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Allianz Trade: Sorgen der deutschen Exporteure steigen

Deutsche Exporteure machen sich deutlich mehr Sorgen über geopolitische Risiken und Protektionismus als Unternehmen in anderen Ländern, hat der Kreditversicherer Allianz Trade in einer aktuellen Befragung herausgefunden. Laut Allianz Trade erwartet rund jede vierte befragte deutsche Firma eine schlechtere Zahlungsmoral und Zahlungsausfälle. Der Kreditversicherer hat trotz der schlechteren Lage seine Deckungspolitik bislang noch nicht verschärft.

Allianz-Aktie auf Talfahrt

Nach einem langen erfolgreichen Lauf hat die Allianz-Aktie in den vergangenen zwei Wochen 8 Prozent verloren, während der Dax um 3,5 Prozent zulegte. Aktuell steht das Papier bei 346,70 Euro. Am Dienstag geriet es erneut unter Druck, nachdem die Investmentbank Goldman Sachs ihre Einschätzung der Aktie von „Kaufen“ auf „Neutral“ abgesenkt hatte. Die Analysten von Berenberg sehen dagegen noch viel Potenzial und bleiben bei ihrer Kaufempfehlung.

Convista holt Ex-MSG-Vorstand Rolf Kranz

 Leute – Aktuelle Personalien  Das IT-Beratungshaus Convista verstärkt seinen Vorstand mit dem früheren MSG-Manager Rolf Kranz. HDI Global hat einen Vertriebschef für seine internationalen Programme und den Bereich Captives ernannt. Personelle Neuigkeiten gibt es auch im Aufsichtsrat der Nürnberger, beim Film- und Entertainment-Assekuradeur SRC, an der Spitze des Vereins Ehrbarer Versicherungskaufleute sowie im Verwaltungsrat der Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder.

Diversität ist mehr als ein Trend

 Exklusiv  Diversität soll bei der Versicherungskammer Bayern ein fester und gelebter Bestandteil der Unternehmenskultur sein. Im Vorfeld des Diversity-Tages am 27. Mai sprechen Katharina Jessel, Vorständin Vertrieb/Marketing und Diversity-Verantwortliche, sowie Christiane Böggemann, Leiterin des Competence Centers Working Environment, im Interview mit dem Versicherungsmonitor über flexible Arbeitsmodelle, geteilte Führung und gesellschaftliche Verantwortung.

Embedded Insurance: Hype oder echte Chance?

In einigen Bereichen wie der Reiseversicherung ist der Zuspruch für Embedded Insurance-Policen von Käufern groß, allerdings spielt die Marke des Versicherers dabei eine Rolle. Das ist das Ergebnis einer Studie des Insurlab Germany mit der Universität St. Gallen und dem Berater Crossconsulting. Sie haben untersucht, ob das Konzept der Embedded Insurance nur ein kurzfristiger Trend ist oder echtes Vertriebspotenzial besitzt. Insgesamt könnte das Konzept ein Game Changer für den Vertrieb sein, glauben die Autorinnen und Autoren.

Provinzial begrüßt Rückversicherungslösung

Die im Koalitionsvertrag vorgesehene Rückversicherungslösung für eine Elementarpflichtversicherung wäre nach Ansicht des Provinzial-Konzerns Voraussetzung für bezahlbare Prämien und kalkulierbare Risiken auf Anbieterseite. Der öffentliche Versicherer spricht sich erneut für das Opt-out-Modell aus, das die neue Regierung dabei prüfen will. Im vergangenen Geschäftsjahr profitierte die Provinzial von einer moderaten Schadenbelastung und Beitragszuwächsen – nicht nur im Schaden- und Unfallgeschäft, sondern auch wieder in der Lebensversicherung. Auch der Gewinn legte zu.

VIG will Marktführer in Moldau werden

Der österreichische Versicherer VIG will in Moldau Marktführer werden und hat deshalb ein Übernahmeangebot für den Versicherer Moldasig gemacht. Das Angebot gilt für 80 Prozent der Gesellschaft, Verkäufer ist der Staat Moldau. VIG ist ein guter Kandidat, denn der Versicherer ist bereits im Markt aktiv. Mit dem Verkauf an internationale Investoren will die Regierung die lokale Wirtschaft ankurbeln.

