Es wurde schon viel darüber geredet, dass mehr Nachhaltigkeit im Wirtschaftsleben vonnöten ist. Doch ausgerechnet die Corona-Pandemie wird der Transformation hin zu einer umweltfreundlicheren, sozialeren und ethischeren Wirtschaft zum Siegeszug verhelfen. Davon zeigten sich Experten beim Nachhaltigkeitsforum der Süddeutschen Zeitung überzeugt. Große Kapitalanleger wie die Versicherungswirtschaft können dabei helfen – nicht nur über Ausschlusslisten von Unternehmen, in die sie nicht mehr investieren wollen, sagte Sona Stadtelmeyer-Petru, Nachhaltigkeitsverantwortliche bei Allianz Investment Management.
Archiv ‘Nachhaltigkeit’
Nachhaltigkeit und andere Trends
Was die Woche bringt An dieser Stelle nehmen wir die Themen der kommenden Woche in den Blick und stellen wichtige Branchentermine vor. Dieses Mal: Nachhaltigkeitsforum der Süddeutschen Zeitung und Assekurata-Studie zur Überschussbeteiligung der Lebensversicherer
Resilienz: Gemeinsam stark
Meinung am Mittwoch Mit der Corona-Krise gewinnt Resilienz zunehmend an Bedeutung. Die Widerstandsfähigkeit unserer modernen Gesellschaft wird auf eine harte Probe gestellt. In der Physik beschreibt Resilienz die Eigenschaft eines Körpers, der nach seiner Verformung in seinen ursprünglichen Zustand zurückkehrt. Aber ist eine Rückkehr in den Zustand vor Corona erstrebenswert? Es ist wichtig, aus der Krise Lehren zu ziehen. Es gilt, eine neue Kultur des Risikomanagements zu entwickeln.
Wie Versicherungskunden zu Nachhaltigkeit stehen
Immer mehr Verbraucher achten in allen Lebenslagen auf Nachhaltigkeit. Ob das bei Versicherungen auch der Fall ist, wollte die Ratingagentur Assekurata mit einer Umfrage herausfinden. Das Ergebnis: Ein Großteil der Versicherungskunden hat nach eigenen Angaben eine sehr klare Vorstellung davon, was Nachhaltigkeit bedeutet, und richtet seine Lebensweise daran aus. Auch bei Versicherungen ist vielen das Thema wichtig. Wenn es um die Bereitschaft geht, dafür mehr zu bezahlen oder auf Rendite zu verzichten, sieht es allerdings anders aus.
Versicherer wollen nachhaltiger werden
Die deutschen Versicherer wollen sich in zwei Etappen grüner aufstellen – bis 2025 und 2050. Das geht aus den neuen Nachhaltigkeitszielen hervor, die der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft verabschiedet hat. Demnach sollen mehr Kapital in nachhaltige Projekte investiert, neue Versicherungspolicen angeboten und nicht zuletzt die eigene Infrastruktur überholt werden. Damit wollen die Versicherer auf den zunehmenden Druck von Gesetzgebern und Organisationen und auf die entsprechende Nachfrage der Kunden reagieren.
Nachhaltigkeit nimmt an Fahrt auf
Das Thema Nachhaltigkeit wird auch für Versicherer und Vertriebe immer wichtiger – nicht zuletzt, weil Vermittler ab 2022 in Beratungsgesprächen darauf hinweisen müssen und auch immer mehr Kunden von sich aus Informationen darüber einfordern. Das Analysehaus Zielke Research Consult hat jetzt besonders nachhaltige Versicherer ausgezeichnet. Zu den Preisträgern zählen Gothaer, Helvetia, Sparkassen Versicherung und Allianz.
