Nürnberger-Chef Harald Rosenberger hat auf der DKM die Entscheidung verteidigt, die Unabhängigkeit des fränkischen Versicherers aufzugeben und mit der Vienna Insurance Group (VIG) als Mehrheitseigner weiterzumachen. Die VIG sei mit Blick auf die umfassende Transformationen des Unternehmens der ideale Partner. Der Wiener Versicherungsgigant, der bislang vor allem in Mittel- und Osteuopa tätig ist, stellt nicht nur die nötigen finanziellen Mittel bereit, sondern bringt auch umfangreiche eigene Erfahrungen in der Systemmodernisierung mit. Die Nürnberger profitiert außerdem von ihrer künftigen Aktionärsstruktur, betonte Rosenberger.
Archiv ‘Nürnberger’
DKM und Versicherungsaufsicht
An dieser Stelle nehmen wir die Themen der kommenden Woche in den Blick und stellen wichtige Branchentermine vor. Dieses Mal: die Vermittlermesse DKM in Dortmund, die Jahreskonferenz der Versicherungsaufsicht in Bonn sowie Zahlen von Axa und Scor
Nürnberger betont Partnerschaft mit VIG
Der Verkauf der Nürnberger an die Vienna Insurance Group (VIG) wird zum 1. April oder zum 1. Juli 2026 wirksam. Davon gehen verhandlungsnahe Kreise aus. Wie berichtet hatten Nürnberger und VIG am Donnerstagabend das Übernahmeangebot der Österreicher für alle Aktien an der Nürnberger in Höhe von 120 Euro pro Aktie bekanntgegeben. Die Nürnberger sieht sich als Partner und betont, dass die Wiener der neuen Tochter eine große Eigenständigkeit lassen werden.
Warum der Verkauf gut für die Nürnberger ist
Nürnberger-Chef Harald Rosenberger hat sich durchgesetzt und das Unternehmen an die Vienna Insurance Group (VIG) verkauft. Das ist gut für die Nürnberger. Man sollte aber nicht allzu viel auf die öffentlichen Bekundungen geben, nach denen sich für die Nürnberger und ihre Beschäftigten kaum etwas ändern wird. Die VIG zahlt eine erhebliche Prämie für ihre Neuerwerbung. Über kurz oder lang will sie das Geld zurück.
Nürnberger: VIG sichert sich VKB-Aktien
Die Vienna Insurance Group (VIG) hat mit der Versicherungskammer Bayern (VKB) eine Vereinbarung über den Kauf ihrer Aktien an der Nürnberger geschlossen, sollte die VIG ein Angebot für den fränkischen Versicherer machen. Die VKB wollte entsprechende Informationen des Versicherungsmonitors nicht kommentieren. Mit dieser Vereinbarung hat die VIG einen großen Schritt zur Übernahme gemacht. Die VKB hat offenbar jede Hoffnung aufgegeben, selbst bei der Nürnberger zum Zuge zu kommen.
VIG nennt Preis für Nürnberger
Die Vienna Insurance Group (VIG) geht den nächsten Schritt bei der Übernahme der Nürnberger. Nach Abschluss der Buchprüfung (Due Diligence) hat sie jetzt dem Vorstand der Nürnberger mitgeteilt, dass sie bereit sei, den Aktionären 115 Euro pro Aktie zu zahlen. Das ist ein deutlicher Aufschlag auf die 65 Euro, zu denen die Aktie zu Beginn des Prozesses gehandelt wurde. Jetzt steht der Deal kurz vor dem Abschluss.
Entscheidende Tage beim Nürnberger-Verkauf
Die Vienna Insurance Group hat die Prüfung der Bücher bei der Nürnberger abgeschlossen. In der kommenden Woche wollen die Österreicher den Preis nennen, den sie den Aktionären anbieten wollen. In Aktionärskreisen gibt es weiterhin scharfe Kritik an der Intransparenz des von CEO Harald Rosenberger geführten Verfahrens.
Nürnberger ordnet Vorstandsressorts
Die Nürnberger Versicherung nimmt Veränderungen an ihren Vorstandsressorts vor. Der künftige Finanzchef Peter Ott soll im November auch die neu geschaffene Position des Chief Financial and Risk Officers besetzen. Zudem legt der Versicherer die Ressorts Operations und IT zusammen. Außerdem: Die Zurich-Tochter Real Garant bekommt ein neues Vorstandsmitglied. Personelle Neuigkeiten gibt es auch beim Maklerkonsoliderer Hanseatic Broking Center aus Hamburg.
Nürnberger-Aktionäre immer verärgerter
Am Donnerstag tagt in Nürnberg der Aufsichtsrat der Nürnberger. Dabei spielen die exklusiven Gespräche des fränkischen Versicherers mit der Vienna Insurance Group (VIG) eine große Rolle. Bei vielen Aktionären steigt die Verärgerung. Sie werfen dem Vorstand unter Harald Rosenberger intransparentes Verhalten beim Verkauf der Gruppe vor. „Rosenberger und die Vorstände laufen ein gewaltiges Haftungsrisiko“, sagte ein Insider.
Nils Reich ist neuer Kravag-Chef
Dass sich Axa-Manager Nils Reich der R+V-Gruppe anschließen würde, war bereits bekannt. Nun teilt die Tochter Kravag mit: Er wird nicht nur das Komposit-Geschäft des Mutterkonzerns, sondern auch den Vorstandsvorsitz des Spezialversicherers übernehmen. Er folgt auf Klaus Endres. Außerdem sucht die Nürnberger nach einem neuen IT-Vorstand. Personelle Neuigkeiten gibt es auch bei Marsh McLennan und Ecclesia Re.
Wie Walthes und Breuer die Öffentlichen umpflügen
Die Veränderung der Eigentümerstruktur der ÖRAG zeigt, wie die Konsolidierung des öffentlichen Lagers weitergeht. Große Fusionen sind aktuell nicht zu erwarten. Stattdessen hat sich eine Führung unter VKB-Chef Frank Walthes und Provinzial-Chef Wolfgang Breuer herausgebildet. Ihre beiden Gruppen kontrollieren zwei Drittel der Prämieneinnahmen der Öffentlichen. Sind sie sich einig, müssen die anderen folgen.
Echte Schmerzen und fehlende KI-Beispiele
Die Lage für die Lebensversicherer in Deutschland normalisiert sich zusehends, sogar das Geschäft gegen Einmalbeitrag kehrt zurück. Guido Bader, Chef der Stuttgarter Lebensversicherung, erwartet hier im Laufe des Jahres einen Anstieg des Neugeschäfts. Aber die Stornoquoten in der Sparte bereiten ihm Kopfschmerzen, sagte er auf einer Branchen-Veranstaltung. Einige Marktteilnehmer suchen ihr Heil in Fusionen, die Stuttgarter selbst fusioniert gerade mit der SDK.
Die Versicherer werden besser im Service
Die Ratingagentur Assekurata stellt den Versicherern ein gutes Zeugnis aus: In den vergangenen Jahren habe die Branche ihre Servicequalität deutlich verbessert. Assekurata stützt die Einschätzung auf die Ergebnisse einer Befragung von 4.500 Kundinnen und Kunden. Demnach ist die Zufriedenheit sowohl in der Schaden- und Unfallversicherung als auch in der Lebensversicherung und der privaten Krankenversicherung gestiegen. Die Experten sehen aber Fragezeichen, ob das künftig so weitergeht.









