Archiv ‘GDV’

Hoffnungslos im Run-off verheddert

 Herbert Frommes Kolumne   Die deutsche Versicherungswirtschaft verheddert sich gerade auf das Schönste in der Diskussion über den möglichen Run-off von Lebensversicherungsgesellschaften und ihren Verkauf. Während der GDV und die großen Anbieter argumentieren, dass der Run-off als eine Option möglich sein muss, attackieren kleine und mittlere Anbieter alle Konzerne, die solche Pläne verfolgen oder verfolgt haben. Dabei wird es auf beiden Seiten der Debatte etwas bizarr. Das hängt damit zusammen, dass die deutschen Lebensversicherer seit Jahrzehnten ihre Verträge ideologisch... Lesen Sie mehr ›

Große Koalition: Die eigentliche Bedrohung

 Herbert Frommes Kolumne   In den Verhandlungen zwischen CDU, CSU und SPD über den Koalitionsvertrag ist die Versicherungswirtschaft ohne größere Blessuren davongekommen. Im Gegenteil, einiges von dem, was die neue große Koalition verspricht, steht auch auf der Agenda der Versicherer. Das gilt vor allem für die digitale Infrastruktur. Die eigentliche Bedrohung für das langfristige Geschäft der Branche kommt nicht von möglichen Initiativen der künftigen Regierungsparteien. Sie hätte viel mehr zu verlieren, sollte die letzte Regierung Merkel spektakulär scheitern.... Lesen Sie mehr ›

Politik will Riester-Standardprodukt

Union und SPD wollen die Möglichkeiten für ein Riester-Standardprodukt ausloten. Das ist ein vorläufiges Ergebnis der Koalitionsverhandlungen. Dabei dürfte es um eine Begrenzung der als notorisch zu hoch geltenden Kosten gehen. Ein genaues Konzept gibt es aber offenbar noch nicht. Die Versicherer sehen ihrerseits Vereinfachungspotenzial bei der staatlichen Zulagengewährung und Zulagenverwaltung, um die Kosten zu senken.... Lesen Sie mehr ›

GDV sieht Aufklärungsbedarf zu Run-off

Der Versichererverband GDV zeigt sich mit dem Geschäftsverlauf 2017 zufrieden. Die Beiträge legten spartenübergreifend um 1,7 Prozent zu und stiegen damit stärker als vom Verband erwartet, sagte GDV-Präsident Wolfgang Weiler. Er kritisierte die aktuelle Debatte über den Verkauf von Versicherungsbeständen als unsachlich und kündigte einen stärkeren Austausch darüber mit der Politik an. Die hatte vor einem Vertrauensverlust gewarnt. Von der kommenden Regierung wünschte sich Weiler eine Regulierungspause. Die geforderte Erleichterung bei der Zinszusatzreserve dürfte bald kommen, sagte er.... Lesen Sie mehr ›

Lebensversicherung: Harte Fronten im TV-Talk

Die ARD-Sendung „Hart aber Fair“ widmete sich am Montagabend dem Thema „Crash der Lebensversicherungen – Panikmache oder echte Gefahr?“ Moderator Frank Plasberg hatte Gäste aus Versicherungsbranche, Politik und Verbraucherschutz eingeladen. Doch die Fronten der Diskutanten waren verhärtet, die Meinungen klafften erwartungsgemäß weit auseinander. Wie steht es um die Branche, und was bedeutet das für die Lebensversicherten? Für die Fernsehzuschauer gab es viel Verunsicherung statt echter Erkenntnisse.... Lesen Sie mehr ›

GDV-Präsident wendet sich gegen Moralisierungstrend

Die Versicherungswirtschaft sieht sich einem Trend zur Moralisierung ausgesetzt, der ihr das Geschäft schwer macht, beklagte der Präsident des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft Wolfgang Weiler auf dem SZ-Versicherungstag in Bergisch-Gladbach. Das reiche von der Schadenbearbeitung bis zum Thema Kapitalanlagen. Ein weiteres Problem für die Branche ist, dass es noch keine neue Regierung gibt, die sich um die Anliegen der Branche wie die Reform der Zinszusatzreserve kümmern könnte. Scharfe Kritik äußerte Weiler an der europäischen Versicherungsaufsicht Eiopa.... Lesen Sie mehr ›

