Archiv ‘HUK-Coburg’

Kommt Telematik jetzt in Fahrt?

 Exklusiv  Wie drastisch der Preisanstieg in der deutschen Kfz-Versicherung ausfallen wird, ist noch unklar. Für die Kunden dürfte es aber auf jeden Fall teurer werden – und das in einer Sparte, in der Millionen Fahrer in jedem Herbst alles daransetzen, dass sie im Folgejahr ein paar Euro weniger zahlen. Diese Entwicklung könnte Telematik-Verträgen, die bis zu 30 Prozent Rabatt in Aussicht stellen, neuen Auftrieb verleihen. Allerdings: Die Zahl der Anbieter ist in den vergangenen Jahren eher geschrumpft als gewachsen. Mit der DEVK hat sich jetzt ein weiterer Versicherer zurückgezogen.

Industrieversicherung: Knappe Kapazität hat Folgen

 Herbert Frommes Kolumne  Bei den Preisen in der Industrieversicherung ist etwas Ruhe eingekehrt. Doch die Kapazitäten bleiben knapp oder werden noch knapper. Der Unmut in der Industrie wächst. Risikomanager suchen händeringend nach Alternativen. Viele denken über Captives nach oder haben bereits Machbarkeitsstudien in Auftrag gegeben. Meist wird es beim Nachdenken bleiben, denn Captives sind weder einfach noch billig. Die zweite Alternative: Große internationale Anbieter, die mit echten Kapazitäten kommen, sind hoch willkommen. Die traditionellen Anbieter werden Marktanteile verlieren.

Zugang zu Fahrzeugdaten für Telematik-Anbieter IMS

Der Telematik-Anbieter IMS will die Risikobewertung bei verhaltensbasierten Autoversicherungen verbessern und hat dafür eine Partnerschaft mit der Plattform für Daten aus vernetzten Autos High Mobility geschlossen. Durch Kombination mit den Smartphone-basierten Telematik-Daten von IMS wollen die beiden Unternehmen neue Ansätze für Versicherer liefern. Eine erste Anwendung könnte es bereits 2024 geben. Die Versicherer fordern seit Langem freien Zugang zu den Daten aus vernetzten Fahrzeugen, Hoffnung macht der angekündigte EU Data Act.

Allianz schnappt sich die AOK Bayern

Schwerer Schlag für die Versicherungskammer Bayern: Das Unternehmen, das mit der Bayerischen Beamtenkrankenkasse und der Union Krankenversicherung zwei private Krankenversicherer im Konzern hat, verliert mit der AOK Bayern nach 19 Jahren Zusammenarbeit einen wichtigen Partner im Bereich der Zusatzversicherungen. Die AOK Bayern kooperiert ab 1. Januar 2024 mit der Allianz Private Krankenversicherung. Die Versicherungskammer hofft, dass sich das auch wieder ändern kann.

Geringerer Fehlbetrag bei Lebensversicherern

Im vergangenen Jahr konnten 22 Lebensversicherer nicht genug Kapitalerträge erwirtschaften, um die Garantieversprechen an die Kundinnen und Kunden zu decken. Das war einer mehr als im Jahr zuvor. Aber die Lücke zwischen Soll und Ist hat sich insgesamt deutlich reduziert. Das ergibt die Analyse des Versicherungsberaters Zahl & Recht aus Vechta. Die Aussichten für die Branche sind nach seiner Einschätzung wegen des steigenden Zinsniveaus aber alles andere als rosig.

Allianz verliert weiter Marktanteile

Die Allianz hat 2022 im vierten Jahr in Folge Marktanteile in der deutschen Erstversicherung verloren. Das geht aus der jüngsten Analyse des Kölner Kivi-Instituts hervor, das eng mit Assekurata zusammenarbeitet. 2019 hatte die Allianz noch einen Anteil von 20,42 Prozent, 2022 waren es nur noch 17,13 Prozent. Auch die Gruppen auf Nummer zwei bis vier haben verloren, das sind die Öffentlichen, die R+V und die Generali. Kleinere Zuwächse melden unter anderem Ergo, Debeka, Talanx und HUK-Coburg.

Noch anziehend für junge Leute?

