Versicherer rss

Daten entscheiden über Zukunft der Kfz-Versicherung

Nach einem Milliardenminus in den vergangenen Jahren könnten die deutschen Autoversicherer 2025 endlich wieder schwarze Zahlen schreiben. Allerdings bedeutet das nicht, dass alles gut ist, sagte VHV-Vorstand Thomas Diekmann (Bild). Die hohen Preise für Ersatzteile könnten durch die US-Importzölle weiter befeuert werden. Er warb für Kooperationen mit der ebenfalls nicht krisenfreien Automobilbranche zu beider Seiten Nutzen. Der ehemalige IT-Chef der Allianz Christof Mascher forderte einen Datenaustausch zwischen den beiden Branchen.

Mediobanca verschiebt Abstimmung zu Banca Generali

Die Entscheidung über einen möglichen Verkauf der Generali-Tochter Banca Generali fällt erst im September. Die italienische Investmentbank Mediobanca hat ihre für heute geplante Hauptversammlung verschoben, auf der ihre Aktionäre das Übernahmeangebot genehmigen sollten. Die Zustimmung der Anteilseigner galt zuletzt als fraglich. Mediobanca ist zurzeit selber Ziel eines Übernahmeversuchs. Egal was bei der Neuordnung von Italiens Finanzsektor passiert, es wird Auswirkungen auf Generali haben.

VGH profitiert von niedriger Schadenlast

Die VGH blieb im vergangenen Geschäftsjahr von hohen Elementarschäden verschont. Trotz eines weiterhin verlustreichen Kfz-Geschäfts konnte sich die öffentliche Versicherungsgruppe dadurch über eine Schaden- und Kostenquote deutlich unter dem Marktschnitt freuen. In der Lebensversicherung haben die Hannoveraner den Beitragsrückgang der vergangenen Jahre auch durch den Ausbau des Einmalbeitragsgeschäfts gestoppt.

Aon: Rückversicherung weicher, Retro-Preise sinken

Der Makler Aon sieht den globalen Rückversicherungsmarkt vor einer Phase fallender Preise. Das zeigen laut Rückversicherungschef Jan-Oliver Thofern nicht nur die jüngsten Verhandlungen zwischen Erst- und Rückversicherern, sondern auch die Entwicklungen auf dem Retro-Markt, auf dem Rückversicherer Risiken an andere Anbieter oder den Kapitalmarkt transferieren. Der Retro-Markt ist zudem deutlich widerstandsfähiger als noch vor wenigen Jahren, erläuterte Aon-Experte Torsten Lesch.

Hohe Schäden nach Flugzeugunglück in Indien

Eine Boeing 787-8 Dreamliner der Fluggesellschaft Air India ist in der indischen Stadt Ahmedabad abgestürzt. Dabei sind mindestens 265 Menschen ums Leben gekommen. Versicherer von Air India sind mehrere nationale Gesellschaften. Den Großteil der Schäden werden aber internationale Rückversicherer übernehmen, allen voran AIG. Die Höhe der Schäden ist wegen der ungewissen Haftungsansprüche schwierig einzuschätzen, wird aber mehrere hundert Millionen Euro betragen.

Generali prüft Verkauf der Bank-Tochter an Mediobanca

Generali könnte seine Tochter Banca Generali an die Mediobanca aus Mailand verkaufen. Sie bietet 6,3 Mrd. Euro und will die Transaktion über einen Aktientausch finanzieren. Lange hatte Generali nicht auf das Angebot reagiert, nun sagte der Versicherer offiziell, dass er den Deal prüfe. Der Deal könnte die Machtverhältnisse bei Generali verschieben. Kommt es zur Übernahme würde CEO Philippe Donnet eine wichtige Unterstützerin verlieren.

Hitze ist tödlicher als andere Naturkatastrophen

Die weltweit zunehmende Hitze gilt derzeit als große Bedrohung für die Gesellschaft, aber auch für Versicherer, wie eine aktuelle Studie des Rückversicherers Swiss Re zeigt. Demnach geht von Hitzewellen eine noch größere Gefahr aus als von Überschwemmungen, Erdbeben und Hurrikans zusammen. Dieser Umstand könnte weitere Fragen nach der Haftung für Schäden aus Naturkatastrophen aufwerfen. Aber auch die Bedrohungslage in Zusammenhang mit künstlicher Intelligenz wächst weiter.

