An dieser Stelle nehmen wir die Themen der kommenden Woche in den Blick und stellen wichtige Branchentermine vor. Dieses Mal: Schadenstatistik von Allianz Trade und Neujahrsempfang von Munich Re
Archiv ‘GDV’
GDV beim Lobbybudget weiter vorn
Mit rund 15,3 Mio. Euro ist der Versichererverband GDV branchenübergreifend weiterhin unangefochten die Organisation mit dem größten Budget im Lobbyregister des Bundestags. Das zeigt der aktuelle Bericht der Bürgerbewegung Finanzwende. Auf der Rangliste der Finanzunternehmen folgen auf den GDV vier Bankenverbände. Der Verband der privaten Krankenversicherung PKV belegt mit 1,9 Mio. Euro Rang sechs. Die Allianz ist die „heimliche Nummer drei“.
GDV: Naturkatastrophenschäden deutlich geringer
Die Versicherer melden weniger Schäden durch Naturkatastrophen im laufenden Jahr. Nach vorläufigen Zahlen des Branchenverbands GDV fallen sie rund 3 Mrd. Euro geringer aus als 2024. Die Versicherer betonen aber, dass die klimabedingten Extremwetterereignisse insgesamt zunehmen. Weil viele Hausbesitzer keinen Schutz gegen Überschwemmungen und andere Elementarereignisse haben, gibt es Forderungen nach einer Versicherungspflicht.
Der Rückblick auf 2025, Teil 3: D&O-Beben, PKV-Preisschock und Captive-Comeback
Sinkende Rückversicherungspreise, neue Datenschnittstellen und ein Generationswechsel in der Maklerszene treffen im Herbst auf eine Welle von Großschäden. Von September bis Dezember prägen milliardenschwere D&O-Konflikte, stark steigende PKV-Beiträge, schärfere BaFin-Vorgaben im Vertrieb und im Kfz-Markt sowie weitere Umbrüche bei Maklern und Assekuradeuren die Schlagzeilen. Parallel erlebt das Captive-Thema in Deutschland ein Comeback.
Der Rückblick auf 2025, Teil 2: Übernahmen, Captives und Cyberattacken
Naturkatastrophen, politischer Druck und teure Risiken stellen die Versicherungsbranche auch im Sommer auf die Probe. Von Mai bis August reicht die Spanne von Kapitalproblemen beim Bäckerei-Versicherer SHB und der Suche nach einem Käufer über den Boom firmeneigener Versicherer – Captives – bis zu spektakulären D&O-Fällen. Gleichzeitig verschärft die BaFin den Ton im Vertrieb, Munich Re verlässt Klimainitiativen, und Cyberangriffe treffen erneut die Branche. Bei den Maklern eskaliert der Wettbewerb.
Stress mit dem Vertrieb
An dieser Stelle nehmen wir die Themen der kommenden Woche in den Blick und stellen wichtige Branchentermine vor. Dieses Mal: Dringend benötigte Pause für Versicherer und Vorbereitung auf Diskussionen mit dem Vertrieb
Altersvorsorge: Zucker für die Fonds, Essig für Versicherer
Die Regierung hat sich bewegt und die lang angekündigte Reform der privaten Altersvorsorge tatsächlich auf den Weg gebracht. Damit kann die Versicherungswirtschaft zufrieden sein, schreibt Herausgeber Herbert Fromme. Vor allem die Abschaffung der vollständigen Beitragsgarantie beim Riester-Nachfolgeprodukt dürfte die Branche erfreuen. Doch in dem zentralen Punkt der lebenslangen Rente haben sich die Fonds durchgesetzt, und der Entwurf enthält weitere Kröten für Versicherer und Vertriebe. Das wird zu erheblichen Spannungen führen.
Aufzugs-Posse im GDV
Mit der Einführung eines neuen Arbeitsflächenkonzepts wollte sich der Versichererverband GDV eigentlich als modern und offen präsentieren. Jetzt sorgt ausgerechnet die Nutzung eines Aufzugs für Unfrieden in Teilen der Belegschaft. Im Mittelpunkt: Hauptgeschäftsführer Jörg Asmussen, den eine wachsende Zahl von Mitarbeitern als abgeschottet und unnahbar empfinden.
Chefökonomen über Europa: Problem und Lösung zugleich
Europa hat den Anschluss verpasst, ist aber noch wichtig – zum Beispiel hinsichtlich der Resilienz gegenüber China und den USA. Darin waren sich die Chefökonomen von Allianz, Munich Re und Swiss Re bei einer Gesprächsrunde des Versichererverbands GDV einig. Kurz vor dem Jahreswechsel blickten sie auf die gesamtwirtschaftliche Lage zurück, wagten aber auch leise Prognosen.
Versicherer und Vermittler ambivalent bei Einigung zu RIS
Nach jahrelangen Verhandlungen haben sich das Europäische Parlament und die Vertreter der Mitgliedsländer über die Inhalte der EU-Kleinanlegerstrategie (Retail Investment Strategy, RIS) geeinigt. Ein Provisionsverbot wird es wie erwartet nicht geben. Dafür kommen neue Vorschriften zu Transparenz und Offenlegung und die Pflicht zur Erklärung, inwiefern die Provisionen Mehrwert für die Kunden bieten. Versicherer, Finanzberater und Vermittler üben Kritik.
Nur moderate Finanzrisiken für Versicherer
Trotz eines von vielen Risiken geprägten Finanzsystems steht die Versicherungswirtschaft vergleichsweise gut da, glaubt der Gesamtverband der Versicherer (GDV). Die Unternehmen profitierten von soliden Solvenzquoten und einer normalisierten Zinsstrukturkurve mit höheren Laufzeitprämien für längerfristige Anlagen, schreibt der GDV in seinem aktuellen Finanzstabilitätsbericht. Insgesamt blieben aber auch Versicherer verwundbar. Für deutsche Anbieter sind klimabezogene Risiken ein zentrales Thema und ein strategischer Schwerpunkt.
Mehr Betrugsfälle durch künstliche Intelligenz
Die Versicherungsbranche setzt große Hoffnungen in künstliche Intelligenz (KI). Den Kreditversicherern bereitet die Technologie momentan jedoch vor allem Kopfzerbrechen. Sie verzeichnen eine starke Zunahme erfolgreicher Betrugsfälle bei Unternehmen, bei denen die Täter KI einsetzen. Das führt zu steigenden Zahlungen in der Vertrauensschadenversicherung. Über alle Sparten halten sich die Schäden allerdings in Grenzen – trotz des wirtschaftlich schwierigen Umfelds.













