Die dramatischen Überschwemmungen in Ost- und Mitteleuropa, bei denen mindestens 18 Menschen ums Leben kamen, könnten wirtschaftliche Schäden in Milliardenhöhe verursachen. Das geht aus ersten Analystenschätzungen hervor. Doch wie hoch die versicherten Schäden sein werden, ist noch nicht abzusehen. Die großen österreichischen Versicherer werden einen Löwenanteil tragen müssen, da sie einen hohen Marktanteil in den betroffenen Ländern Polen, Tschechien und Rumänien haben. Der GDV fordert derweil ein gesetzliches Bauverbot in Überschwemmungsgebieten.
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GDV kritisiert veralteten Brandschutz auf Schiffen
Immer wieder sorgen Feuer auf Containerschiffen und Autofrachtern für hohe Schäden. Der Versichererverband GDV hat anlässlich des Starts der internationalen Transportversicherer-Tagung in Berlin den Brandschutz auf Frachtschiffen deutlich kritisiert. Teilweise werde noch mit Technik aus den 1950er Jahren gearbeitet, sagte GDV-Hauptgeschäftsführer Jörg Asmussen. IUMI-Präsident Frédéric Denèfle sah in seinem Statement zum Konferenzstart eine Zeitenwende für die Schiffsversicherer kommen.
Autodiebe verursachen Schaden von 310 Mio. Euro
Im vergangenen Jahr ist die Diebstahlrate von kaskoversicherten Pkws wieder deutlich angestiegen. Autodiebe haben insgesamt 14.585 Autos gestohlen. Das geht aus dem aktuellen Diebstahlreport des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) hervor. Neben der Zahl der gestohlenen Autos hat sich auch der wirtschaftliche Gesamtschaden auf insgesamt rund 310 Mio. Euro erhöht. Die Hochburg der Diebstähle bleibt Berlin, besonders Modelle von Toyota scheinen es den Kriminellen angetan zu haben.
GDV begrüßt Draghi-Bericht
Exklusiv Die EU muss ihre Investitionen deutlich ausbauen, um die Produktivität zu steigern und nicht den Anschluss an die USA und China zu verlieren. Der Versichererverband GDV begrüßt die entsprechenden Empfehlungen des ehemaligen italienischen Ministerpräsidenten Mario Draghi, darunter die Stärkung der Kapitalmarktunion und die Entlastung der Wirtschaft bei der Regulierung. Der GDV regt ein Gütesiegel für Produkte der privaten Altersvorsorge an, über die Privatanleger in die Transformation der europäischen Wirtschaft investieren.
Höhere Erwartungen treiben Geschäftsklima
Die Versicherungsbranche übt sich weiter in Optimismus. Viele Anbieter setzen große Hoffnungen in die zukünftige Geschäftsentwicklung, während die aktuelle Lage eher mau eingeschätzt wird. Das ist das Ergebnis des aktuellen Ifo-Konjunkturtests Versicherungswirtschaft für das zweite Quartal. Das Geschäftsklima profitiert unter anderem von der geringeren Inflation und legt auf hohem Niveau zu.
GDV: Versicherte Cyberschäden steigen deutlich
Die Cyberversicherer in Deutschland bekommen deutlich zu spüren, dass sich die IT-Bedrohungslage hierzulande zuletzt verschärft hat, berichtet der Versichererverband GDV. Die Schaden- und Kostenquote, die 2022 bei profitablen 77,7 Prozent gelegen hatte, ist im vergangenen Jahr um knapp 20 Prozentpunkte gestiegen. Die GDV-Zahlen bilden den Markt allerdings nicht vollständig ab, in der Statistik fehlt unter anderem die Allianz-Industrieversicherungstochter AGCS, die kein Verbandsmitglied ist.
Gemeinsam gegen die Versicherungslücke
Die deutschen Versicherer ziehen ein positives Fazit des von der EU-Kommission angestoßenen Dialogs für Klimaresilienz und eine Verringerung der Versicherungslücke bei Schäden infolge des Klimawandels. Wichtigste Erkenntnis sei, dass die Herausforderungen der Klimafolgen nur gemeinsam bewältigt werden könnten, so der Branchenverband GDV. Die Initiative sieht einen zentralen Hebel in der Stärkung des Risikobewusstseins, zeigt der am Dienstag veröffentlichte Abschlussbericht.
Wochenspot: Jetzt wird’s ernst
Wochenspot – der Podcast Regelmäßig gibt es den Versicherungsmonitor auch zum Hören. In dieser Ausgabe sprechen Redakteurin Katrin Berkenkopf und Herausgeber Herbert Fromme über die Ansage der Versicherungs-Chefaufseherin Julia Wiens an die Lebensversicherer, den Kundennutzen stärker in den Blick zu nehmen, die Reaktion der Branche und ähnliche Ansätze in anderen Ländern.
Was bedeutet Value for Money?
Nach der Kritik von Versicherungsaufseherin Julia Wiens am mangelnden Kundennutzen einiger Fondspolicen sieht Constantin Papaspyratos vom Bund der Versicherten den oft hochprovisionierten Vertriebsweg über Banken und Sparkassen in Bedrängnis. Moritz Schumann vom Versichererverband GDV betont, dass der Blick allein auf die Kosten zu kurz greife. Lebensversicherer böten noch viele andere Mehrwerte, die den Kunden gar nicht so bewusst seien. Abschläge bei Frühstornos hält der Verband für richtig.
3,9 Mrd. Euro Unwetterschäden im Halbjahr
Der GDV rechnet für das Gesamtjahr 2024 mit überdurchschnittlich hohen Schäden durch Überschwemmungen und andere Naturgefahren und erneuert seine Forderung nach mehr Prävention. Allein im ersten Halbjahr lag die Belastung bei 3,9 Mrd. Euro. Die Zahlen dürften der Diskussion um eine mögliche Pflichtversicherung für Hausbesitzer, wie sie die Bundesländer fordern, neuen Schwung verleihen.
GDV für klimaresilienteren Wiederaufbau
Der Lobbyverband der Versicherungsbranche GDV hat einen Leitfaden für einen mehr auf Klimarisiken ausgerichteten Wiederaufbau von Wohngebäuden vorgelegt. Ziel ist, dass Privathäuser, die etwa durch eine Überschwemmung getroffen werden, nach dem Wiederaufbau besser gewappnet sind als vor dem Schadenereignis. Künftig könne es Wohngebäudeversicherungen geben, in denen ein klimaresilienter Wiederaufbau fest vereinbart ist, so der GDV. Eine Verteuerung müsse das nicht unbedingt bedeuten.










