Archiv ‘Nürnberger’

Nürnberger mit Fortschritten im ersten Halbjahr

Bei der angeschlagenen Nürnberger ging es im ersten Halbjahr wieder bergauf: Das Konzernergebnis liegt deutlich im positiven Bereich, nachdem das Halbjahresergebnis 2024 bei minus 23 Mio. Euro und das Gesamtjahresergebnis sogar bei 77 Mio. Euro gelegen hatte. Die eingeleiteten Sanierungsmaßnahmen zeigten Wirkung, hinzu kamen Veräußerungserlöse. Die schwer zu planende Schadenentwicklung und eine erwartete Steuerbelastung werden das Gesamtjahresergebnis jedoch vermutlich drücken.

VIG: Gute Zahlen, kein Kommentar zu 7Square-Kritik

Die Vienna Insurance Group (VIG), die zuletzt mit ihrem Interesse an einer Übernahme der Mehrheit an der Nürnberger für Schlagzeilen gesorgt hat, meldet gute Zahlen für das erste Halbjahr. Die Kapitalausstattung erlaube es, attraktive Wachstumschancen wahrzunehmen, betonte Vorstandschef Hartwig Löger. Auf die Kritik des aktivistischen Investors 7Square, der den Wiener Konzern als Mehrheitseigner der Nürnberger für ungeeignet hält, reagierte die VIG nicht.

Nürnberger findet Finanzchef in schwierigen Zeiten

 Leute – Aktuelle Personalien  Inmitten der vor Kurzem bekannt gewordenen Kaufverhandlungen mit der österreichischen Vienna Insurance Group hat die Nürnberger Versicherungsgruppe einen neuen Finanzchef gefunden. Peter Ott (Bild) soll den Posten am 1. Oktober übernehmen. Er folgt Jürgen Voß nach, der das Unternehmen Ende des Jahres verlässt. Außerdem hat der Industrieversicherer HDI Global mit Nikita Tikhonov einen neuen Head of Marine Global Risk ernannt. Bei der Zurich gibt es einen Generationenwechsel.

Wochenspot: Ende der Entspannung

 Wochenspot – der Podcast  Regelmäßig gibt es den Versicherungsmonitor auch zum Hören. In dieser Ausgabe des Wochenspots sprechen Chefredakteurin Friederike Krieger und Herausgeber Herbert Fromme über den anstehenden Verkauf der Nürnberger, und was das für den Markt bedeutet. Diesen Podcast können Sie auch frei auf den gängigen Plattformen hören: SpotifyApple Podcasts und Amazon Music

Investor drängt Nürnberger zu Ende der VIG-Gespräche

Der aktivistische Investor 7Square hat die Nürnberger Beteiligungs-AG aufgefordert, sich für andere mögliche Investoren als die Vienna Insurance Group (VIG) für die Übernahme eines Mehrheitsanteils zu öffnen. Das geht aus einem Brief des Investors an den Vorstand der Nürnberger hervor, der dem Versicherungsmonitor vorliegt. 7Square hält die VIG als Mehrheitseigner demnach für ungeeignet, Aktionären drohe ein Wertverlust. 7Square beziffert den Wert der Nürnberger demnach auf 119 bis 143 Euro pro Aktie, der Kurs am Mittwoch lag dagegen bei 62,40 Euro.

Fabian Fischer wechselt von Element zur Interrisk

 Leute – Aktuelle Personalien  Die Interrisk Versicherungs-AG, die Deutschlandtochter des österreichischen Versicherers Vienna Insurance Group, bekommt mit Fabian Fischer einen neuen Leiter für Marketing & Produkt. Fischer kommt vom insolventen Digitalversicherer Element. Außerdem: Der Spezialversicherer Hiscox gründet ein Team für Alternative Risk Transfer, und HDI Global USA schafft eine neue Position im Bereich Energy & Power Underwriting.

Der Kampf um die Nürnberger

 Herbert Frommes Kolumne  Der geplante Verkauf der Nürnberger bedeutet einen Kulturschock für die Belegschaft und für die Region. Schließlich galt die Unabhängigkeit des Unternehmens als unantastbar, nachdem es im Jahr 2000 die Schlacht gegen den Übernahmeversuch durch die Versicherungskammer Bayern gewonnen hatte. Doch jetzt muss die Nürnberger verkaufen, die Lage ist sehr schlecht. Aber ob der Käufer wirklich die Vienna Insurance Group wird, ist noch nicht entschieden.