Makler im Kaufrausch
Was die Woche bringt An dieser Stelle nehmen wir die Themen der kommenden Woche in den Blick und stellen wichtige Branchentermine vor. Dieses Mal: Virtuelle Nachhaltigkeits-Konferenz von Analyst Carsten Zielke
IT wie im Science Fiction-Film von 1975
Themenschwerpunkt Nachwuchs Der Versicherungsbranche fällt es nicht leicht Nachwuchskräfte für sich zu begeistern, ihr Image ist nicht das beste. Doch immer wieder entscheiden sich junge Leute trotzdem für eine Laufbahn in der Assekuranz. Was wünschen sie sich von den Versicherern? Inwieweit unterscheiden sich ihre Ansichten von denen altgedienter Mitarbeiter? Um das herauszufinden, hat der Versicherungsmonitor einen Round Table mit fünf Studierenden der Versicherungswissenschaften veranstaltet. Das Gespräch gibt der Versicherungsmonitor als dreiteilige Serie wieder. Im dritten Teil geht es um künstliche Intelligenz, Nachhaltigkeit und Leben sowie Arbeiten und Studieren in Corona-Zeiten.
Der lange Weg zum grünen Versicherer
Exklusiv Einen nachhaltigen Versicherer zu gründen – diese Aufgabe hatte sich Marie-Luise Meinhold zwar nicht einfach vorgestellt, aber doch leichter, als es tatsächlich ist. Wann ihr Unternehmen Ver.de die BaFin-Lizenz erhält und damit offiziell zu einem Versicherer wird, dazu möchte sie mittlerweile keine Prognose mehr abgeben. Aber aufgeben kommt für die ehemalige Allianz-Mitarbeiterin nicht in Frage.
Assekuranz wird nachhaltiger und sozialer
Die Versicherer werden besser in puncto Nachhaltigkeit und soziales Engagement. Zumindest ihre Berichterstattung zu den Themen deutet das an, das ergibt eine Auswertung der Corporate Social Responsibility-Berichte (CSR) durch den Analysten Carsten Zielke. „Es hat sich etwas getan, aber das ist erst der Anfang“, erklärte er bei der Präsentation der Ergebnisse. Neuer Spitzenreiter ist die Gothaer. Gerade im europäischen Vergleich zeige sich bei den deutschen Anbietern aber noch Nachholbedarf. Die Anforderungen werden steigen, ist Zielke überzeugt. „Der Druck wird von der Straße kommen.“
Weiler: „Die Aussichten sind zwiespältig“
Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) blickt mit zwiespältigen Gefühlen in die Zukunft. Einerseits stehe die Branche wirtschaftlich recht stabil da, andererseits sei nicht mit einer regulatorischen Entspannung zu rechnen, heißt es im Bericht von Präsident Wolfgang Weiler von der Mitgliederversammlung. Die Branche habe es mit wachsenden Erwartungen aus der Politik zu tun. In der Lebensversicherung rechnet der GDV mit einem Beitragsminus von 2,4 Prozent für 2020.
Munich Re lockt Investoren mit Green Bond
Premiere bei der Munich Re: Der Rückversicherer hat seine erste „grüne Anleihe“ platziert. Die Einnahmen von 1,25 Mrd. Euro sollen nur in Projekte investiert werden, die fest definierten Nachhaltigkeitskriterien entsprechen. Die Münchener sehen sich damit als Vorreiter, auch wenn sie nicht der erste Versicherer sind, der in diesem Segment aktiv ist. Das Geld gibt dem Unternehmen die Chance, den harten Rückversicherungsmarkt für weiteres Wachstum zu nutzen.
Vantik: „PEPP ist eine Riesenchance“
Exklusiv Mit dem Pan-European Personal Pension Product (PEPP) will die EU eine kostengünstige, grenzüberschreitende Privatrente schaffen. Seitdem das Europäische Parlament und der Rat die Einführung im Sommer 2019 beschlossen haben, arbeitet die europäische Versicherungsaufsicht Eiopa an einem konkreten Umsetzungsvorschlag. Diesen Freitag wird die Behörde ihn vorlegen. Til Klein, Gründer und CEO des Fintechs Vantik und Mitglied des Eiopa-Expertenbeirats, gibt im Interview mit dem Versicherungsmonitor eine Vorschau auf den Gesetzentwurf – und erklärt warum die Europarente eine gute Vorlage für eine Riester-Reform wäre.










