Was die Woche bringt An dieser Stelle nehmen wir die Themen der kommenden Woche in den Blick und stellen wichtige Branchentermine vor. Dieses Mal: Sturm „Bernd“ und die Folgen, Trendbarometer von EY zu Immobilienanlagen der Assekuranz und Fachkreistagung zur betrieblichen Krankenversicherung der Vereinigung der Versicherungs-Betriebswirte
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DAX-Pensionen stabil finanziert
Die DAX-Unternehmen stehen bei der Finanzierung ihrer Pensionsverpflichtungen so gut da wie schon seit langem nicht mehr. Das zeigt ein Bericht von Willis Towers Watson. Bestehende und künftige Verpflichtungen aus der betrieblichen Altersvorsorge sind demnach zu 71,9 Prozent ausfinanziert. Das liegt vor allem an der guten Entwicklung an den Aktienmärkten, nachdem es dort zu Beginn des vergangenen Jahres einen Einbruch gegeben hatte.
PSV-Beitragssatz sinkt deutlich
Trotz Pandemie werden Unternehmen in diesem Jahr weniger tief in die Tasche greifen, um Betriebsrenten gegen Insolvenz abzusichern. Der für diese Absicherung zuständige Pensionssicherungsverein (PSV) stellte auf seiner virtuellen Mitgliederversammlung für 2021 einen Beitragssatz in Aussicht, der unter dem langjährigen Mittel von 2,8 Promille liegt. Im vergangenen Jahr waren es noch 4,2 Promille gewesen. Aus Sicht des PSV ist dennoch nicht alles in Butter.
DUK-Verträge: Klinik scheitert mit Klage
Das Greifswalder Uniklinikum ist vor dem Landgericht Stralsund mit einer Schadenersatzforderung gegen seinen früheren kaufmännischen Geschäftsführer gescheitert. Hintergrund ist eine Deckungslücke von rund 30 Mio. Euro bei Altersversorgungsverträgen für Mitarbeiter, die der Geschäftsführer 2005 über das für marktunübliche Provisionen bekannte private Versorgungswerk DUK abgeschlossen hat. Die Klinik macht ihn dafür verantwortlich, dass er jahrelang nichts gegen die sich abzeichnende Lücke unternommen hat. Etwaige Ansprüche gegen den DUK sind dagegen verjährt.
Allianz schränkt Riester- und bAV-Angebot ein
Das anhaltende Niedrigzinsumfeld und die Absenkung des Höchstrechnungszinses von 0,9 Prozent auf 0,25 Prozent fordern ihren Tribut: Die Allianz will ihr Riester-Renten-Angebot Anfang 2022 stark einschränken. Es soll nur noch staatlich geförderte Policen des Typs „Perspektive“ geben. Zudem will der Versicherer die Beitragszusage mit Mindestleistung in der betrieblichen Altersversorgung (bAV) nach einer Übergangsphase aus dem Programm nehmen. Danach wird es auch im Betriebsrenten-Bereich kein Angebot mit einer 100-prozentigen Beitragsgarantie im Neugeschäft mehr geben. Weitere Gesellschaften könnten dem Marktführer folgen.
bAV: Renditechancen statt Garantien
Die Talanx-Tochter HDI will ab dem kommenden Jahr keine Betriebsrenten mit vollständigem Beitragserhalt mehr anbieten. Die Beitragszusage mit Mindestleistung sei wegen der für 2022 geplanten Absenkung des Höchstrechnungszinses nicht mehr darstellbar, sagte Vorstand Fabian von Löbbecke auf dem Expertenforum zur betrieblichen Altersversorgung (bAV). Im laufenden Jahr bietet der Versicherer solche Verträge dagegen noch an und erwartet dadurch ein Jahresendgeschäft in dem Bereich.
