Archiv ‘Amazon’

Amazon rekrutiert für „disruptive Versicherung“

Der Online-Händler Amazon will mit einem eigenen Versicherungsangebot antreten, mit dem Kunden EU-weit Produkte und Dienstleistungen aus dem Konzern absichern können. Dafür sucht das Unternehmen in London in Stellenanzeigen Versicherungsprofis, wenn möglich mit Sprachkenntnissen in Deutsch, Französisch oder Spanisch. Die neue Einheit werde zusammen mit internen und externen Partnern die Produktversicherung neu definieren und disruptiv dieses Geschäft verändern, heißt es in der Arbeitsplatzbeschreibung. Der Konzern hat hohe Wachstumsziele für die Versicherung. Britische Experten glauben, dass dies der erste Schritt für den Eintritt auch in andere, nicht direkt produktbezogene Versicherungen ist. … Lesen Sie mehr ›

Herbert Fromme

Die disruptiven Drohnen

 Herbert Frommes Kolumne  Nach den Hurrikans „Harvey“, „Irma“ und „Maria“ setzen zahlreiche US-Versicherer Drohnen zur Schadenabwicklung ein, gekoppelt mit Verfahren der künstlichen Intelligenz zur Bildauswertung. Andere sind noch skeptisch und verlassen sich eher auf die Besuche von Schadenschätzern bei Betroffenen. Dennoch: Die Experten sind sich einig, dass die Hurrikan-Saison 2017 den Durchbruch für die Drohnen-Nutzung bei Naturkatastrophenschäden in den USA gebracht hat. Auch andere Techniken stehen kurz vor dem Siegeszug. Dazu gehören Sensoren, die Gesichtserkennung und Blockchain-Anwendungen. Wer glaubt, die Branche könne sich ohne Disruption leise digitalisieren, sieht sich getäuscht. … Lesen Sie mehr ›

Herbert Fromme

Amazon vor der Tür, Google schon durch

 Herbert Frommes Kolumne  Eine der wichtigsten Meldungen der vergangenen Tage war die Nachricht aus London, dass Amazon Profis aus dem Versicherungsbereich suchen soll, um europaweit in das Geschäftsfeld einzusteigen. Bislang hat der Versandhändler das nicht bestätigt. Doch ein solcher Schritt macht aus Sicht von Amazon Sinn, das Unternehmen kann seine Marktmacht auch im Bereich Assekuranz einsetzen. Viele Versicherer fühlen sich seit den gescheiterten Versuchen von Google, in der Kfz-Versicherung Fuß zu fassen, sicher vor Angriffen der Internet-Giganten. Das ist ein Irrtum. Amazon kommt, Google ist schon da. … Lesen Sie mehr ›

Den digitalen Kunden gibt es nicht

Sowohl Versicherer als auch Insurtechs suchen nach Strategien, wie sie digitale Lösungen am besten mit den für Kunden nach wie vor wichtigen persönlichen Dienstleistungen unter einen Hut bringen können. Das wurde auf der Konferenz Digisurance des Softwareunternehmens Flexperto und des Allianz-Accelerators Allianz X deutlich. Auch Start-ups wie dem digitalen Komposit-Versicherer Flypper ist inzwischen klar, dass sie nicht von der Fiktion eines komplett digitalen Kunden ausgehen können. … Lesen Sie mehr ›

Herbert Fromme

Die Gegner der Digitalisierung haben Unrecht

 Herbert Frommes Kolumne  Inzwischen werden kritische Stimmen laut über den Digitalisierungshype. Warum gibt es eigentlich eine Debatte über Kundenzentriertheit und Kundenschnittstelle? Haben sich die Versicherer nicht seit Jahrzehnten um ihre Kunden gekümmert, vor allem in der Gestalt von Vertretern? Und zeigen nicht alle Umfragen, dass die Mehrheit der bestehenden Kunden mit den Vertretern (und Versicherern) ganz zufrieden ist? Doch das hindert Gesellschaften nicht daran, ihre gesamten Organisationen umzukrempeln und die Kundenzentriertheit zum neuen Mantra zu machen. Irgendetwas ist gewaltig schief gelaufen. … Lesen Sie mehr ›

Herbert Fromme

Google und Facebook ernst nehmen

 Herbert Frommes Kolumne  Noch ist unklar, wie der digitale Umbau der Versicherungswirtschaft ablaufen wird. Werden die traditionellen Anbieter es schaffen, sich so zu verändern, dass sie die neuen Kundenbedürfnisse befriedigen und die aktuellen Techniken meistern werden? Oder werden die Insurtechs die Gewinner sein, möglicherweise in Zusammenarbeit mit Rückversicherern oder traditionellen Gesellschaften? Darüber gibt es eine sinnvolle Debatte in der Branche, die mehrheitlich an die Reformfähigkeit der jetzt aktiven Anbieter und nicht an die Start-ups glaubt. Die Internet-Giganten wie Google spielen in dieser Diskussion kaum noch eine Rolle. Die meisten Manager glauben, dass sie nicht zu den großen Disruptoren werden. […] … Lesen Sie mehr ›

DFV will mit Hausrat wachsen

Die DFV Deutsche Familienversicherung expandiert in Geschäftsfelder außerhalb der Kernsparten Krankenzusatz und Pflege. Das Unternehmen will in der Schadenversicherung stark wachsen, vor allem mit Hausrat- und Unfallpolicen. Das erläuterte Unternehmenschef Stefan Knoll aus Anlass des zehnjährigen Jubiläums. Knoll verteidigte die hohen Kostenquoten seines Unternehmens und zeigte sich äußerst selbstbewusst im Vergleich mit der Konkurrenz. Die Pflegeversicherung der Allianz sei deutlich schlechter als die der DFV. Demnächst können Kunden auch per Sprachcomputer Alexa mit der DFV Kontakt aufnehmen. … Lesen Sie mehr ›