Trendwende bei der Lebenserwartung

Britische Unternehmen atmen auf: Die Belastung durch Pensionsverpflichtungen sinkt. Das wird die Abgabe von Verpflichtungen an Versicherer erleichtern. Ein wichtiger Grund dafür ist die Trendwende bei der Lebenserwartung. Britische Männer, die im Jahr 2014 65 Jahre alt waren, hatten eine Lebenserwartung von weiteren 22,8 Jahren, Männer, die das Alter 65 im Jahr 2016 erreichten, nur noch von 22,2 Jahren. Bei den Frauen betrug der Rückgang sogar acht Monate auf 24,1 Jahre. In den USA und in anderen Industrieländern gibt es... Lesen Sie mehr ›

Jubelträume über die Bürgerversicherung

 Herbert Frommes Kolumne  Sollte die große Koalition aus Union und SPD kommen, wird sie in den kommenden dreieinhalb Jahren keine Bürgerversicherung einführen. Das ist ein Ergebnis der nächtlichen Gespräche in den Sondierungsrunden der Parteien. PKV-Verband, GDV, Vermittlerverbände, die Neue Assekuranz Gewerkschaft und Beschäftigte der PKV-Gesellschaften, die bis zuletzt vor den wechselnden Verhandlungsorten demonstriert haben, werden das Ergebnis als großen Erfolg verbuchen. Dabei hätte die Branche allen Grund, über das Geschäftsmodell, das dem dualen System zugrunde liegt, grundlegend nachzudenken. Denn... Lesen Sie mehr ›

2017: Der Jahresrückblick

Die Allianz will international wachsen, die Generali Deutschland startet ihren Konzernumbau und Amazons Sprachassistent Alexa verkauft nun auch Policen – 2017 war ein spannendes Jahr für die Versicherungsbranche. Für großen Wirbel hat auch der Ergo-Konzern gesorgt: Erst wird bekannt, dass der Versicherer still und heimlich den Verkauf seiner beiden Leben-Töchter und einer Pensionskasse plant, kurze Zeit später rudert er zurück. Außerdem machen drei große Hurrikane Munich Re, Talanx & Co. zu schaffen. Der Versicherungsmonitor blickt auf die aufregendsten Deals, die... Lesen Sie mehr ›

US-Steuerreform trifft Versicherer

Ausländische Versicherer und Rückversicherer, die in den USA tätig sind, gehören zu den Opfern der US-Steuerreform. Wenn sie mehr als 500 Mio. Euro Umsatz haben und einen Teil des Geschäfts an andere Gesellschaften im eigenen Konzern rückversichern, wie es in der Industrieversicherung und anderen Bereichen üblich ist, müssen sie für das kommende Jahr 5 Prozent Steuern auf die Prämien zahlen, die sie weitergeben. Ab 2019 soll der Steuersatz 10 Prozent betragen. Versicherer wie HDI Global, Hannover Rück, Lloyd’s oder Munich... Lesen Sie mehr ›

Kalkulierter Angriff

 Herbert Frommes Kolumne   Die Ankündigung von Gothaer-Chef Karsten Eichmann, künftig auch mit der Rechtsform als Verein zu werben und damit Aktiengesellschaften anzugreifen, macht aus seiner Sicht Sinn. Der Markt verändert sich gerade spürbar. Die kleinen und mittelgroßen Vereine wissen, dass sie dabei unter die Räder kommen könnten. Ihre Antwort: Sie grenzen sich ab von den großen Kapitalgesellschaften und bauen gemeinsam Plattformen, um im neuen Wettbewerb mithalten zu können. Der Plattformgedanke ist aber auch Allianz und Munich Re nicht... Lesen Sie mehr ›