel Blabla

Deutsche Versicherer haben wenig Sinn für Soziales oder die Umwelt. Das ist das Ergebnis einer Analyse von Carsten Zielke. Er hat die Corporate Social Responsibility-Berichte (CSR) der 42 deutschen Anbieter mit mehr als 500 Mitarbeitern untersucht. Als beste Gesellschaften erreichten die Allianz und die Debeka nur sieben von 16 möglichen Punkten. Im Durchschnitt bekam die Branche sogar eine negative Bewertung von minus 3,3 Punkten. Zielke sieht in der Missachtung von CSR-Kriterien eine verpasste Chance für Versicherer, sich für junge Menschen attraktiver zu machen. Außerdem geht er davon aus, dass die EU bald strengere CSR-Vorgaben machen wird.

VZBV fordert mehr Rechte bei Run-off

Der Verbraucherzentrale Bundesverband fordert mehr Rechte für Lebensversicherungskunden, die von einem Run-off betroffen sind. Schließen Lebensversicherer einen Bestand für das Neugeschäft, sollen sie ihre Kunden nach Vorstellung der Verbraucherschützer über die Folgen informieren. Im Fall einer Bestandsübertragung sollen die Versicherten ein Sonderkündigungsrecht erhalten. Für Abflüsse an die Konzernmütter im Zuge von Gewinnabführungsverträgen sieht das Positionspapier eine unbefristete Nachhaftung vor. Außerdem sollen Kunden stärker als bisher an den Kostenüberschüssen beteiligt werden.

Lohmöller geht von der Allianz zu Birkle

 Leute – Aktuelle Personalien  Stefan Lohmöller (Bild) wechselt von der Allianz zum Münchener Start-up Birkle IT AG. Lohmöller ist aktuell Ressortbereichsleiter bei der Allianz Deutschland. Bei Birkle soll er sich um Digitalisierung, künstliche Intelligenz und Robotics mit dem Schwerpunkt Versicherungsgesellschaften kümmern. Außerdem: Der Vermögensverwalter der Allianz, Allianz Global Investors, bekommt eine neue Leiterin für das wichtige Europageschäft. Die Neue heißt Barbara Rupf Bee und kommt von der Schweizer Bank UBS. Sie verantwortet ab Mitte Mai den Vertrieb in der EMEA-Region. Sie ersetzt Tobias Pross, der die Stelle seit seiner Beförderung zum globalen Vertriebschef interimistisch verantwortet hatte. Außerdem: Die Axa […]

Acht Wochen Urlaub? Probleme mit der BaFin

Die Finanzaufsicht BaFin will die Überprüfung von Vorständen und künftigen Vorständen deutlich verschärfen. Schon jetzt führt die Aufsichtsbehörde einen so genannten „Fit & Proper“-Test durch. Dabei prüft sie die fachliche Eignung und Zuverlässigkeit für „Personen in Schlüsselfunktionen“. Künftig werden dafür auch die körperliche Fitness und der allgemeine Lebenswandel herangezogen, außerdem soll die Überprüfung permanent auch für Manager gelten, die schon Vorstandspositionen innehalten. Das geht aus einem Geheimpapier der BaFin hervor. Dafür wendet die Aufsichtsbehörde unter ihrer neuen Digitalisierungsinitiative Techniken an, die in der Versicherungswirtschaft bekannt sind: Sie finden in Systemen wie Vitality oder bei Zahlungsstromanalysen Anwendung. Wenn Kontoauszüge und Kreditkartenbelege […]

W&W investiert kräftig

Der Bauspar- und Versicherungskonzern Wüstenrot  & Württembergische hat 2018 bewusst eine Verschlechterung der Kostenquote hingenommen, um hohe Investitionen in die Digitalisierung zu finanzieren. Trotzdem stieg der Gewinn aus der Schaden- und Unfallversicherung, denn der Schadenaufwand entwickelte sich positiv. Der Gesamtgewinn ging allerdings zurück, weil das Unternehmen auf einen neuen Bilanzstandard umstellen musste. Konzernchef Jürgen Junker macht sich keine Sorgen wegen des Aktienkurses, der seit Anfang 2018 ein Drittel verloren hat. Der geplante Provisionsdeckel werde die Gesellschaft nicht besonders treffen, sei aber ordnungspolitisch falsch.

Start-up Emil tüftelt an KI-Schadenprognose

Das Berliner Start-up Emil entwickelt ein Prognosemodell, das mithilfe von künstlicher Intelligenz das Risiko von Kfz-Schäden genauer einschätzen soll. Emil erhält dafür über ein Förderprojekt der Investitionsbank Berlin Gelder der Europäischen Union. Mithilfe von Machine Learning soll das System das Schadenrisiko von Autofahrern besser einschätzen können, als bisherige Modelle es zulassen. Die Projektleitung übernimmt Martin Burger, Head of Data bei Emil. Von ihm entwickelte Prognose-Systeme sind bereits bei Rewe und dem Versandhändler Home24 im Einsatz.

Ecclesia-Manager Körner: „We are open for business“

Der Industrieversicherungsmakler der Ecclesia-Gruppe muss neue internationale Partnerschaften eingehen. Der bisherige Kooperationspartner JLT fusioniert mit Marsh. Im Interview mit dem Versicherungsmonitor erläutert Geschäftsführer Jochen Körner, welche Partner er sucht, warum er sich sogar eine externe Beteiligung am Ecclesia-Industriemakler vorstellen kann und dass er auch im Inland immer auf der Suche nach Übernahmezielen ist. Körner spricht über die Verteilung von Gebühren und Courtage, die Digitalisierung und die Probleme, die richtigen Mitarbeiter zu finden.

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