Schlagwort-Archiv für ‘Cyberversicherung’

Friederike Krieger

Warnschuss für Cyberversicherer

 Kommentar  Die jüngst bekannt gewordenen Sicherheitslücken in Computerchips zeigen, dass nicht nur die Software, sondern auch die Hardware ein Einfallstor für Hacker bieten kann. Bislang können die Cyberversicherer aufatmen, es sind noch keine Fälle bekannt geworden, in denen Hacker die Lücken in den Chips genutzt haben. Auch wenn alles ruhig bleibt, sollten die Versicherer Lehren aus dem Vorfall ziehen: Trotz des Willens, mit Cyberpolicen zu wachsen, müssen sie Vorsicht beim Underwriting walten lassen.

Cybersicherheit ist Chefsache

 Meinung am Mittwoch  Mittelständische Unternehmen sind besonders auf zusätzliche Dienstleistungen angewiesen, die Cyberversicherungen oft beinhalten. Für die Anbieter ist das die Chance, mehr als nur Risikoträger zu werden. Sie können damit Unternehmen ganzheitlich in ihrer Cyber-Widerstandsfähigkeit unterstützen und so zum echten Risikopartner werden. Dazu gehört allerdings, dass Versicherer das Risiko abschätzen können. Die Quantifizierung von Cyberrisiken steckt allerdings noch in den Kinderschuhen.

Gothaer greift Aktiengesellschaften an

Die Gothaer unter ihrem Chef Karsten Eichmann will künftig mit ihrer Rechtsform als Versicherungsverein und mit Fortschritten bei der Digitalisierung punkten. Das Unternehmen startet 2018 eine Kampagne, in der es die Vorteile seiner Rechtsform als  Versicherungsverein gegenüber Aktiengesellschaften und öffentlichen Versicherern darstellt. Außerdem setzt der mittelgroße Versicherer auf den Ausbau der digitalen Angebote vor allem in der Schadenversicherung sowie in der privaten Krankenversicherung. In der Erneuerung der IT will er mit anderen Vereinen zusammenarbeiten.

Existenzbedrohende Cyberrisiken

Beim Geschäft mit Cyberpolicen wollen viele Industrieversicherer ein möglichst großes Stück vom Kuchen ergattern. Einige gehen dabei schwer kalkulierbare Risiken ein, warnten Experten wie Philippe Aerni von Swiss Re Corporate Solutions bei einer Fachkonferenz in Köln. Sie halten es für möglich, dass einige Gesellschaften über die Geschäfte sogar pleitegehen könnten, sollte es zu einem Großschaden kommen. Die Nachfrage nach Cyberversicherungen zieht derzeit an, die Unternehmen fragen immer höhere Deckungssummen nach.

Munich Re will stark in Cyber wachsen

Der Rückversicherer Munich Re hat ehrgeizige Wachstumspläne für die Cybersparte. Bis 2020 will das Unternehmen 10 Prozent des weltweiten Cybermarktes in seinen Büchern haben. Der Münchener Konzern ist deutlich aggressiver als Konkurrent Swiss Re, der sich bislang noch zurückhält, aus Angst vor Kumulrisiken. Munich Re erwartet, dass die Sparte in den kommenden Jahren auch in Europa stark wachsen wird – eine Folge der schärferen Datenschutzregeln.

Munich Re: Kein Markt wird sich entziehen können

Hermann Pohlchristoph ist seit April 2017 Mitglied des Munich Re-Vorstands und verantwortlich für das Ressort Deutschland, Asien-Pazifik, Afrika sowie für die Bereiche Central Procurement und Services. Im Interview mit dem Versicherungsmonitor spricht er darüber, wie die hohen Hurrikan-Schäden in den USA den Rückversicherungsmarkt verändern werden. Pohlchristoph rechnet mit steigenden Preisen – nicht nur in den Vereinigten Staaten. Das alternative Kapital wird dem Markt trotz der Großschäden erhalten bleiben, glaubt er.

Cyber: Schadenfälle erhöhen Abschlussbereitschaft

Die beste Werbung für Cyberversicherungen sind spektakuläre Schadenfälle. Das ist das Ergebnis einer Umfrage des Versicherers Axa zusammen mit der Masterstudentin Vanessa Gräber von der Fachhochschule Dortmund unter Geschäftsführern mittelständischer Unternehmen. Hauptgrund für den Abschluss einer Police ist demnach, dass die Chefs von Cyberschadenfällen bei anderen Unternehmen gehört haben. Auch das IT-Sicherheitsgesetz und eine gute Beratung durch Vermittler erhöhen die Abschlussbereitschaft. Insgesamt ist neun von zehn Unternehmen eine Absicherung gegen Cybergefahren wichtig. Axa sieht allerdings noch Verbesserungsbedarf beim Management von Cyberrisiken.

