Herbert Frommes Kolumne Fast täglich können wir über prominente Personalwechsel bei Versicherungsmaklern berichten. Ganze Führungsetagen verlassen bestimmte Häuser, andere Makler bauen aus und holen sich Experten, um ihre Wachstumsziele zu erreichen. Die Gehälter steigen entsprechend. Das mag kurzfristig Sinn machen. Nachhaltig ist diese Entwicklung aber nicht. Der Kostendruck nimmt bei allen Maklern zu, und Private-Equity-Investoren haben nicht unendlich viel Geduld mit Unternehmen, die keinen oder nicht genug Gewinn machen.
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GGW gründet Rückversicherungsmakler
Exklusiv Der stark wachsende Maklerkonsolidierer GGW von Tobias Warweg (Bild) steigt in das Rückversicherungsgeschäft ein. Nach Informationen des Versicherungsmonitors plant die Gruppe, unter dem Namen GGW Re einen Rückversicherungsmakler aufzubauen. Dafür hat Warweg einen langjährigen Manager von Guy Carpenter abgeworben. In den Markt der Rückversicherungsmakler in Deutschland war zuletzt Bewegung gekommen. Eine solche Gesellschaft von Grund auf neu aufzubauen, ist aber schwierig.
Acrisure gibt in Deutschland auf
Exklusiv Der US-Großmakler Acrisure zieht sich aus dem deutschen Markt zurück. Das rasch wachsende Unternehmen war Anfang 2023 angetreten, um auch im deutschen Markt eine starke Präsenz durch Zukäufe zu erreichen. Doch bislang kann der Makler keine einzige Übernahme melden. Deutschlandchef Mathias Pahl verlässt das Unternehmen. Mit Armira hat noch ein weiterer Konsolidierer das Handtuch geworfen.
„Makler sind langfristig ein sehr gutes Geschäft“
Exklusiv Kaum jemand kennt den Markt der Versicherungsmakler so gut wie das Beratungsunternehmen Marshberry. Seit 2019 ist die 1981 in den USA gegründete Firma auch in Europa aktiv. Im Interview mit dem Versicherungsmonitor erklären Europa-Direktor Armand Hoftijzer und Deutschland-Leiter Jan Blumenthal, warum sie den Markt für sehr attraktiv halten und glauben, dass die Fusions- und Übernahmewelle nicht so schnell vorbei sein wird.
Cinven steigt beim Broker Miller aus
Der britische Private-Equity-Investor Cinven hat seine Anteile am Londoner Spezialmakler Miller verkauft. Sie werden von dem staatlichen Investmentfonds Singapurs übernommen, der Government of Singapore Investment Corporation (GIC). GIC war schon bisher ein Anteilseigner und hält jetzt die Mehrheit. Die beiden Investoren hatten Miller 2020 von Willis Towers Watson gekauft.
Blackstone finanziert Warweg-Deal
Der globale Investor Blackstone führt das Konsortium zur Finanzierung des Permira-Einstiegs beim deutschen Makler GGW Group. Es geht dabei um knapp eine Milliarde Euro, meldet die Nachrichtenagentur Bloomberg. Am Freitag hatte die Londoner Private-Equity-Gruppe Permira bekanntgegeben, sich an GGW zu beteiligen. Der bisherige Mehrheitseigner HG bleibt an Bord, allerdings mit einem kleineren Anteil und über einen anderen Fonds. Auch das Management ist weiter beteiligt.
Warweg kurz vor Abschluss der Neufinanzierung
Exklusiv Tobias Warwegs Maklergruppe GGW, die bislang maßgeblich von dem Londoner Private Equity-Investor HG Capital finanziert wird, steht nach Informationen des Versicherungsmonitors kurz vor Abschluss der Neufinanzierung. HG wird Anteilseigner bleiben, daneben wird ein weiterer Großinvestor Anteile übernehmen. Auch das Management soll beteiligt bleiben. Die Bewertung dürfte knapp 2 Mrd. Euro erreichen.
