Um mögliche Betrugsfälle bei Reiseversicherungspolicen aufzudecken, sollen zehn Versicherer aus Nordrhein-Westfalen per E-Mail-Verteiler medizinische Diagnosen und Daten von Minderjährigen untereinander ausgetauscht haben. Deshalb hat die Landesdatenschutzbeauftragte des Bundeslandes Untersuchungen gegen die Gesellschaften eingeleitet. 30 weitere Versicherer aus anderen Bundesländern und aus dem Ausland sollen ebenfalls beteiligt sein. Die Prüfung ist noch nicht abgeschlossen. Sollten sich die Vorwürfe bewahrheiten, kann die Behörde Bußgelder verhängen.
Versicherer
GVV mit neuem IT-Vorstand
Leute – Aktuelle Personalien Die Kölner GVV Versicherungen erweitern ihren Vorstand und schaffen das neue Ressort IT & Operations, das Matthias Schulte ab dem 15. Juni 2025 übernehmen wird. Er arbeitet seit Langem bei der Signal Iduna. Außerdem: Die IT-Tochter des Finanzkonzerns W&W ernennt einen weiteren Geschäftsführer, und der Strategieberater Roland Berger verliert seine Senior Partnerin im Insurance-Team. Das Kuratorium des Defino Instituts für Finanznorm bekommt ein neues Mitglied, ebenso wie der Beirat des Insurtech Hub München.
A.M. Best: Lebensversicherer vor schwierigen Zeiten
Die Ratingagentur A.M.Best sieht harte Zeiten für deutsche Lebensversicherer und behält den negativen Ausblick für das Segment bei. Gründe sind vor allem das unsichere wirtschaftliche Umfeld, Konkurrenz durch andere Sparprodukte ohne Versicherungsbezug sowie das nach wie vor schwierige Zinsumfeld. Die Zurückhaltung der Verbraucher spielt ebenfalls eine Rolle. Doch es gibt auch Lichtblicke.
Generali und Natixis gründen Joint Venture
Es hatte sich bereits angebahnt, nun ist die Absichtserklärung unterschrieben: Der Versicherer Generali und die französische Bank BPCE wollen künftig in der Vermögensverwaltung gemeinsame Sache machen. Dazu sollen die Töchter Generali Investments Holding und Natixis Investment Manager ein Gemeinschaftsunternehmen gründen. Mit einem verwalteten Vermögen von 1,9 Billionen Euro entsteht damit der zweitgrößte europäische Asset Manager nach Amundi und der größte Vermögensverwalter im Versicherungsbereich weltweit.
WTW belebt „Willis“ und „Towers Watson“ wieder
Gute Nachrichten für Markennostalgiker: Der Makler- und Beratungskonzern WTW hat die Markennamen „Willis“ und „Towers Watson“ wieder eingeführt, nachdem die Gruppe vor drei Jahren beschlossen hatte, sich umzubenennen und künftig nur noch WTW statt Willis Towers Watson zu heißen. Der Grund: Offenbar hängen zu viele Kunden an den alten Namen.
Bancassurance-Potenzial bleibt ungenutzt
Banken könnten ihre Provisionseinnahmen von Versicherern durch die Forcierung des Verkaufs von Policen verdoppeln, zeigt eine aktuelle Studie über den Bancassurance-Markt der Beratungsgesellschaft ZEB. Was erst einmal logisch klingt, hat einen faden Beigeschmack: Ein Viertel der Bank-Kunden bevorzugen demnach zwar Banken als Vertriebskanal für Versicherungen, aber mehr als ein Drittel der Kunden gab zu verstehen, noch nie von ihrer Bank zu Versicherungsangeboten kontaktiert worden zu sein.
Joint-Venture von Generali und Natixis nimmt Form an
Der Investitionsausschuss des italienischen Versicherers Generali hat dem Plan für ein Joint Venture mit dem französischen Asset Managers Natixis zugestimmt. Der Verwaltungsrat soll nun am heutigen Montag darüber entscheiden. Einige Anteilseigner haben allerdings Vorbehalte gegen den Deal. Auch die italienische Regierung will den Zusammenschluss noch prüfen.
Element: Volle Schadenregulierung nicht garantiert
Gut eineinhalb Wochen nach Eröffnung des vorläufigen Insolvenzverfahrens des Insurtechs Element hat sich die BaFin mit Informationen für die Versicherten zu Wort gemeldet. Die Finanzaufsicht warnt darin, dass eine vollständige Regulierung aller Schäden im Falle der Eröffnung des endgültigen Insolvenzverfahrens nicht garantiert ist. Die endgültige Insolvenz könnte allerdings noch durch eine Übertragung des Element-Vertragsbestands auf einen anderen Versicherer abgewendet werden.







