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Hackerangriff auf Allianz-Tochter in den USA

Die US-Lebensversicherungstochter der Allianz ist Opfer eines Hackerangriffs geworden. Laut Medienberichten könnten Daten von bis zu 1,4 Millionen Kunden sowie Daten von Finanzberatern und Mitarbeitenden in die Hände von Cyberkriminellen gefallen sein. Die Hacker hatten sich am 16. Juli 2025 Zugang zu einem cloudbasierten Customer-Relationship-Management-System (CRM) eines Drittanbieters verschafft, das von Allianz Life genutzt wird. Das dürfte auch die deutsche Finanzaufsicht BaFin interessieren, die den Versicherer bereits wegen IT-Mängeln auf dem Schirm hatte.

Solvency II-Review: Diversity-Strategie wird Pflicht

 Exklusiv  Die europäische Versicherungsaufsicht Eiopa will Versicherer zu mehr Vielfalt in ihren Führungsgremien verpflichten. Erst- und Rückversicherer sollen ein Diversity-Konzept erarbeiten und über die Fortschritte bei der Umsetzung berichten. Die Änderungen würden fast alle deutschen Gesellschaften betreffen und bedeuten eine beträchtliche Ausweitung der Berichtspflichten, erklärt Gunbritt Kammerer-Galahn von der Kanzlei Taylor Wessing. Die entsprechenden Richtlinien sollen ab Anfang 2027 gelten.

Versicherung, Klima und Kapitalismus

 Herbert Frommes Kolumne  Der ideologische Krieg um den Klimawandel ist in vollem Gange. In den USA hat die Regierung Trump die Auffassung, dass es keinen von Menschen gemachten Klimawandel gibt, zur Staatsideologie gemacht. Manche Unternehmen schließen sich an, oft unter Druck. Auch in Deutschland nimmt die Begeisterung für die Klimaziele ab, die Munich Re verlässt Klimainitiativen. In dieser Situation argumentiert Allianz-Vorstand Günther Thallinger, dass der Kapitalismus durch den Klimawandel sehr real gefährdet ist.

Zölle: Alles halb so wild?

Die kaum absehbare Politik des US-Präsidenten Donald Trump bereitet auch den Versicherern erhebliche Sorgen. Vielerorts sorgen vor allem die Zölle und ihre Folgen für Unsicherheiten. Dabei sind Unsicherheiten doch eigentlich das Kerngeschäft der Assekuranz. Darauf weist die Ratingagentur S&P hin. Die Versicherer seien besser auf die geopolitischen Risiken vorbereitet, als es dieser Tage wirke.

Britische Versicherer scheitern mit Klage gegen Allianz

Die Allianz hat einen millionenschweren Rechtsstreit mit elf britischen Versicherern gewonnen. Das Landgericht München wies deren Klage ab. Die Versicherer hatten Entschädigungen an die in den Cum-Ex-Skandal verwickelten Kanzlei Freshfields Bruckhaus Deringer gezahlt und forderten das Geld von der Allianz zurück.

MRH Trowe Credit & Finance erweitert Geschäftsführung

 Leute – Aktuelle Personalien  Der Maklerkonsolidierer MRH Trowe aus Frankfurt erweitert die Geschäftsführung der Tochter für Kredit- und Finanzierungslösungen, MRH Trowe Credit & Finance, um Ralf Dirschauer und Ralf-Patric Paps. Beide kommen vom Spezialmakler Hansekontor, den MRH Trowe 2024 übernommen hatte. Dirk Dahlheimer (Bild) wird Sprecher der Geschäftsführung. Die Frankfurter stocken außerdem ihre Anteile an weiteren Maklertöchtern auf. Personelle Neuigkeiten gibt es auch bei Allianz Commercial, MS Amlin und Swiss Re.

Die Munich Re zaudert beim Klima

 Exklusiv  Die Munich Re, einst als Vorzeigeunternehmen im Kampf gegen die Klimakrise gefeiert, verabschiedet sich gleich aus mehreren internationalen Klima-Initiativen. Das Unternehmen betont, dass es an seinen Klimazielen festhält. Die Allianz erklärt, dass sie Mitglied in der Net Zero Asset Owner Alliance bleibt. Experte Carsten Zielke glaubt, dass der Rückversicherer seinen Entschluss noch bereuen könnte.

Die britische Regierung, im Bild das London Eye am Südufer der Themse, will regulatorische Lockerungen zur Stärkung der Finanzbranche einführen

Fitch sieht britische Captive-Reform kritisch

Die Ratingagentur Fitch steht den Plänen der britischen Regierung, für Captives und Versicherungsverbriefungen regulatorische Lockerungen einzuführen, skeptisch gegenüber. Sie erwartet zwar kurzfristig keine Auswirkungen auf die Kreditwürdigkeit der Versicherer. Jedoch könnten langfristig systemische Probleme entstehen, wenn Risiken in weniger regulierte Bereiche verlagert würden, so Fitch ein einem aktuellen Marktkommentar. Die Lockerungen, die die Wettbewerbsfähigkeit britischer Finanzunternehmen stärken sollen, sollen ab 2027 zur Anwendung kommen.

Signal Iduna stellt Strafanzeigen gegen Signa

Die Anlagetochter der Signal Iduna, Hansainvest, hat nach Medienberichten Strafanzeigen gegen ehemalige Manager der insolventen Signa-Gruppe von Firmengründer René Benko gestellt. Sie fühlt sich betrogen, weil Kapitalanlagegelder nicht in vereinbarte Projekte geflossen, sondern innerhalb des Firmenkonglomerats weitergeleitet worden sein sollen. Hansainvest erlitt nach der Pleite einen Verlust von 60 Mio. Euro, weil sie über sogenannte Genussscheine in verschiedene Signa-Immobilienprojekte in Deutschland und Österreich investiert hatte.

Assekuradeur Dual legt bei Warenkredit los

 Leute – Aktuelle Personalien  Der Assekuradeur Dual ist in das Geschäft der Warenkreditversicherung eingestiegen und hat Frank Masteling zum Leiter dieses Bereichs für Europa ernannt. Frederik Weiss (Bild), der zuvor 13 Jahre beim Kreditversicherer Allianz Trade tätig war, wird sich um das deutsche Geschäft kümmern. Auch beim Lebensversicherer LV 1871 gibt es personelle Neuigkeiten: Er hat einen neuen Kapitalanlagechef ernannt.

Wie die Regierung die bAV stärken will

Das Bundesarbeitsministerium unter Leitung von Bärbel Bas setzt bei der Stärkung der betrieblichen Altersversorgung (bAV) weiter auf das Sozialpartnermodell, das bisher hinter den Erwartungen zurückgeblieben ist. Es soll für weitere Unternehmen geöffnet werden, sieht der Referentenentwurf für ein Betriebsrentenstärkungsgesetz vor. Geringverdiener sollen außerdem von einer stärkeren Förderung profitieren, die Vereinbarung einer automatischen Entgeltumwandlung soll einfacher werden. Der GDV reagiert positiv.

GVNW: Unternehmen nicht vergessen

Der Gesamtverband der versicherungsnehmenden Wirtschaft (GVNW) begrüßt in einem Positionspapier die Vorstöße auf nationaler und europäischer Ebene für eine öffentlich-private Versicherungslösung gegen Naturgefahren. Er mahnt aber auch, die Interessen der Unternehmen nicht zu vergessen. Eine Staatsgarantie wie beim Terrorversicherer Extremus hält er nicht für zielführend. Auch eine Versicherungspflicht gegen Elementargefahren lehnt der Verband ab und plädiert stattdessen für eine Opt-out-Option.

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