Gräfer: Prämien in vielen Sparten deutlich zu niedrig

Viele Probleme der Versicherer in Deutschland haben eine grundlegende Ursache: Die Prämien sind zu niedrig. Davon zeigte sich Bayerische-Vorstand Martin Gräfer (Bild) beim Marktforum des Maklers Aon überzeugt. Angemessene Preise seien jedoch erforderlich für das Zusammenspiel von Erst- und Rückversicherern, das sich in den vergangenen Jahren deutlich verändert hat – Stichwort Frequenzschäden. Hier zeigen sich die Rückversicherer inzwischen wieder offener, berichtete Jan-Oliver Thofern, Rückversicherungschef bei Aon Deutschland.

Mit GDV-Fragebogen zur nachhaltigen Kapitalanlage

Der Versichererverband GDV hat einen Fragebogen zur Ermittlung der Nachhaltigkeitskompetenz von Vermögensverwaltern veröffentlicht. Mithilfe von 17 Fragen sollen sich Versicherer einen Eindruck über die einschlägigen Erfahrungen von potenziellen Asset-Managern verschaffen können. Die Versicherungsbranche stellt sich gerne als idealer Partner für die nachhaltige Transformation der Wirtschaft dar, einzelne Anbieter stehen aber immer wieder wegen ihrer Rolle im Geschäft mit fossilen Energien in der Kritik.

Heal Capital 2 startet mit ersten Start-ups

Nach dem ersten Wagniskapitalfonds wollen die privaten Krankenversicherer mit dem neuen Wagniskapitalfonds Heal Capital 2 weitere digitale Start-ups im Gesundheitswesen unterstützen. Dafür stehen 150 Mio. Euro zur Verfügung. Neben privaten Krankenversicherern investieren erstmals auch weitere Kapitalgeber wie der Europäische Investitionsfonds. Heal Capital 2 hat bereits ein deutsches und ein britisches Start-up im Portfolio.

Kriegsversicherer müssen Leasinggesellschaften entschädigen

Kriegsversicherer müssen Leasinggesellschaften für von Russland beschlagnahmte Flugzeuge entschädigen. Das hat der Londoner High Court in einem aktuellen Urteil entschieden. Die Flugzeuge seien durch verschiedene russische Gesetze faktisch für die Unternehmen verloren, es handele sich um einen von der Kriegsversicherung gedeckten Fall, entschied der Richter. Geklagt hatten sechs Leasinggeber, deren Maschinen von Russland geleast und im Zuge der Sanktionen beschlagnahmt worden waren. Auf die beklagten Versicherer, darunter HDI Global Specialty, AIG Europe, Lloyd’s Insurance und Chubb könnten milliardenschwere Zahlungen zukommen.

Axa und Apobank planen größten Heilwesen-Vertrieb

 Exklusiv  Der Versicherer Axa und die Deutsche Apotheker- und Ärztebank (Apobank) wollen mit der Fusion ihrer Töchter Deutsche Ärzte Finanz (DÄF) und Apofinanz den größten Vertrieb für Heilberufe in Deutschland schaffen. Die Finanzberatungsgesellschaften sind bereits jetzt miteinander verzahnt: Die Apobank hält 25 Prozent an der Axa-Tochter DÄF, die Axa-Tochter Deutsche Ärzteversicherung besitzt die Hälfte der Apofinanz.

R+V holt Nils Reich von der Axa

 Leute – Aktuelle Personalien  Nils Reich (Bild), als Chef von Axa Global Health für das weltweite Krankenversicherungsgeschäft des Pariser Konzerns zuständig, wechselt zur R+V. Er wird dort ab Mitte September als Vorstand für die Sparte Schaden und Unfall verantwortlich sein. Der promovierte Mathematiker übernimmt damit die Aufgaben von Vorstand Klaus Endres. Außerdem: Der Spezialversicherer Beazley hat in Stefan Wunderlich einen Leiter für den Bereich Parametric Insurance gefunden. Personelle Neuigkeiten gibt es auch beim Vermögensverwalter Generali Investments. 

WordPress Cookie-Hinweis von Real Cookie Banner