Der Rück- und Industrieversicherer Axa XL hat einen Plan für den Umgang mit dem Klimawandel veröffentlicht. Darin beschreibt die Axa-Tochter die Auswirkungen auf die Versicherungsbranche: Zum einen hinsichtlich der Risiken, also welche Schadensfälle vermehrt auftreten werden, zum anderen, wie sich Unternehmen klimafreundlich verhalten können.
Rückversicherer
Wenning: Sorge um Deutschland, Kritik an Regulierung
Durchweg gute Zahlen konnte Munich Re-Chef Joachim Wenning für das erste Halbjahr präsentieren. Der Umsatz stieg trotz eines sehr disziplinierten Underwritings, das Anlageergebnis verbesserte sich trotz realisierter stiller Lasten, das Erreichen des Gewinnziels von 4 Mrd. Euro im Gesamtjahr scheint wie ein Kinderspiel. Zwei Themen brannten Wenning allerdings unter den Nägeln: Deutschland lässt seiner Ansicht nach an vielen Ecken nach und wird damit für Unternehmen immer unattraktiver. Außerdem wetterte er gegen überbordende Regulatorik in Deutschland und in der EU.
Generali spürt schwachen Lebens-Markt
Starkes Wachstum und höhere Gewinne im Schaden- und Unfallsegment, deutlich schwächeres Neugeschäft und stagnierende Gewinne in Leben: Die Generali spürt im ersten Halbjahr den Effekt steigender Preise und höherer Zinsen. Außerdem sei die Veränderung Teil der neuen Strategie, teilt Konzernchef Philippe Donnet mit. In Deutschland verlief das Lebensgeschäft für die Generali besser als in anderen Märkten, in der Schaden- und Unfallversicherung nicht ganz so gut.
Hannover Rück verdient 960 Mio. Euro
Der weltweit drittgrößte Rückversicherer Hannover Rück hat seinen Gewinn im ersten Halbjahr deutlich um 17,8 Prozent gesteigert. Die Gesellschaft profitierte von einer geringen Großschadenlast und einem guten Kapitalanlageergebnis. Die Unruhen in Frankreich nach einer tödlichen Polizeikontrolle dürften mit einem Schaden im mittleren zweistelligen Millionenbereich zu Buche schlagen.
Fremantle Highway kostet mehr als 240 Mio. Euro
Der Autofrachter Fremantle Highway liegt sicher im niederländischen Eemshaven, das Feuer ist erloschen. Während an Bord die Schadenursache erforscht wird, ziehen die Versicherer ihre Summen. Das Unglück wird sehr wahrscheinlich zwischen 240 Mio. Euro und 300 Mio. Euro kosten. Vor allem die Luxusautos an Bord werden teuer.
AM Best: 2022 war ein starkes Jahr für Captives
Firmeneigene Versicherungsgesellschaften, die sogenannten Captives, sind im vergangenen Jahr stark gewachsen. Die von AM Best bewerteten Captives konnten ihr operatives Ergebnis gegenüber dem Vorjahr verdoppeln und haben außerdem den größten Prämienanstieg seit zehn Jahren verzeichnet, schreibt die Ratingagentur in einem aktuellen Bericht.
Zahlen am laufenden Band
Was die Woche bringt An dieser Stelle nehmen wir die Themen der kommenden Woche in den Blick und stellen wichtige Branchentermine vor. Dieses Mal: Halbjahreszahlen von Hannover Rück, Generali, Allianz, Munich Re, Zurich und MLP.
Swiss Re mit deutlichen Preiserhöhungen
Der Rückversicherer Swiss Re hat im ersten Halbjahr deutlich mehr verdient als im Krisenjahr 2022 und sieht sich auf Kurs in Richtung seines Gewinnziels in Höhe von 3 Mrd. Dollar für 2023. Rückenwind kam von einer geringen Naturkatastrophenlast und einer höheren Kapitalanlagenrendite. Mit der Juli-Erneuerung in der Schadenrückversicherung zeigen sich die Schweizer sehr zufrieden.
Cornelia Röskau wird Sompo-Europachefin
Leute – Aktuelle Personalien Cornelia Röskau ist neue Europachefin des Bermuda-Versicherers Sompo International, der zur japanischen Sompo-Gruppe gehört. Sie kommt vom Krankenversicherer Globality Health, der bis vor Kurzem zur Ergo gehörte. Personelle Neuigkeiten gibt es außerdem bei Uniqa und dem Makler Howden.
DEVK-Rückversicherer stockt Führungsteam auf
Leute – Aktuelle Personalien Die DEVK Re, die stark wachsende Rückversicherungseinheit des Kölner Versicherers DEVK, verstärkt ihr Führungsteam mit Jens Heyen und Benedikt Sieberts. Sie sind künftig jeweils in der neugeschaffenen Rolle eines Senior Vice Presidents tätig. Personelle Neuigkeiten gibt es außerdem bei HDI Global in Großbritannien und Irland, in der Geschäftsführung der Kölner Versicherungsmesse InsureNXT sowie beim Spezialrückversicherungsmakler Miller.
„KI stand nicht in der Stellenbeschreibung“
Inflation, geopolitische Unsicherheiten und zunehmende Regulatorik: Der Druck auf Industrie- und Rückversicherer steigt. Um den veränderten Marktbedingungen standzuhalten, muss die Assekuranz bei der Digitalisierung – speziell im Bereich Underwriting und Automatisierung – einiges tun. Die Bereitschaft zur Veränderung hält sich jedoch in Grenzen. Zu diesem Ergebnis kommt die Beratungs- und Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PwC in einer aktuellen Untersuchung.










