BSV: OLG Stuttgart weist Gastronomen-Klagen ab

Nach dem Oberlandesgericht (OLG) Hamm hat sich ein weiteres Gericht der zweiten Instanz mit dem Streit um Betriebsschließungspolicen (BSV) befasst. Das Oberlandesgericht Stuttgart hat zwei Klagen von Gastronomen aus Baden-Württemberg abgewiesen, die Ansprüche gegen ihre Versicherer aufgrund der Schließung ihrer Betriebe im ersten Corona-Lockdown geltend machen wollten. Auch die Richter in Hamm hatten zugunsten der Versicherer entschieden. Unterdessen hat die Kanzlei Wilhelm Rechtsanwälte eine Kooperation mit einem britischen Prozessfinanzierer geschlossen, um auch Gastronomen eine Klage zu ermöglichen, die es sich … Lesen Sie mehr ›

Armon: „Die Zeit des Bauchladens ist vorbei“

 Exklusiv  Im Streit zwischen Gastronomen und Versicherern um Leistungen aus Betriebsschließungspolicen sind bisher sehr unterschiedliche Urteile gefallen. Während sich Wirte mit Versicherungsbedingungen, die einen dynamischen Verweis auf das Infektionsschutzgesetz enthalten, oft durchsetzen konnten, gleicht der Gang vor Gericht mit statischen Listen von Infektionskrankheiten einem Glücksspiel, so Anwalt Mark Wilhelm. Das könnte langfristig auch zum Problem für Makler werden, die den Wirten diese Policen vermittelt haben, glaubt Branchenkenner Marcel Armon (Bild). Die wichtigste Lehre aus der Corona-Krise für Vermittler aus … Lesen Sie mehr ›

Betriebsschließung: Guter Rat von der VKB

Der zweite Monat von Betriebsschließungen in der Gastronomie wegen der Corona-Pandemie trifft viel weniger Versicherer als die erste Runde aus dem März. Schließlich decken die meisten Policen höchstens 30 Tage ab. Auch wenn sich Wirte und Versicherer deshalb vor Gericht treffen, stellen nur wenige Ansprüche für den November. Doch in einigen Fällen sind längere Zeiträume verabredet. Der Münchener Wirt Gerhard Rieder hat das getan und liegt wieder mit der Versicherungskammer Bayern über Kreuz. Besonders ärgert den Wirt, dass der Versicherer … Lesen Sie mehr ›

GDV: Gesetz entlastet BSV-Versicherer

 Exklusiv  Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) empfiehlt seinen Mitgliedsunternehmen, Schadenmeldungen von Krankenhäusern unter Betriebsschließungspolicen neu zu prüfen. Denn der Bundestag hat das Krankenhauszukunftsgesetz beschlossen, das Krankenhäusern finanzielle Hilfen für Ausfälle durch Covid-19 durch Kassen und Privatversicherer gewährt. Darauf könnten die BSV-Versicherer verweisen, so der GDV. Anwälte halten pauschale Aussagen zu dieser Frage für „schwer nachvollziehbar“. … Lesen Sie mehr ›

„Konstruktionsfehler“ Betriebsschließungspolice

 The Long View – Der Hintergrund  Die Betriebsschließungsversicherung (BSV) ist zum Musterbeispiel misslungener Produktgestaltung und mangelhafter Kommunikation der Versicherer geworden. Die Lösung für die Sparte kann nur ein radikaler Neuanfang sein. Die Frage, ob das gelingt, entscheidet auch darüber, ob in Zukunft ganze Branchen für viele Versicherer verloren sind. Die Anbieter, die am schnellsten eine transparente Betriebsschließungspolice auf den Markt bringen, haben gute Chancen, für zehntausende kleine und mittelständische Betriebe das gesamte Versicherungsportfolio zu stellen. … Lesen Sie mehr ›