Lloyd’s deckt Police für US-Amazon-Händler

Der amerikanische Versicherer Insuratech reagiert auf die zunehmende Zahl der Online-Händler. In Zusammenarbeit mit Lloyd’s of London bietet er eine Police an, die Amazon-Händler gegen Einkommensausfälle absichert, wenn ihr Profil gesperrt wird. Bisher gibt es die Versicherung nur in den USA. Das Unternehmen will jedoch das Angebot auch nach Australien, Kanada und Europa bringen. In Großbritannien gibt es bereits Gespräche mit potenziellen Partnern, sagt Insuratech-Chef Tim Craig. … Lesen Sie mehr ›

Herbert Fromme

Angriff von oben

 Herbert Frommes Kolumne  Bislang ist nicht entschieden, wie die digitale Umwälzung der Versicherungsbranche weiter abläuft. Es gibt nach wie vor die Möglichkeit, dass geniale Start-ups mit cleveren digitalen Angeboten den Rest des Marktes aushebeln. Google, Facebook und Amazon werden zurecht als künftige Angreifer genannt. Ganz aktuell ist der Trend, dass die großen Versicherer mit Hilfe der Digitalisierung die Marktbereinigung endlich voranbringen wollen. Der Angriff auf die kleinen und mittelgroßen Gesellschaften kommt bislang kaum von außen, sondern von den Marktführern. Aber die Kleinen können sich wehren. … Lesen Sie mehr ›

Wer hat Angst vor der Killer-App?

Statt einer Vielzahl an Apps wird es in einigen Jahren nur noch eine dominante Anwendung geben, die alle Lebensbereiche abdeckt, prophezeit Julian Teicke, Chef des Insurtechs Financefox, auf einer Konferenz der Süddeutschen Zeitung in Köln. Auf diesem Marktplatz werden künftig auch Versicherungen gehandelt, glaubt er. Für die Versicherer sind das keine guten Nachrichten, denn dadurch würden sie den direkten Kontakt zum Kunden vollends verlieren. Allerdings bleibt ihnen noch genug Zeit zum Gegensteuern, glaubt Teicke. … Lesen Sie mehr ›

Geräteschutz für Online-Händler

 Digitale Trends 2017  Ergo Direkt will mit Online-Händlern ins Geschäft kommen. Der Direktversicherer hat ein Modul für Web-Shops entwickelt, über das sich Versicherungen für Elektro-Geräte abschließen lassen. Käufer können das Smartphone oder den Fernseher gegen Schäden absichern oder die Garantie verlängern. Für die Händler sind die Integration und der Betrieb kostenlos, sie profitieren bei einem Abschluss in Form einer Provision. … Lesen Sie mehr ›

Die Allianz sucht die digitale Schnellstraße

Im Schnellverfahren arbeiten 13 Teams der Allianz Deutschland zusammen mit externen Experten an Apps und Programmen. Das Projekt ist ehrgeizig: Mit ihm will der Konzern schnell auf Augenhöhe mit Start-ups und anderen digitalen Anbietern kommen. Nach drei Wochen werden Ergebnisse getestet, nach nur 100 Tagen soll eine Anwendung lauffähig sein. Partner bei der „agilen Softwareentwicklung“ ist das US-Unternehmen Pivotal, gearbeitet wird in „Garagen“. … Lesen Sie mehr ›

Lebensversicherung: 4 Mrd. Euro Prämienverlust droht

Die Versicherungsbranche muss bis zum Jahr 2025 mit harten Einschnitten rechnen. Während die Prämieneinnahmen in der Schaden- und Unfallversicherung nur leicht zulegen, könnte das Beitragsvolumen in der Lebensversicherung im schlimmsten Fall um bis zu 4 Mrd. Euro sinken. Von den rund 245.000 Vermittlern werden rund 100.000 aus dem Markt ausscheiden. Davon geht die Unternehmensberatung Oliver Wyman in einer aktuellen Studie aus. Viele Versicherer müssen sich demnach neu aufstellen, wenn sie in Zukunft zu den Gewinnern gehören wollen. … Lesen Sie mehr ›

Amazon wechselt Garantieversicherer

Der Online-Versandhändler Amazon hat sich einen neuen Risikoträger bei seinen Garantieversicherungen für Elektrogeräte gesucht. Kooperierte das Unternehmen früher mit der Munich Re-Tochter Ergo, ist jetzt die zur Warranty Group gehörende London General Insurance Company der Versicherungspartner. Kunden können mit einem Abschluss die gesetzliche zweijährige Herstellergarantie von Fernsehern, Waschmaschinen und anderen Produkten um bis zu drei Jahre verlängern. Handys und Fotokameras lassen sich zusätzlich gegen Diebstahl absichern. Verbraucherschützer sehen solche Angebote kritisch. … Lesen Sie mehr ›

Herbert Fromme

Munteres 2016

 Herbert Frommes Kolumne  Die aktuellen Turbulenzen an den globalen Finanzmärkten wirken sich negativ auf die Versicherer aus. Sie verschärfen die Megatrends weiter, mit denen die Branche ohnehin fertig werden muss. Das sind vor allem die Niedrigzinsen, die hohen Kosten und Solvency II. 2016 wird auf jeden Fall nicht langweiliger als 2015 für die Branche und für die Berichterstatter. Wichtige Fragen an das neue Jahr. … Lesen Sie mehr ›