Südvers bedient sich für Vertriebschef bei Marsh
Exklusiv Der Industrieversicherungsmakler Südvers aus Au bei Freiburg wirbt Kolja Wangerin vom größeren Konkurrenten Marsh ab und macht ihn zum Vertriebschef. Das bestätigte Südvers auf Anfrage. Starten wird Wangerin in seiner neuen Rolle allerdings erst im kommenden Mai. Bei Marsh ist er bislang Head of Affinity und Mitglied des Management Boards. Außerdem: Aon Real Estate macht einen neuen Standort in Leipzig auf und holte einen Immobilienexperten von GGW.
VM-Maklerranking: Aon und Ecclesia weit vorne
Exklusiv Die Makler Aon und Ecclesia führen das Maklerranking des Versicherungsmonitors mit großem Abstand an. 2021 hatte Ecclesia knapp die Nase vorn, 2022 Aon. Das dürfte auch 2023 so bleiben. Beide haben einen komfortablen Vorsprung vor dem Drittplatzierten Funk. Die große Maklerkonsolidierung der vergangenen Jahre hat sich noch nicht in der Marktführerschaft niedergeschlagen, aber das ist nur eine Frage der Zeit.
Aon-Chef Case: Größe ist nicht entscheidend
Exklusiv Der Großmakler Aon musste Federn lassen: Er rangiert nicht mehr auf Platz eins der größten Makler weltweit. Auch bei den Zahlen und der Entwicklung des Aktienkurses bleibt er hinter den Konkurrenten Marsh und Gallagher zurück. Aon-Chef Greg Case beunruhigt das nicht. Größe sei nicht entscheidend, sagte er im Interview mit dem Versicherungsmonitor. Wichtiger sei Führerschaft bei den Kunden und Innovation. Hier liefere Aon, betont Case. Außerdem sprechen er und Deutschland-Chef Kai-Frank Büchter über den deutschen Markt.
Howden interessiert sich für GGW
Exklusiv Sollte die große deutsche Maklergruppe GGW auf den Markt kommen, hätte die Howden-Gruppe wahrscheinlich Interesse. Der neue Howden-Deutschlandchef Karl-Heinz Holz sagte im Interview mit dem Versicherungsmonitor: „Grundsätzlich äußern wir uns nicht zu Spekulationen und Marktgerüchten. Außer Frage steht aber: Sollte eines der größeren Häuser auf den Markt kommen, würde natürlich jeder der wesentlichen Player genauer hinsehen.“
Softwareanbieter Emil gewinnt GGW als Kunden
Exklusiv Nach der Hamburger Maklergruppe Funk gewinnt das Berliner Insurtech Emil den nächsten großen Kunden für sein Cloud-basiertes Versicherungskernsystem. Der Maklerkonsolidierer GGW wird sein in der Holding Wecoya zusammengefasstes Assekuradeursgeschäft auf die Plattform transferieren. Unter Wecoya hat die Maklergruppe von Tobias Warweg mittlerweile 13 Assekuradeure gebündelt. Für Emil ist Wecoya Kunde Nummer 18.
Aon beklagt Führungs-Oligopol
Exklusiv In der Führung großer Industrierisiken hat sich ein Oligopol herausgebildet, beklagt der Makler Aon. Deutschlandchef Kai-Frank Büchter und sein Vize Hartmuth Kremer-Jensen sehen große Gefahren für Konzerne, sollte es zu bedeutenden Schäden kommen. Im Interview mit dem Versicherungsmonitor sprechen die beiden auch über die Entwicklung von Preisen und Kapazitäten, die Zangenbewegung der Rückversicherer gegenüber dem Markt und die Notwendigkeit gerade für Mittelständler, sich einen besseren Überblick über die eigenen Risiken zu verschaffen.
Video-Debatte: Die Zukunft der Makler
Vier Experten aus dem Bereich Vertrieb und Versicherung in einer Diskussion moderiert von Herbert Fromme. Wer beim Breakfast Briefing des Versicherungsmonitors vor zwei Wochen einen gewissen Unterhaltungswert erwartete, wurde nicht enttäuscht. Wir dokumentieren die Diskussion hier im Video. Im Podium waren Tobias Krahl, EY, Kai Kuklinski, Axa, Ralph Rockel, MRH Trowe, und Tobias Warweg, GGW Group. Ist 2025 Schluss mit dem harten Markt? Nutzen die hohen Preise den Maklern? Welche Rolle spielt die Compliance? Wie steht es um die IT und die Nutzung der KI?












