Archiv ‘Nürnberger’

R+V: Comeback nach schlechtem Halbjahr

 Was die Woche bringt  An dieser Stelle nehmen wir die Themen der kommenden Woche in den Blick und stellen wichtige Branchentermine vor. Dieses Mal: Jahreszahlen der R+V, Pressegespräch zu „Risikobarometer Selbstständige“ von Versicherungsmonitor, Infas Quo sowie Signal Iduna und der Geschäftsbericht der Nürnberger

Nürnberger-Sanierung verblüfft Makler

 Exklusiv  Makler sind verwundert: Die Nürnberger gebe in großem Stil Verträge auf, auch solche, bei denen die Schadenquoten deutlich unter 50 Prozent liegen, berichten sie. Der Versicherer hat 2024 hohe Verluste eingefahren und steckt mitten in Programmen zur Kostensenkung und zur Bestandssanierung. Das Unternehmen teilt mit, die Sanierung mache Fortschritte, bleibt aber vage bei den Einzelheiten.

Hybride Kunden: Versicherer machen Fortschritte

Die Versicherer in Deutschland haben sich bei der Beratung und Betreuung der sogenannten hybriden Kunden in den vergangenen Jahren deutlich verbessert. Allerdings gibt es noch viel Luft nach oben. Zu diesem Ergebnis kommt die Beratungsgesellschaft Wavestone in einer aktuellen Studie. Untersucht wurden 13 deutsche Erstversicherer im Privatkundengeschäft. Spitzenreiter ist die Allianz. Etliche Gesellschaften haben sich gegenüber der Vorjahresstudie verbessert, einige aber auch verschlechtert.

Die gespaltene Branche

 Herbert Frommes Kolumne  Bei den Ergebnissen für 2024 unterscheiden sich Allianz und Munich Re stark von vielen anderen Gesellschaften. Supergewinne und Rekorddividenden hier, Stagnation oder sogar Verluste dort. Die Ursachen dieser Spaltung des Marktes sind noch nicht klar. Aber wenn sie lange anhält, kommt die Einheit der Branche unter Druck.

Nürnberger streicht Dividende zusammen

Die börsennotierte Versicherungsgruppe Nürnberger erwartet für 2024 einen hohen Verlust. Das werden auch die Aktionäre zu spüren bekommen. Der Konzernvorstand will die Dividende von zuletzt 3,50 Euro je Aktie auf 14 Cent je Aktie eindampfen. Entscheiden wird darüber die Hauptversammlung, der Vorstandsvorsitzende Harald Rosenberger bezeichnet den Schritt aber als „zwingend notwendig“. Die defizitäre Schaden- und Unfallversicherung soll 2027 aus den roten Zahlen kommen.

Wochenspot: War was?

 Wochenspot – der Podcast  Regelmäßig gibt es den Versicherungsmonitor auch zum Hören. In der letzten Ausgabe des Wochenspots für dieses Jahr sprechen Redakteurin Katrin Berkenkopf und Herausgeber Herbert Fromme über die Trends des fast abgelaufenen Jahres und die Ereignisse, die für besonderes Aufsehen gesorgt haben.

Allianz hält Überschussbeteiligung konstant

Während Ergo, Axa, Nürnberger, Inter und VPV die Überschussbeteiligung in der Lebensversicherung 2025 erhöhen, will Marktführer Allianz die Kundengutschrift nicht verändern. Vorstand Volker Priebe verweist im Gespräch mit dem Versicherungsmonitor darauf, dass der Versicherer die Kunden bereits in den vergangenen zwei Jahren und damit früher als andere Wettbewerber an den steigenden Zinsen hat teilhaben lassen. Für den Markt rechnet die Ratingagentur Assekurata mit einer weiter steigenden Überschussbeteiligung im kommenden Jahr.

Nürnberger warnt vor Jahresverlust

Die börsennotierte Versicherungsgruppe Nürnberger wird das Jahr 2024 mit einem Verlust zwischen 65 Mio. Euro und 85 Mio. Euro beenden. Das teilte der Konzern am Donnerstag mit. Grund ist eine benötigte Stärkung der Schadenreserven und des Eigenkapitals der Nürnberger Allgemeine Versicherung. Deren neue Führung unter Christine Kaaz hat offensichtlich Inventur gemacht.

Neues Vorstandsmitglied bei der WGV

 Leute – Aktuelle Personalien  Die WGV Versicherungen haben mit Hartmut Schöch (Bild) ein neues Vorstandmitglied. Schöch ist bereits seit 2004 im Unternehmen. Außerdem: Roland Roider, lange Chef der Haftpflichtkasse, hat einen neuen Job. Die Ecclesia-Tochter Deas hat eine neue Leiterin für den Standort Frankfurt am Main, die SV Sparkassenversicherung in Stuttgart ernennt einen neuen Kapitalanlage-Chef, und Lloyd’s of London hat bald einen neuen Personalchef. Zudem gibt es bei der Nürnberger und Universa Veränderungen im Aufsichtsrat, und die Swiss Insurance Brokers Association hat eine neue Spitze.

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Unruhiger Herbst in der Kfz-Versicherung

 Herbert Frommes Kolumne  Die Wechselsaison in der Kfz-Versicherung wird in diesem Jahr deutlich heftiger ausfallen als in den Vorjahren. Die meisten Gesellschaften stehen vor einem Dilemma: Sie müssen erneut die Preise erhöhen, und zwar deutlich. Das führt aber zu einer erhöhten Wechselbereitschaft der Kunden und damit möglicherweise zum Verlust von Marktanteilen. Nicht jedes Unternehmen wird dabei rational entscheiden.

Nürnberger: Kein Gewinn im Jahr 2024

Nach einem unterm Strich verlustreichen ersten Halbjahr kassiert die Nürnberger ihre Gewinnprognose für das Gesamtjahr 2024. Statt von 40 Mio. Euro bis 50 Mio. Euro geht das Unternehmen laut einer Pflichtmitteilung inzwischen von einem „ausgeglichenen Ergebnis“ aus. Das heißt: Einen Überschuss wird es bei den Franken in diesem Jahr nicht geben. Das noch im April kommunizierte Ziel, mithilfe eines Effizienzprogramms 2026 oder 2027 wieder einen Gewinn von mindestens 100 Mio. Euro zu erreichen, scheint aktuell in weiter Ferne.

Nürnberger reduziert Belegschaft drastisch

Während viele Versicherer händeringend Mitarbeiter suchen, um die Abgänge aufgrund des demografischen Wandels zu kompensieren, kündigt die Nürnberger offensiv ein Kostensenkungsprogramm an. Die Belegschaft soll um rund 600 Vollzeitstellen schrumpfen, das sind mehr als 20 Prozent. Konzernchef Harald Rosenberger will außerdem die Prozesse effizienter machen, unnötige Aufgaben streichen und die Tarifvielfalt verschlanken.

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