KI in der Schadenbearbeitung
Was die Woche bringt An dieser Stelle nehmen wir die Themen der kommenden Woche in den Blick und stellen wichtige Branchentermine vor. Dieses Mal: Breakfast Lecture des Versicherungsmonitors, HDI bAV-Expertenforum, Bilanzpressekonferenzen von Signal Iduna und DEVK sowie eine neue Guidewire-Studie und die Versicherungskonferenz von S&P
bAV: Keine Angst vor Insolvenzwelle
Die Infektionszahlen gehen endlich deutlich nach unten, und es gibt sogar schon vorsichtige Überlegungen für den Sommerurlaub. Trotzdem ist die Corona-Pandemie noch nicht vorbei, das gilt insbesondere für Auswirkungen auf die Wirtschaft und mögliche Insolvenzen. Grund zur Sorge um die betriebliche Altersversorgung (bAV) gibt es aber nicht, sagten Experten bei einer Diskussionsveranstaltung des Deutschen Institutes für Altersvorsorge (DIA). Das deutsche Absicherungssystem für bAV-Ansprüche sei vorbildlich. Das spiegelt sich auch in den Zahlen wider: bAV-Angebote befinden sich aktuell im Aufschwung.
Riester: Ideologie statt Reform
The Long View – Der Hintergrund Das Bundesfinanzministerium hat den Höchstrechnungszins abgesenkt, sich aber gleichzeitig einer Anpassung der Beitragsgarantie bei der Riester-Rente verweigert. Das läutet das Ende des Förderprodukts und von Teilen der betrieblichen Altersversorgung ein. Dahinter steht eiskaltes Machtkalkül. Weite Teile der SPD und auch der Grünen und der Linken stehen der privaten Vorsorge ablehnend gegenüber – und wollen die staatliche Vorsorge ausbauen. Wie gut staatliches Handeln funktioniert, zeigt die Pandemiebekämpfung: Dysfunktionalitäten, soweit das Auge reicht.
Talanx: KMU bei Nahles-Rente stärken
Kleinere Unternehmen profitieren derzeit nicht vom neuen Sozialpartnermodell in der betrieblichen Altersversorgung (bAV), weil es keine Tarifverträge gibt, an die sie sich anlehnen können. Der Gesetzgeber sollte deshalb neue Möglichkeiten für Firmen ohne Tarifbindung schaffen, sagte Fabian von Löbbecke von der Talanx bei einer Veranstaltung des Versichererverbands GDV. Der Versicherer hat mit Verdi den ersten Vertrag in dem Bereich vereinbart. Die Gewerkschaft führt Gespräche mit der Energie- und der Bankwirtschaft über weitere Abschlüsse, sagte Verdi-Bundesvorstand Christoph Schmitz.
Aon findet Käufer für Betriebsrentengeschäft
Der britische Pensionsberater LCP übernimmt das deutsche Betriebsrentengeschäft des Maklers Aon. Damit wird es immer wahrscheinlicher, dass die Fusion zwischen den beiden Maklerschwergewichten Aon und Willis Towers Watson Anfang August grünes Licht von der EU erhält. Sie hatte verlangt, dass sich die beiden von Unternehmensteilen trennen. Vergangene Woche hatte der US-Industrieversicherungsmakler Arthur J. Gallagher bereits etliche Willis-Töchter gekauft. LCP steigt mit dem Zukauf zu einem der größten Pensionsberater in Deutschland auf.
Aba warnt vor Folgen der HRZ-Absenkung
Der beschlossenen Absenkung des Höchstrechnungszinses (HRZ) ab 2022 muss eine Lockerung der Garantien in der betrieblichen Altersversorgung folgen. Das sagte der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft für betriebliche Altersversorgung (Aba) auf der Jahrestagung des Verbands. Andernfalls werde es ab kommendem Jahr für neue Betriebsrenten-Anwärter möglicherweise keine Angebote mehr in Form von Beitragszusagen mit Mindestleistung geben, warnte Georg Thurnes auf der digitalen Veranstaltung. Allerdings sei gegenüber der Bundesregierung noch Überzeugungsarbeit nötig.











