Der Run-off-Spezialist Viridium hat neue Eigentümer – der Knoten, der für eine jahrelange Flaute auf dem deutschen Run-off-Markt gesorgt hat, ist damit geplatzt. Dennoch könnte sich die Zahl der Deals in den kommenden Monaten aus verschiedenen Gründen in Grenzen halten, wurde bei der Run-off-Konferenz der SZ deutlich. Die Zukunftsaussichten für die Lebensversicherer, die unter alten IT-Systemen, schwachem Neugeschäft und steigenden regulatorische Anforderungen leiden, werden jedoch nicht besser.
Archiv ‘Afida’
Dresig: Lebensversicherer sollten Rückstellungen für IT-Modernisierung bilden
Die deutschen Lebensversicherer sollten Rückstellungen für die IT-Modernisierung bilden, die insbesondere kleinere Anbieter vor riesige finanzielle Herausforderungen stellt, forderte Tilo Dresig, Chef des Abwicklers Viridium, bei der Run-off-Konferenz der SZ. Das Verwaltungskosten-Problem in der von schrumpfenden Beständen geprägten Sparte verschärft sich zunehmend. An einer Ablösung alter Systeme führt aufgrund der hohen Betriebskosten kein Weg vorbei, betonte Provinzial-Vorstand Rainer Sommer.
Wittholt: Bei Run-off weniger aufs Individuum schauen
Komplexität und Dauer der Migration von Versicherungsbeständen haben maßgeblich damit zu tun, dass dabei kein einzelner Kunde schlechter, aber auch nicht besser gestellt werden darf. Der frühere Ergo-Manager Frank Wittholt, heute für die Lebensversicherungsplattform Afida von Adesso tätig, wünscht sich von der Aufsicht eine Abkehr von diesem auf „Cent-Genauigkeit“ ausgelegten Prinzip. Der Fokus sollte stärker auf dem Kollektiv liegen, forderte er bei der Run-off-Konferenz der Süddeutschen Zeitung in Hamburg.
Von Ameln verlässt Adesso
Leute – Aktuelle Personalien Der Softwareanbieter Adesso trennt sich von Oliver von Ameln, Chef der Versicherungssparte Adesso Insurance Solutions. Nachfolger wird ein alter Bekannter vieler Versicherer: Andreas Nolte ist ab Januar Sprecher der Geschäftsführung. Er war lange CIO der Allianz und ist seit Januar 2023 bei Adesso, bislang als Chef der Run-off-Tochter Afido. Personelle Neuigkeiten gibt es auch bei Wefox, Aon und der Baloise.
Afida-Plattform migriert Generali Pensionskasse
Der Abwicklungsspezialist Frankfurter Leben überträgt aktuell rund eine halbe Million Verträge von der gescheiterten Allianz-Tochter Syncier auf die IT-Plattform von Afida. Jetzt übernimmt die Adesso-Tochter auch die Migration der rund 150.000 Verträge der Generali Pensionskasse, die der Versicherer bei der Frankfurter Leben in den externen Run-off gegeben hat. Für den Afida-Vertriebschef und früheren Ergo-Vorstand Frank Wittholt sind das gute Nachrichten – und ebenso für den früheren Syncier-Manager Andreas Nolte, der inzwischen Geschäftsführer von Afida ist.
Lohrmanns Verunsicherung: In der Run-off-Apotheke
An dieser Stelle nimmt sich unser Zeichner Konrad Lohrmann jeden Freitag ein Thema aus der Branche vor. Heute: Bei Risiken und Nebenwirkung der Abwicklung fragen Sie Ihren Aufseher.
Adesso: „Beim Run-off legen wir gerade erst los“
Exklusiv Der Trend zur Abwicklung von Beständen in der Lebensversicherung wird so schnell nicht zum Erliegen kommen. Der Run-off-Markt wird weiter zulegen, auch für Bestandsübertragungen auf Dienstleister. Davon zeigt sich Michael Kenfenheuer überzeugt, Vorstandschef des Softwareanbieters Adesso. Im Interview mit dem Versicherungsmonitor erklärt er, warum Adesso über seine neue Abwicklungsplattform Afida davon profitieren kann.
Immobilien und Run-off
Was die Woche bringt An dieser Stelle nehmen wir die Themen der kommenden Woche in den Blick und stellen wichtige Branchentermine vor. Dieses Mal: EY-Analyse zu Immobilienanlagen der Versicherer und Run-off.
Adesso wird Abwickler, Axa verkauft an Athora
Viel Bewegung bei der Abwicklung von Lebensbeständen: Der Softwareanbieter Adesso bietet eine eigene Abwicklungsplattform und hat auch schon einen Kunden gefunden. Die Frankfurter Leben, die eigentlich mit der Allianz-Tochter Syncier zusammengearbeitet hat, braucht einen neuen Anbieter, nachdem die Allianz-Führung das Geschäftsmodell der Syncier eingestampft hat. In einer separaten Entwicklung deutet sich an, dass Athora einen Altbestand der Axa Deutschland kauft. Dafür braucht Athora auch Hilfe bei der IT. Ein möglicher Dienstleister wäre Thipara, die Tochter von Ergo und IBM.








