Nachrichten rss

Katastrophenanleihen erzielen 2018 erneut Rekorde

Die hohen Katastrophenschäden aus den vergangenen beiden Jahren haben das branchenfremde Kapital in der Rückversicherung bisher nicht abgeschreckt. Im vergangenen Jahr erzielte der Markt für Versicherungsverbriefungen einen neuen Rekord. Das Volumen ausstehender Katastrophenanleihen und anderer Verbriefungen lag Ende des Jahres bei 37,8 Mrd. Dollar. Die Großschäden machen sich allerdings bemerkbar: Die Investoren werden wählerischer, im vierten Quartal 2018 lag die Zahl der neuen Deals leicht unter dem Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre.

Abwickler Athora will in Benelux wachsen

Der Abwickler Athora will in der Benelux-Region in den nächsten Jahren viel Geld investieren und kann sich weitere Akquisitionen vorstellen. Das kündigte Athora-Manager Eric Viet an, der das Geschäft in den Niederlanden, Belgien und Luxemburg verantwortet. Die ehemalige Europa-Holding der Bermuda-Gesellschaft Athene hatte im vergangenen Jahr für 540 Mio. Euro die belgische Tochter der Generali gekauft. Der italienische Versicherer hat sich im Zuge einer Konsolidierung von vielen Beteiligungen getrennt, die er für nicht profitabel genug oder für strategisch unbedeutend erachtete. Im Gegenzug stärken die Italiener ihre Präsenz in aussichtsreichen Märkten wie Osteuropa und Indien.

JLT Re: Rückversicherungspreise sinken leicht

Die Erwartungen der Rückversicherer auf steigende Preise bei den Vertragserneuerungen zum 1. Januar wurden erneut enttäuscht. Laut dem Rückversicherungsmakler JLT Re sind die Prämien in der Schaden-Rückversicherung im Schnitt um 1,2 Prozent zurückgegangen. Insgesamt gab es nur geringe Veränderungen bei Preisen. Bei schadenfreien Verträgen gingen sie um bis zu fünf Prozent zurück, wenn es Schäden gab, stiegen die Prämien in der Regel leicht. Auf dem Retrozessionsmarkt beobachtete JLT Re dagegen Preissteigerungen um 10 bis 20 Prozent.

Meistgeklickt: Axa-Umbau im Fokus

Im Jahr 2018 hat das Personalkarussell kräftig an Fahrt aufgenommen. Das spiegelt sich auch in den Artikeln wider, die unsere Leser besonders spannend fanden. Auf besonders großes Interesse stieß der Umbau im Vorstand der Axa Deutschland, der durch zahlreiche Abgänge aus dem Führungsgremium begleitet wurde. Aber auch Artikel über die Provinzial-Fusion, Provisionskürzungen bei der Allianz und den Run-off der Generali Leben wurden fleißig geklickt.

Blockchain stimmt US-Versicherer optimistisch

Die Blockchain-Technologie wird von der US-Versicherungsbranche immer weniger als Bedrohung und stattdessen als Chance wahrgenommen. Dazu tragen der verschärfte Wettbewerb, der Kostendruck und die niedrigen Zinsen bei, sagt Patrick Schmid von der US-Branchenorganisation The Institutes Riskblock Alliance. Eine Bedrohung sei Blockchain nur für Versicherer, die nicht in die neue Technik investieren, sagte er in einem Interview mit der US-Ratingagentur A.M. Best. In der Riskblock Alliance haben sich knapp 30 Versicherer und Makler zusammengeschlossen, darunter Chubb, Farmers, Geico, Marsh, Munich Re, State Farm und Travelers.

2018: Der Jahresrückblick

Die Provinzial Rheinland und die Westfälische Provinzial fusionieren, der Axa-Konzern schluckt für mehr als 15 Mrd. Dollar die Industrie- und Rückversicherungsgruppe XL, die Generali verkauft ihre deutsche Lebensversicherung an den Abwickler Viridium und die Bundesregierung ändert die Regeln für die Berechnung der Zinszusatzreserve – 2018 war ein spannendes Jahr für die Versicherungsbranche. Für Wirbel sorgten auch die Debatte um einen Provisionsdeckel in der Lebensversicherung, die Pläne der Allianz für einen europäischen Direktversicherer und die zahlreichen personellen und strategischen Umbaumaßnahmen bei Axa, Ergo & Co. Der Versicherungsmonitor blickt auf die aufregendsten Deals, die wichtigsten Personalien und die größten Ereignisse des Jahres […]

Studie: GKV ist besser als PKV

Gesetzliche Krankenkassen bieten oft bessere und umfangreichere Leistungen als die privaten Krankenversicherer. Zu diesem Schluss kommt zumindest eine Studie des Beratungsunternehmens Premium Circle im Auftrag der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen. Versorgungslücken bestünden demnach bei Kuren und Rehabilitation, bei der Palliativversorgung, der Psychotherapie und bei Impfungen. Die Grünen nehmen das Ergebnis zum Anlass, ihre Forderung nach einer Bürgerversicherung zu wiederholen. Der PKV-Verband kritisiert die Studie als realitätsfremd und zweifelt die Aussagekraft der gewählten Kriterien an.

WordPress Cookie-Hinweis von Real Cookie Banner