Die Ergo betreibt aus Nutzersicht die beliebteste Anwendung für das Smartphone in der Versicherungsbranche. Zu diesem Ergebnis kommt das Meinungsforschungsinstitut Service Value in einer aktuellen Befragung, die es in Kooperation mit dem Institut der Süddeutschen Zeitung durchgeführt hat. Damit verdrängen die Düsseldorfer die Allianz-App, die das Ranking im Vorjahr angeführt hatte. Bei den Insurtechs belegt der Digitalmakler Clark erneut die Spitzenposition. Branchenübergreifend sind die Apps von Payback und Booking.com am beliebtesten.
Archiv ‘Insurtech’
Admiral kauft Telematik-Spezialisten Flock
Der britische Direktversicherer Admiral übernimmt das Insurtech Flock für 80 Mio. Pfund (92 Mio. Euro). Flock ist auf Telematik-Lösungen für Flotten spezialisiert und versichert auch Lieferdienste. Mit dem Zukauf baut Admiral sein Geschäft im Gewerbe- und Industriekundensegment aus, in dem er bislang nur eine kleine Rolle spielte. Zu den Verkäufern der Flock-Anteile gehören Carsten Maschmeyer und Christopher Lohmann.
ChatGPT greift Software-Spezialisten an
Der KI-Konzern Open AI, bekannt durch seinen Chatbot ChatGPT, hat die neue Plattform Frontier auf den Markt gebracht. Sie richtet sich an Unternehmen, auch an Versicherer. Experten sehen darin einen direkten Angriff auf Software-Hersteller wie SAP. Die US-Gesellschaft State Farm gehört zu den ersten Kunden. Unabhängig davon hat der spanische Assekuradeur Tuio ein Werkzeug vorgestellt, mit dem Kunden direkt auf ChatGPT Angebote für ihre Hausratversicherung einholen können.
UK-Insurtech Artificial Labs sammelt 45 Mio. Dollar ein
Das britische Versicherungs-Start-up Artificial Labs hat in einer Series-B-Finanzierungsrunde 45 Mio. Dollar (38 Mio. Euro) eingesammelt. Mit dem frischen Geld hat das Insurtech einiges vor. Neben dem Londoner Markt, auf dem das Unternehmen nach eigenen Angaben derzeit gut aufgestellt ist, will Artificial Labs auch in den USA Fuß fassen. Eine Expansion nach Kontinentaleuropa soll folgen – um die soll sich Christopher Lohmann kümmern.
Allianz steigt beim Kfz-Start-up Wrisk ein
Die Allianz vertieft ihre Beziehung zu Wrisk: Aus der 2019 gestarteten Kooperation im Kfz-Geschäft wird nun eine Beteiligung. Im Rahmen der Serie-B-Finanzierungsrunde steigt Allianz Holdings plc, die britische Holding der Allianz-Gruppe, als strategischer Investor bei der digitalen Plattform ein. Wrisk, ein Start-up aus London, ist auf eingebettete Versicherungen für den Automobilsektor spezialisiert. Die Mittel sollen in die internationale Expansion und den Ausbau der Daten- und Analysefähigkeiten fließen, heißt es.
Bayerische: HR-Chef wechselt zu Gallagher, Nachfolger bereits gefunden
Die Bayerische ernennt Matthias Balint zum neuen Leiter des Bereichs People & Culture. Er wird der Nachfolger von Alexander Müller-Benz, der 15 Jahre im Konzern arbeitete und ab Februar 2026 international tätig sein wird – bei Gallagher. Die Haftpflichtkasse ernennt Nicolas Pöltl zum KI-Chef, der zuvor CEO bei BNP Paribas Cardif war. Dort wurde bereits seine Nachfolgerin ernannt. Die DEVK Re hat einen neuen Chief Underwriting Officer, und Miller verstärkt das Surety-Geschäft in Europa.
OVB will KI im Vertrieb forcieren
Der Finanzvermittler OVB hat eine Kooperation mit dem Berliner Start-up Muffintech gestartet. Gemeinsam wollen sie eine auf künstlicher Intelligenz (KI) basierende Plattform für den Vertrieb entwickeln. Damit sollen Prozesse wie die Angebotserstellung oder die Bearbeitung von Kundenanfragen vereinfacht werden. Der Start in Deutschland ist für das erste Quartal 2026 geplant, anschließend soll die Plattform schrittweise auf weitere europäische Ländergesellschaften von OVB ausgedehnt werden.