KI-Verordnung der EU: Viel Arbeit und viel Unsicherheit

 Dossier – KI in der Praxis  Es ist selten, dass Versicherer sich über eine neue Regulierung freuen. Den EU-AI-Act aber begrüßen viele. Die Verordnung zwingt sie, sich einen Überblick über KI-Anwendungen im Unternehmen zu verschaffen. Sie müssen deren Risiko bewerten und eine Strategie zum Umgang mit ihnen entwickeln. Viele Fragen sind aber noch offen. So auch die, ob die Regulierung ein Wettbewerbsnachteil ist. Denn derzeit reglementiert kein anderer Wirtschaftsraum den Einsatz von KI so stark wie die Europäische Union.

Wie sich Versicherer bei Cyberschäden strafbar machen

Bei Ransomwareangriffen können sich auch die Opfer und deren Versicherer strafbar machen. Das mag dem Gerechtigkeitssinn womöglich widersprechen, ist aber wegen einer ungenauen Rechtslage doch möglich, sagte Oberstaatsanwältin Miriam Margerie bei einer Fachveranstaltung in Köln. Ihrer Meinung nach sollten sich Versicherer der Gefahr bewusst sein – und selbst eine größere Rolle in der Verhinderung von Cyberkriminalität spielen.

Swiss Re: Viele Probleme, mehr Gewinn

Trotz eines turbulenten Jahresauftakts konnte der Rückversicherer Swiss Re seinen Konzernüberschuss im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres steigern und damit die Erwartungen der Analysten übertreffen. Allerdings musste die Gruppe im versicherungstechnischen Ergebnis Rückgänge hinnehmen. Auch die Nachreservierung im US-Haftpflichtgeschäft wirkt noch nach. Laut Swiss Re ist die Gewinnsteigerung auf die disziplinierte Zeichnungspolitik, günstige Investitions- und Steuereffekte sowie höhere Kapitalerträge zurückzuführen.

Delvag deutlich profitabler

Die Delvag, der konzerneigene Versicherer der Lufthansa-Gruppe, hat im vergangenen Jahr von einem günstigeren Schadenverlauf profitiert und konnte seine Schaden- und Kostenquote wieder deutlich unter 100 Prozent bringen. Den Großteil des Gewinns steuerte die Vermittlertochter Albatros bei. Von dem 2023 erwogenen Verkauf ihrer Versicherungstöchter hat sich die Lufthansa inzwischen wieder verabschiedet.

Nürnberger Brotsuppe

 Herbert Frommes Kolumne  Die Nürnberger Versicherung serviert ihren Aktionären dünne Kost. Die Dividende für das Jahr 2024 beträgt lediglich 14 Cent, im Vorjahr waren es noch 3,50 Euro. In der Schadenversicherung erwartet die Gesellschaft zwei weitere Verlustjahre. Dennoch erhielt der Vorstand bei der Hauptversammlung am 14. Mai 2025 starke Unterstützung durch die Aktionäre. Ein wichtiger Grund: Er redet offenbar auch mit möglichen Kandidaten für eine Fusion oder einen Verkauf.

Mobilitätverhalten ändert sich nur schleppend

Die Kfz-Versicherer müssen sich darauf einstellen, dass ihr Geschäft künftig nicht mehr in dem Maße wächst wie in den vergangenen Jahrzehnten. Weil die Mobilitätswende aber nur langsam voranschreitet, sind drastische Veränderungen zumindest bislang ausgeblieben. Grund zur Entwarnung ist das aber nicht – das wurde bei einer Fachveranstaltung der Hannover Rück-Tochter E+S deutlich.

Das sind die Schwerpunkte der Versicherungsaufsicht

Die Finanzaufsicht BaFin will bei Versicherern in diesem Jahr auf vier Bereiche ein besonders scharfes Auge werfen: Risiken alternativer Kapitalanlagen, künstliche Intelligenz, das Wohlverhalten und den Bürokratieabbau. Das betonte Versicherungsaufseherin Julia Wiens auf einer Veranstaltung in Düsseldorf. Geopolitische Unruhen spielen dabei zwar eine wichtige Rolle, stellen aus Sicht der BaFin aber kein eigenständiges Risiko dar.

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