BaFin erlaubt Lösegeldversicherung bei Cyber

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat es Cyberversicherern erlaubt, unter bestimmten Voraussetzungen Lösegeldforderungen von Erpressern mitzuversichern. Das gab die Aufsicht am Freitag bekannt. Zuvor duften Versicherer Lösegelddeckungen zwar als eigenständige Police anbieten, sie durften sie aber nicht mit anderen Deckungen bündeln. Im Juni hatte Versicherungsaufseher Frank Grund angekündigt, dass die BaFin die Regelung lockern wird. Damals hieß es, die Bündelung werde auch mit anderen Policen erlaubt. Davon ist jetzt nicht mehr die Rede.

GDV: Schulterschluss mit NRW-Justiz bei Cyber

Der Versicherer-Verband GDV will zusammen mit Justiz und Strafverfolgungsbehörden gegen Cyberkriminelle vorgehen. Gemeinsam mit NRW-Justizminister Peter Biesenbach (CDU) stellten GDV-Vertreter und NRW-Landeskriminalamt am Dienstag in Düsseldorf einen Krisenplan für Cyberangriffe vor. Im Kern geht es darum, dass sich Versicherer frühzeitig bei den Behörden melden, wenn sie glauben, von Hackern angegriffen zu werden. Das Projekt startet in Nordrhein-Westfalen, die Beteiligten wollen es aber in Kürze auf das gesamte Bundesgebiet ausweiten.

Hannover Rück spielt Hurrikan-Schäden herunter

Angesichts der möglichen Schäden durch die Hurrikans „Harvey“ und „Irma“ bemüht sich die Hannover Rück, ihre Aktionäre zu beruhigen. Vorstandschef Ulrich Wallin zeigte sich beim Rückversicherungstreffen in Monte Carlo überzeugt, dass die beiden Stürme das Großschadenbudget des Konzerns nicht sprengen werden. Er bekräftigte das Ziel, 2017 einen Gewinn von mehr als 1 Mrd. Euro zu erzielen. Hannover Rück rechnet damit, dass die Preise für Rückdeckungen im nordamerikanischen Markt durch die Hurrikans steigen werden. Insgesamt rechnet der Konzern bei der Erneuerungsrunde zum 1. Januar 2018 mit einem stabilen Prämienniveau.

Munich Re ist vorsichtig bei „Irma“-Folgen

Nach zehn Jahren ohne große Hurrikanschäden muss die Rückversicherungsbranche jetzt gleich mit zwei Großschäden klar kommen: Den Hurrikans „Harvey“ und „Irma“. Die Höhe der versicherten Schäden ist jetzt noch nicht abschätzbar. Fest stehe aber, dass sie den Markt beeinflussen werden, sagte Munich Re-Vorstand Torsten Jeworrek beim Rückversicherungstreffen in Monte Carlo. Er ist sich sicher, dass die Preise für Katastrophendeckungen in den USA steigen werden. Ob auch in anderen Regionen der Welt Bewegung in den Markt kommt, sei aber noch unklar.

Willis Re warnt vor versteckten Cyberrisiken

Cyberversicherungen decken längst nicht alle Cyberrisiken ab, glaubt der Rückversicherungsmakler Willis Re. Er warnt Versicherer vor sogenannten versteckten Cybergefahren, die auch traditionelle Sach- und Haftpflichtpolicen betreffen können. Solche Risiken sind laut einer Umfrage des Maklers auf dem Vormarsch. Zu den Hurrikans „Harvey“ und „Irma“ wollte Willis Re noch keine konkrete Schadenschätzung abgeben. Die Stürme könnten den Markt für Versicherungsverbriefungen weiter anheizen, glaubt Willis Re – während andere Marktteilnehmer für ihn eher Schwierigkeiten erwarten.

Munich Re: Neue Cyber-Police für Ölbranche

Der Rückversicherer Munich Re weitet sein Cyber-Angebot aus und bietet nun auch Policen für kleine und mittelständische Öl- und Gasfirmen an. Die Police deckt sowohl klassische Schäden, wie Betriebsunterbrechung ab, aber auch physische Schäden an Geräten und Umwelt bis zu 100 Mio. Dollar. Die Energiebranche nutzt verstärkt die Möglichkeiten der Digitalisierung und Automatisierung. Dadurch nimmt die Gefahr von Hackerangriffen signifikant zu, sagt Dominick Hoare, Chief Underwriting Officer bei der für die Police zuständigen Tochter Munich Re Syndicate Ltd.

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