Wefox-Chef Müller glaubt an „zweiten Frühling“ für das Start-up
Joachim Müller blickt zufrieden auf die vergangenen Monate, in denen er das angeschlagene Versicherungs-Start-up Wefox leitete. Das Unternehmen konzentriert sich aktuell auf die Märkte Niederlande, Österreich und Schweiz und soll dort noch in diesem Jahr profitabel werden, kündigte Müller beim Handelsblatt Insurance Summit an. Ein Verkauf ist für den früheren Allianz-Manager offenbar kein Thema.
Insurtechs: Der Traum ist vorbei
Die Zahl der Neugründungen von Versicherungs-Start-ups im deutschsprachigen Raum ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich zurückgegangen, zeigt eine Analyse des New Players Network (NPN), hinter dem die Versicherungsforen Leipzig stehen. Im laufenden Jahr gab es nur eine Neugründung. Die Autoren des Berichts haben jedoch noch Hoffnung für etablierte Insurtechs. Sie können sich in Zukunft als strategische Partner für den kulturellen Wandel in der Versicherungsbranche einsetzen.
Fabian Fischer wechselt von Element zur Interrisk
Leute – Aktuelle Personalien Die Interrisk Versicherungs-AG, die Deutschlandtochter des österreichischen Versicherers Vienna Insurance Group, bekommt mit Fabian Fischer einen neuen Leiter für Marketing & Produkt. Fischer kommt vom insolventen Digitalversicherer Element. Außerdem: Der Spezialversicherer Hiscox gründet ein Team für Alternative Risk Transfer, und HDI Global USA schafft eine neue Position im Bereich Energy & Power Underwriting.
Axa hat große Pläne mit Prima
Der französische Versicherungskonzern Axa ist mit dem Ergebnis des ersten Halbjahrs des laufenden Geschäftsjahres zufrieden. Die Gruppe wuchs spartenübergreifend. Sie musste aber einen Rückgang des Gewinns hinnehmen. Von dem gerade übernommenen Assekuradeur Prima verspricht sich Axa viel, wie Konzernchef Thomas Buberl bei der Präsentation der Halbjahreszahlen sagte. Mit Prima wolle er zu den Wurzeln des Versicherungsgeschäfts zurückkehren und den digitalisierten Vertrieb ankurbeln.
Provinzial könnte Risikoträger für Getsafe werden
Nachdem Getsafe im Juni 2025 seine BaFin-Versicherungslizenz zurückgegeben hat, steht nun offenbar die Provinzial als neuer Risikoträger für 400.000 bestehende Policen bereit. Getsafe-CEO Christian Wiens bestätigte, dass eine mögliche Partnerschaft mit der Provinzial geprüft wird. Weitere Infos gibt das Insurtech nicht, da es sich um ein laufendes Verfahren handele, so Wiens.
DA Direkt startet Kfz-Vertrieb in den Niederlanden
Der zur Zurich gehörende Direktversicherer DA Direkt hat mit dem Insurtech Ominimo den Vertrieb von Kfz-Policen in den Niederlanden gestartet. Es handelt sich um reines Privatkundengeschäft, wie die Zurich mitteilte. Im April dieses Jahres hatten beide Unternehmen eine umfassende Vertriebskooperation im europäischen Versicherungsmarkt angekündigt. Sie wollen noch weitere Märkte im Kfz-Segment erschließen.
Ex-Hiscox-Deutschlandchef wechselt zu Hypoport
Exklusiv Markus Niederreiner, der ehemalige Deutschlandchef von Hiscox, hat einen neuen Job: Wie er dem Versicherungsmonitor bestätigte, wird er ab dem 15. September dieses Jahres Vorstand bei der Hypoport Insurtech AG, in der die Versicherungsaktivitäten des Technologieunternehmens Hypoport gebündelt sind. Zusätzlich wird er Chef der Hypoport-Tochter Smart Insurtech AG. Außerdem: ein neuer Geschäftsführer für Verivox Versicherungsvergleich, ein interessanter Karrieresprung vom HDI zur Finanzchefin des Rundfunksenders WDR und eine Neubesetzung an der Spitze von Liberty Specialty Markets in Europa.