Der Arbeitskräftemangel macht sich längst nicht mehr nur bei Fachkräften und Spezialisten bemerkbar. Auch die Besetzung von Ausbildungsplätzen und Plätzen in dualen Studiengängen ist für die Versicherer deutlich schwieriger geworden. Bekannte Namen ziehen offenbar immer noch, daneben müssen die Unternehmen kreativ werden. Influencer auf Social Media sollen genauso beim Recruiting helfen wie der Rundgang durch die Büros mit den Eltern.

Wochenspot: Der Wettbewerb um Azubis

 Wochenspot – der Podcast  Regelmäßig gibt es den Versicherungsmonitor auch zum Hören. In dieser Ausgabe sprechen Redakteurin Katrin Berkenkopf und Berlin-Korrespondent Jonas Tauber um die Bilanz der Versicherer zu Beginn eines neuen Ausbildungsjahres. Oft bieten Unternehmen mehr Plätze an als zuvor, doch mehr als jedes zweite kann nicht alle besetzen.

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Heitmann: Autoversicherer machen „historische Erfahrung“

 Exklusiv  Hohe Preise für Ersatzteile und Reparaturen, aber auch die Notwendigkeit, Schadenreserven aufzustocken, führen zu erheblichem Druck auf die Kfz-Versicherer. HUK-Coburg-Chef Klaus-Jürgen Heitmann sagt im Interview mit dem Versicherungsmonitor, dass es marktweit auch 2024 und 2025 rote Zahlen geben könne, selbst wenn die Unternehmen für das Jahr 2024 die Preise erhöhen. Er beantwortet auch Fragen zur Marktentwicklung angesichts steigender Preise. Der HUK-Coburg könnte das nützen.

GDV erwartet 2,5 Mrd. Euro technischen Verlust in Kfz

Der Gesamtverband der Versicherer (GDV) warnt vor einem Milliardenverlust in der Autoversicherung. Nach einer Hochrechnung kann die Branche mit einem Beitragswachstum von 3,7 Prozent rechnen, die Leistungen werden aber um rund 12 Prozent zulegen. Der Verband macht die Inflation verantwortlich und plädiert für Preiserhöhungen, um wieder aus der Verlustzone zu kommen. Die Branche kann nicht sagen, dass sie nicht gewarnt worden wäre.

Zehn Jahre Versicherungsmonitor – ein Rückblick

Im Jahr 2013 erschien zum ersten Mal der Newsletter des Versicherungsmonitors hinter der Bezahlschranke. Das Top-Thema damals: Der Internet-Riese Google rudert aufgrund technischer Probleme mit seinem Vergleichsportal für Versicherungen zurück. In den folgenden Jahren gab es noch viele andere spannende Themen wie den Boom des externen Run-offs, einen neuen digitalen Krankenversicherer und das Insurtech Financefox, das sich zum Einhorn Wefox mausert. Der Versicherungsmonitor blickt auf interessante Deals, wichtige Personalien und die großen Ereignisse der vergangenen zehn Jahre zurück. Hier der erste von zwei Teilen.

Allianz „Klassenbester bei der Schadenabwicklung“

Die Allianz hat Aktien-Analysten bei einer Veranstaltung Einzelheiten zur Schadenabwicklung in Deutschland genannt und sie dabei ordentlich beeindruckt. Die Allianz sei „Klassenbester bei der Schadenabwicklung“, schreiben die Analysten der Bank Berenberg. Der Konzern nannte bei dem Event Daten zur Abwicklungsgeschwindigkeit, den Einsparungen pro Schaden bei der Nutzung von Vertragswerkstätten und zur Schaden- und Kostenquote in der Kfz-Versicherung: Die sei besser als die des Rivalen HUK-Coburg.

GDV schätzt Unwetter-Schäden auf 740 Mio. Euro

Der Versichererverband GDV schätzt die durch die Sommerunwetter „Lambert“ und „Kay“ verursachten versicherten Schäden auf 740 Mio. Euro. Sachschäden und Schäden an Fahrzeugen hielten sich dabei die Waage. Das Beratungsunternehmen Meyerthole Siems Kohlruss hatte eine ähnliche Schätzung abgegeben. Der GDV favorisiert weiterhin Opt-out-Lösungen und Prävention statt einer Pflichtversicherung hinsichtlich der steigenden Zahl von Extremwetterereignissen.

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