Anwalt Wilhelm wirft Allianz Beratungsfehler vor

Die Düsseldorfer Kanzlei Wilhelm wirft der Allianz vor, ihre Kunden nicht ausreichend über Pandemie-Risiken aufgeklärt zu haben. Der Versicherer habe die Bedingungen der Betriebsschließungspolicen intransparent formuliert und nicht auf Deckungslücken hingewiesen. Auch Allianz-Vertreter sollen nicht gewusst haben, dass die Policen ihrer Kunden bei der Corona-Pandemie nicht greifen, argumentieren die Anwälte. … Lesen Sie mehr ›

Haftpflichtkasse bessert nach

Der Versicherer Haftpflichtkasse, früher Haftpflichtkasse Darmstadt, hat seine Kulanzregelung für Betriebe mit Betriebsschließungspolicen etwas erweitert. Für Hotels und Gaststätten – hier eine Eckkneipe in Köln – gibt es jetzt mehr Geld, teilte Vorstand Torsten Wetzel mit. Der Versicherer steht heftig in der Kritik. Betroffene Kunden, Anwälte und Makler werfen ihm vor, zu Beginn der Corona-Epidemie die Zusage gemacht zu haben, der Schaden sei gedeckt. Inzwischen will der Versicherer davon nichts mehr wissen. … Lesen Sie mehr ›

Betriebsschließung: Der Streit geht weiter

 Exklusiv  Weitere Versicherer haben sich dem in Bayern gefundenen Kompromiss zur Betriebsschließungsversicherung angeschlossen, unter ihnen Axa, R+V und Württembergische. Der HDI, der ohnehin bei Corona-Schäden zahlen will, bietet seinen Kunden ebenfalls die Bayern-Lösung an, wenn sie – wie viele Hotels – nicht aufgrund behördlicher Anordnungen geschlossen wurden. Aber nicht bei allen Kunden und Maklern stößt die Vereinbarung auf Gegenliebe. Auch die Anwälte rühren sich schon wieder und rechnen vor, dass die Kunden schlecht wegkommen. … Lesen Sie mehr ›

Covid-19-Streit: Anwälte bringen sich in Stellung

Rechtsanwalt Mark Wilhelm aus Düsseldorf wirbt per Video auf WhatsApp um Mandanten, die Kanzlei Wirth aus Berlin mit einer Pressemitteilung. Es geht um die Betriebsschließungsversicherung wegen des Corona-Virus. Beide Anwälte sind der Ansicht, dass die Ablehnung der Deckung durch eine Reihe von Versicherern oftmals nicht gerechtfertigt ist. Wilhelm bietet etwas Besonderes: Seine Kanzlei prüft die Fälle kostenlos – wenn Versicherungsschutz vorliegt, vertritt er die Betroffenen gegen eine Erfolgsbeteiligung. … Lesen Sie mehr ›

Streit um Corona und ausgefallene Veranstaltungen

Veranstaltungsversicherer fürchten, dass der Ausbruch des Corona-Virus ihnen einen saftigen Kumulschaden bescheren könnte, wenn zu viele Events abgesagt werden. Mit der Leipziger Buchmesse wurde aktuell eine der prominentesten und meistbesuchten Veranstaltungen in Deutschland abgesagt. Eine Reihe von Versicherern versucht jetzt, Corona-Risiken aus den Policen auszuschließen – auch aus bestehenden Verträgen. Die Kanzlei Wilhelm Rechtsanwälte hält das Vorgehen für illegal, die Axa verteidigt es. … Lesen Sie mehr ›

Unternehmen bestrafen – Manager treffen?

 The Long View – Der Hintergrund  Mit dem Entwurf eines Verbandssanktionengesetzes will das Bundesjustizministerium Unternehmen für Straftaten ihrer Angestellten zur Rechenschaft ziehen. Bußgelder von bis zu zehn Prozent des Jahresumsatzes sollen künftig möglich sein. Da die Möglichkeit, Entscheidungsträger dafür in Regress zu nehmen, nicht ausgeschlossen ist, kommen neue Haftungsrisiken auf Manager und ihre D&O-Versicherer zu. … Lesen Sie mehr ›