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Generali ändert Führungsstruktur

Die Generali ändert ihre Führungsstruktur in Deutschland. Nach Informationen von Versicherungsmonitor und Süddeutscher Zeitung wird ein einheitliches operatives Führungsgremium eingeführt, das die Vorstandsaufgaben auch bei den Gesellschaften der Aachen Münchener ausfüllen soll. Außerdem prüft der Konzern, unter welcher Marke er künftig antritt – Generali, Aachen Münchener oder beide. Das gesamte Umbauprojekt hängt eng mit der Zukunft der Generali Leben zusammen.

DKV-Chef sieht gute Chancen für Zusatzpolicen

Die privaten Krankenversicherer können in Zukunft mit einem erheblichen Wachstumspotenzial in der Zusatzversicherung rechnen, schätzt Clemens Muth, Vorstandsvorsitzender der DKV. Die Weiterentwicklung des Segments erfordert aber Investitionen von Seiten der Unternehmen, gerade bei der Digitalisierung. Muth sieht auch Handlungsbedarf bei der Gestaltung der Policen. So ist es seiner Meinung nach nicht nötig, alle Krankenzusatzversicherungen mit Alterungsrückstellungen zu kalkulieren. Das mache die Verträge teurer und damit aus Sicht der Kunden nicht unbedingt attraktiv.

Ottonova macht die ersten Schritte

Die digitale Krankenversicherung ist offenbar vor allem für gut verdienende junge Männer attraktiv. Das zeigen die ersten Erfahrungen des Münchener Unternehmens Ottonova. Der Vorstandsvorsitzende Roman Rittweger (Bild) setzt darauf, dass die von Ottonova entwickelte App langfristig auch von anderen privaten Krankenversicherungen und genutzt wird. Auf mehr Kooperationen in der PKV hofft auch Axa-Vorstand Thilo Schumacher. Der Wettbewerb zwischen den Anbietern sei im Neugeschäft sinnvoll, nicht aber bei der Infrastruktur.

Ernteversicherung: Klimawandel erzeugt neue Risiken

Der Klimawandel sorgt dafür, dass extreme Wetterphänomene sich häufen. Das hat vor allem für Landwirte schwere Konsequenzen. Nur wenige sind gegen Stürme, Frost und Dürre versichert. Sie verlassen sich auf staatliche Sofort-Hilfen, die aber 2019 wegfallen werden. Versicherer haben begonnen sich auf die neuen Risiken einzustellen, und bieten mittlerweile sogar Dürre-Versicherungen in Deutschland an. Außerdem gibt es Gespräche über staatliche Subventionen und Private Public Partnerships.

Allianz zählt fast 32.000 Wildunfälle in 2016

Alle 17 Minuten stößt in Deutschland ein Wild mit einem bei der Allianz versicherten Fahrzeug zusammen. Insgesamt zählte der Versicherer 2016 fast 32.000 Wildunfälle, was einem Gesamtschaden von 71,44 Mio. Euro entspricht. Rehe sind dabei die häufigsten Unfallverursacher: Sie machen rund 80 Prozent aller Schadenfälle aus, danach folgen Wildschweine, Füchse und Hasen.

Friday rechnet kilometergenau

Die Berliner Baloise-Tochter Friday unter ihrem Chef Christoph Samwer bietet ab sofort Policen an, die pro Kilometer abgerechnet werden, aber kein Telematik-Tarif sind. Das Unternehmen setzt vor allem auf Fahranfänger und Zweiwagenfahrer. Seit März ist Friday bereits mit einer monatlich kündbaren Autoversicherung auf dem Markt. Ob das Produkt zieht, wird maßgeblich von den Marketingausgaben abhängen, die Friday aufwenden will. Der Konkurrenzkampf um die Autofahrer im Herbst wird heftig.

Neuer Vorstand für Häger

 Leute – Aktuelle Personalien  Der kleine Schaden- und Unfallversicherer Häger hat mit Marcus Dierschke einen neuen Vorstand. Der Versicherungsverein aus Ostwestfalen arbeitet ausschließlich mit Maklern zusammen und bietet vor allem Hausrat-, Wohngebäude- und Elementarschadendeckungen an. Außerdem: Der Industrieversicherer Liberty Specialty Markets vollzieht seinen Führungswechsel und der Kreditversicherer Euler Hermes ernennt zwei Regionalchefs für Asien.

Wido-Chef: GKV wäre kein Abstieg für Beamte

Wenn Beamtinnen und Beamte Mitglied in der gesetzlichen Krankenversicherung würden, muss das nicht automatisch eine schlechtere Versorgung für sie bedeuten, findet Klaus Jacobs, Geschäftsführer des Wissenschaftlichen Instituts der AOK. In weiten Bereichen orientierten sich die Beihilfestellen ohnehin schon am Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung. Bei der Arzneimittelversorgung stehen Beamte zum Teil sogar schlechter da als gesetzlich Versicherte, sagt er. Grundsätzlich wünscht sich Jacobs mehr Transparenz in der Beihilfe.

Allianz Leben hängt Konkurrenten ab

Die Allianz hat im ersten Halbjahr 2017 das Neugeschäft in der deutschen Lebensversicherung um satte 24 Prozent gesteigert. Damit baut der Marktführer seine Position weiter deutlich aus. In den Schaden- und Unfallsparten wirkten sich höhere Preise in der Kfz-Versicherung sowie ein wachsendes Firmengeschäft positiv aus. Der Gewinn der Allianz Deutschland stieg um knapp 5 Prozent auf 910 Mio. Euro.

Swiss Re: Weniger Naturkatastrophenschäden

Versicherer mussten im ersten Halbjahr weniger für Katastrophen zahlen. Die versicherten Schäden gingen laut vorläufigen Schätzungen des Rückversicherers Swiss Re im Vergleich zum Vorjahr von 36 Mrd. Dollar auf 23 Mrd. Dollar zurück. Auch die Zahl der gesamtwirtschaftlichen Katastrophenschäden war rückläufig. Die schwersten Ereignisse waren mehrere Gewitter in den USA. Die größte Naturkatastrophe außerhalb der USA war der Zyklon „Debbie“, der im März auf Australien traf.

PKV-Plattform nimmt Gestalt an

Dem Aufbau einer gemeinsamen digitalen Plattform von privaten Krankenversicherern (PKV) steht nichts mehr im Wege. Das Bundeskartellamt hat der Beteiligung der Debeka und der Versicherungskammer Bayern (VKB) an MGS Meine Gesundheit-Services GmbH zugestimmt – einem Joint Venture des Versicherers Axa und des Software-Unternehmens Compugroup Medical. Die Plattform „Meine Gesundheit“ dient der Vernetzung von Privatpatienten, Versicherern, Ärzten und anderen Leistungserbringern. Mit Axa, Debeka und VKB steht sie künftig 3,5 Millionen Vollversicherten offen. Die Krankenversicherer hoffen auf die Beteiligung weiterer PKV-Unternehmen.

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