Der Investmentmanager Twelve Capital und die Finanzplattform Lumyna Investments, die beide zur Generali gehören, haben gemeinsam mit dem Industrieversicherer Generali Global Corporate & Commercial und dem Assekuradeur Descartes Underwriting einen ILS-Fonds aufgesetzt. Er soll Kapitalanlegern Zugang zu einem Portfolio aus Katastrophenanleihen und anderen verbrieften Naturgefahren bieten. Der neue Fonds verspricht ihnen eine bessere Diversifikation und eine höhere Rendite. Zudem erhofft sich Generali, den Einsatz parametrischer Lösungen im Bereich der Naturkatastrophenversicherung zu erweitern.
Versicherer
Digitalversicherer Friday öffnet IT-Plattform
Der Digitalversicherer Friday, dessen Kundenportfolio die Baloise im Oktober 2024 an die Allianz Direct verkauft hat, öffnet seine IT-Plattform für Drittanbieter. Die auf die Anforderungen des europäischen Versicherungsmarktes zugeschnittene Plattform ermögliche eine Markteinführung von Versicherungsprodukten innerhalb weniger Monate, heißt es in einer Unternehmensmitteilung.
PKV-Ombudsmann hatte 2024 viel zu tun
Beim Ombudsmann für die private Krankenversicherung (PKV) sind im vergangenen Jahr deutlich mehr Beschwerden eingegangen als im Jahr 2023 und im langjährigen Durchschnitt. Der Zuwachs betraf alle Themengebiete, mit denen die Schlichtungsstelle zu tun hat. Ein Grund für die höhere Zahl an Beschwerden könnte der deutliche Anstieg der Leistungsfälle in der PKV sein. Einen Sondereffekt gab es in der Pflegepflichtversicherung.
US-Feuer: Wiederaufbau mit Versicherern und Spenden
Exklusiv Die Brände rund um Los Angeles sind endlich eingedämmt. Nun beginnen die Aufräumarbeiten. Sie dürften, ebenso wie die Löscharbeiten, aufwendig und schwierig werden. Das Schadenausmaß ist für Versicherer noch nicht abzusehen, ausgezahlt wurden bisher etwas mehr als 4 Mrd. Dollar (3,9 Mrd. Euro). Klar ist aber bereits, dass Schadenzahlungen allein nicht reichen werden, Spenden sind nötig. Daran beteiligen sich auch die Versicherer.
Florian Sallmann wird Interrisk-Chef
Leute – Aktuelle Personalien Florian Sallmann hat zum 1. Februar 2025 bei der deutschen VIG-Tochter Interrisk die Nachfolge des langjährigen Vorstandsvorsitzenden Roman Theisen angetreten. Der 49-Jährige, der viele Jahre für den Generali-Konzern gearbeitet hatte, war im vergangenen Oktober zu der Wiesbadener Gesellschaft gewechselt. Personelle Neuigkeiten gibt es auch beim Ecclesia-Industriemakler Deas, dem privaten Krankenversicherer Hallesche, dem Finanzvertrieb MLP sowie dem Vermittlerverband BVK.
Unicredit steigt bei Generali ein
Die italienische Bank Unicredit hat den Erwerb von 4,1 Prozent am Versicherer Generali bestätigt und gleichzeitig erklärt, dass es sich um ein rein finanzielles Investment handele, nicht um eine strategische Beteiligung. Das Verhalten der Mailänder Bank beim noch laufenden Übernahmeversuch der Commerzbank hat aber gezeigt, dass solche Aussagen eine geringe Halbwertzeit haben können. In jedem Fall stärkt der Kauf die Position der Unicredit gegenüber anderen prominenten Generali-Aktionären, die sich ebenfalls in der italienischen Bankenwelt tummeln.
Hanse Merkur bündelt Vertrieb der Asset-Manager
Die Hanse Merkur will in der Vermögensverwaltung wachsen. Dazu gründet sie eine Vertriebsgesellschaft, die Hanse Merkur Capital. Der Vertrieb der Immobilien-Investment-Tochter Hanse Merkur Grundvermögen und des Fondsverwalters Hanse Merkur Trust liegen damit nun in einer Hand. Die Geschäftsführung setzt sich aus Managern beider Häuser zusammen.
Versicherer müssen an sich arbeiten
Die Versicherungsbranche gilt als langsam und bürokratisch. Damit sollten sich die Anbieter nicht abfinden, forderten Expertinnen beim Versicherungstag der Süddeutschen Zeitung auf Schloss Bensberg. Die Versicherer müssen schneller werden und sollten nicht auf ihre Komplexität stolz sein, sagte Allianz-Vorständin Lucie Bakker (Bild). Im Bewerbungsgespräch mit den heiß umworbenen Nachwuchskräften sollten die Unternehmen zudem nicht ständig über ihr schlechtes Image reden, findet Ergo-Vorständin Lena Lindemann.
Verbraucherzentrale gewinnt gegen Allianz Leben
Eine Klausel, durch die die Allianz Leben den Rentenfaktor bei fondsgebundenen Policen unter bestimmten Voraussetzungen senken kann, ist ungültig. Das hat das Oberlandesgericht Stuttgart entschieden. Geklagt hatte die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg. In erster Instanz hatten die Verbraucherschützer noch verloren. Nun entschieden die Richter, dass die Klausel dem Versicherer einseitig zugutekomme.
Gesucht: Mehr Betriebsrenten
Die Ampel-Regierung hatte sich die Stärkung der betrieblichen Altersversorgung vorgenommen und dafür bereits einen Gesetzentwurf vorgelegt. Mit dem Ausscheiden der FDP aus der Koalition ist das Vorhaben aber gescheitert. Angesichts der stockenden Verbreitung von Betriebsrenten braucht es dringend einen neuen Anlauf, waren sich Experten auf einer Fachveranstaltung in Berlin einig. Große Hoffnungen liegen dabei auf der reinen Beitragszusage.
Eiopa: Präzisere Risikodarstellung für NatCat
Aufgrund häufigerer Naturkatastrophen infolge des Klimawandels sieht die europäische Versicherungsaufsicht Eiopa Anpassungsbedarf bei den Risikofaktoren für Naturkatastrophen. Sie hat der EU-Kommission eine entsprechende Empfehlung zur Kalibrierung der Standardformel der Versicherer vorgelegt. Ziel ist es, Naturkatastrophenrisiken in dieser Formel zur Berechnung der Eigenkapitalanforderungen unter Solvency II adäquat abzubilden.










