Archiv ‘M&A’

Rückversicherer: M&A immer noch „heißes Thema“

Die Aussichten auf dem Rückversicherungsmarkt haben sich durch die leichten Preiserhöhungen in den vergangenen anderthalb Jahren zwar leicht verbessert, aber die generellen Probleme bestehen immer noch. Deshalb rechnet die Ratingagentur Standard & Poor’s damit, dass die Übernahmen und Fusionen (M&A) in der Branche weitergehen werden. Vor allem Nischenanbieter, die auf einen Geschäftsbereich oder wenige Länder spezialisiert sind, könnten zu Übernahmekandidaten werden.

Marsh: Hohe Nachfrage nach M&A-Policen

Policen, mit denen sich Unternehmen gegen finanzielle Risiken aus Fusionen und Übernahmen absichern können, sind weiter auf dem Vormarsch. Der Berater und Makler Marsh hat im vergangenen Jahr weltweit bei insgesamt 1.089 Transaktionen solche Policen platziert, das ist ein Plus von 31 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Gesamtdeckungssumme dieser Versicherungen liegt bei 36,5 Mrd. Dollar und damit 35 Prozent über dem Vorjahresvolumen. Eine hohe Nachfrage nach Transaktionsdeckungen verzeichnete Marsh nicht nur auf dem von Preisrückgängen geprägten US-Markt, sondern auch in der EMEA-Region (Europa, Naher Osten und Afrika), in der die Prämien zuletzt gestiegen waren.

Nichtentlastung des CEO muss kein Fall für die D&O sein

 Legal Eye – Die Rechtskolumne  Für die Bayer AG entwickelt sich der Kauf des US-Konzerns Monsanto zunehmend zu einem unternehmerischen Debakel. In den USA sind tausende Haftungsprozesse wegen des Glyphosat enthaltenden Unkrautvernichters Roundup anhängig, und jüngste prozessuale Niederlagen ließen den Aktienkurs des Dax-Konzerns seit der Akquisition signifikant schrumpfen. Die Aktionäre begehrten auf und verweigerten dem Vorstandsvorsitzenden von Bayer auf der Hauptversammlung die Entlastung. Unter D&O-Aspekten ist das kein gutes Zeichen.

Mehr Großschäden in der M&A-Versicherung

Bei M&A-Policen, die Risiken aus Unternehmensübernahmen abdecken, gibt es immer höhere Schäden, zeigt eine aktuelle Studie von AIG, einem der führenden Anbieter der Verträge. Im vergangenen Jahr hat sich die Zahl der Schäden über 10 Mio. Dollar fast verdoppelt. Der Markt für die Policen ist trotzdem umkämpft, die Preise sind unter Druck. Vor allem bei großen Deals steigt die Häufigkeit der Schäden.

Digitalplattform Finlex will stark wachsen

Das Plattform- und Maklerunternehmen Finlex in Frankfurt will noch in diesem Jahr prüfen, ob es für seine weitere, möglicherweise auch internationale Expansion externes Kapital einwerben will. Das sagt Geschäftsführer Sebastian Klapper im Interview mit dem Versicherungsmonitor. Aktuell wächst Finlex sehr kräftig in seinen Spezialsegmenten. Dazu gehören D&O, Cyber sowie die Versicherung von Börsengangrisiken. Im ersten Quartal verzeichnete das Unternehmen 287 Nutzer und 589 Ausschreibungen, die zu 268 Policen führten. Das Unternehmen arbeitet mit Endkunden zusammen und ist als Makler registriert, sieht sich aber in erster Linie als Berater und Organisator der Plattform.

Ecclesia greift bei M&A-Policen an

Der Detmolder Versicherungsmakler Ecclesia steigt in das Geschäft mit Versicherungen für Firmenübernahmen und Fusionen (M&A) ein. Das kirchennahe Unternehmen hat dafür eine neue Abteilung gegründet und den M&A-Versicherungsexperten Georg von Mangoldt ins Boot geholt, der bislang für Marsh in New York tätig war. Der Jurist soll die neue Einheit ab Mai 2019 in Frankfurt aufbauen. Ecclesia befindet sich derzeit auf Wachstumskurs und wittert im Vertrieb von M&A-Policen großes Potenzial – nicht nur im Geschäft mit Industriekunden, sondern auch im traditionellen Marktsegment der Gesundheits- und Sozialwirtschaft.

Rekordzahlung an Allianzchef Bäte

Allianz-Chef Oliver Bäte hat 2018 einen millionenschweren Bonus erhalten. Das Unternehmen zahlte seinem Vorstandsvorsitzenden 10,33 Mio. Euro aus, mehr als doppelt so viel wie die 4,98 Mio. Euro des Vorjahrs. Die Daten hat die Allianz im gesetzlich vorgeschriebenen Vergütungsbericht für ihre Vorstände genannt, der als Teil des Jahresberichts für 2018 am Freitag veröffentlicht wurde. Die wesentlichen Geschäftszahlen für das Jahr 2018 hatte das Unternehmen bereits am 15. Februar 2019 vorgelegt.

Aon sagt Fusionsgespräche mit Willis ab

Am Dienstagabend hatte der Großmakler Aon noch bestätigt, Gespräche über eine Übernahme des Konkurrenten Willis Towers Watson zu führen. Jetzt kommt die Absage. Aon habe keine Pläne, den Zusammenschluss der beiden Makler weiter zu verfolgen, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Zu der Bestätigung der Gespräche am Dienstagabend sei der Versicherer gesetzlich verpflichtet gewesen. Industriekunden hätten ein Zusammengehen der beiden Großmakler kritisch gesehen. Vor allem bei internationalen Programmen hätten die Unternehmen dann kaum noch Auswahl gehabt.

Brexit bremst M&A aus

Der Trend zu einer steigenden Zahl der Fusionen und Übernahmen (M&A) in der Versicherungsbranche, der sich im vergangenen Jahr gezeigt hatte, wird nicht anhalten. Die Kanzlei Clyde & Co. erwartet, dass die Unsicherheiten um den Brexit und der Handelsstreit zwischen den USA und China den M&A-Aktivitäten im ersten Halbjahr 2019 einen Dämpfer verpassen werden. Für das zweite Halbjahr rechnen die Experten aber wieder mit einer Erholung des Marktes. Übernahmeziele sieht Clyde & Co unter anderem im Lloyd’s-Markt, wo sich viele Syndikate von Geschäft trennen.

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