Munich Re: Sinkende Preise lassen Aktie einbrechen

Die Munich Re hat bei der Juli-Erneuerung in der Rückversicherung erneut Preisrückgänge verzeichnet. Das bescherte dem auf Disziplin bedachten Konzern auch einen Rückgang des dabei gezeichneten Geschäftsvolumens. Aufgrund von Währungseffekten hat die Munich Re ihre Umsatzprognose für das Gesamtjahr gesenkt. An der Börse kamen diese Nachrichten trotz der ansonsten starken Halbjahreszahlen nicht gut an. Zu den Verkaufsverhandlungen der Nürnberger, an der Munich Re mit mehr als 19 Prozent beteiligt ist, hielt sich Konzernchef Joachim Wenning bedeckt.

VIG will Nürnberger übernehmen

Die Vienna Insurance Group (VIG) aus Wien prüft die Bücher der Nürnberger Versicherung in einem Due Diligence-Verfahren. Das teilte die Nürnberger mit. Das Ziel: Die VIG will die Mehrheit an dem angeschlagenen fränkischen Versicherer kaufen. Auch andere Versicherer haben Interesse an der Gesellschaft.

Die Nürnberger wird verkauft

 Exklusiv  Die Nürnberger Versicherungsgruppe führt Gespräche mit einem Versicherer, die den Konzern übernehmen will. Den Namen des möglichen Investors hat der Konzern am heutigen Freitag genannt, es handelt sich um die Vienna Insurance Group. Die Nürnberger sucht nach einem hohen Verlust im Jahr 2024 einen starken Partner.

Preise und Margen optimieren mit Technik und Daten

 Digitaler Dienstag  Die Versicherungsbranche steht unter erheblichem Druck: volatile Märkte, geopolitische Spannungen, der Klimawandel sowie steigende Kundenerwartungen verlangen von Unternehmen ein Höchstmaß an Anpassungsfähigkeit. Gleichzeitig müssen Margen gesichert und Wachstumschancen genutzt werden. Dafür braucht es flexible, datenbasierte Strategien, insbesondere bei der Preisgestaltung und im Kostenmanagement.

Generali im Streit mit Mittelständler

 Exklusiv  Die Firma J.M. Schmitt in Bad Neuenahr-Ahrweiler produziert Rundverpackungen. Die katastrophale Flut im Sommer 2021 sorgte für einen Schaden von 23 Mio. Euro. Doch der Versicherer Generali hat nur 8 Mio. Euro gezahlt. Firmenchef Erwin Schmitt habe einem Sublimit von 20 Prozent für Elementarschäden zugestimmt, argumentiert die Generali. Der bestreitet das und hat den Versicherer verklagt.

Nürnberger Brotsuppe

 Herbert Frommes Kolumne  Die Nürnberger Versicherung serviert ihren Aktionären dünne Kost. Die Dividende für das Jahr 2024 beträgt lediglich 14 Cent, im Vorjahr waren es noch 3,50 Euro. In der Schadenversicherung erwartet die Gesellschaft zwei weitere Verlustjahre. Dennoch erhielt der Vorstand bei der Hauptversammlung am 14. Mai 2025 starke Unterstützung durch die Aktionäre. Ein wichtiger Grund: Er redet offenbar auch mit möglichen Kandidaten für eine Fusion oder einen Verkauf.

Versicherungskammer begrüßt Elementar-Pläne

Die Versicherungskammer begrüßt die Pläne von Union und SPD zur Elementarversicherung, die auch die Gründung eines staatlichen Rückversicherers und mehr Prävention vorsehen. Der Versicherer hatte 2024 erneut mit hohen Elementarschäden zu kämpfen, vor allem durch die Überschwemmungen im Saarland und in Bayern. Um ihr Investment in die Nürnberger – der Konzern ist nach der Munich Re der zweitgrößte Anteilseigner des kriselnden Versicherers – macht sich die Versicherungskammer keine Sorgen.

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