Archiv ‘PKV’

Assekurata: Absatz von Pflegezusatzpolicen bleibt mau

Auch wenn die privaten Krankenversicherer schon seit Langem auf einen Boom in der Pflegezusatzversicherung hoffen: Dieses Geschäftsfeld wird ein schwieriges Terrain bleiben, erwartet die Ratingagentur Assekurata. Wenn die Branche 2019 und 2020 auf einen Nettozuwachs von 100.000 Verträgen kommt, sollte sie das schon als Erfolg sehen, meinen die Experten. Assekurata sieht vor allem zwei Gründe für die Kaufzurückhaltung: die falsche Einschätzung vieler Menschen der Absicherung im Pflegefall und Prämienerhöhungen für die Policen.

PKV hat beim Wechsel erstmals wieder die Nase vorn

Die private Krankenversicherung (PKV) stagniert weiter im Kerngeschäftsfeld Vollversicherung. Der Bestand an Vollversicherten in der Branche hat sich im vergangenen Jahr erneut leicht um 0,2 Prozent reduziert. Laut dem gerade erschienenen Rechenschaftsbericht legt die Branche bei den Zusatzversicherungen aber weiter zu. Erfreulich aus Sicht der PKV: 2018 sind erstmals seit 2011 wieder mehr Versicherte von einer gesetzlichen Krankenkasse zu einem PKV-Unternehmen gewechselt als in die umgekehrte Richtung.

Pflegezusatzversicherung, die große Unbekannte

In der Bevölkerung gibt es eine große Unkenntnis über die Möglichkeiten der privaten Vorsorge für den Pflegefall, wie Befragungen des Instituts für Demoskopie Allensbach zeigen. So überschätzten viele Menschen die Kosten für eine private Pflegezusatzversicherung, berichtete die Geschäftsführerin des Instituts Renate Köcher auf der Jahrestagung des Verbands der privaten Krankenversicherung (PKV). Die Branche müsse hier offensichtlich noch viel Aufklärungsarbeit leisten, bestätigte der Verbandsvorsitzende Uwe Laue. Skeptisch sieht er dagegen den Vorschlag Köchers, die PKV-Unternehmen sollten bei den Policen schichtbezogene Angebote machen. Die Einführung einer sozialen Komponente könne nur über die staatliche Förderung gelingen, sagte Laue.

PKV will digitaler Treiber werden

Mit dem Auflegen eines eigenen Fonds für digitale Entwicklungen wollen die privaten Krankenversicherer (PKV) Start-ups im Gesundheitsbereich unterstützen und dazu beitragen, dass sinnvolle digitale Entwicklungen schneller Eingang in die Versorgung finden. Der Fonds, an dem sich möglichst alle PKV-Unternehmen mit Einlagen beteiligen sollen, soll in der zweiten Hälfte dieses Jahres an den Start gehen, kündigte der scheidende Vorsitzende des PKV-Verbands Uwe Laue auf der Jahrestagung in Berlin an. Laue erneuerte die Forderung der Branche nach mehr kapitalgedeckten Elementen in der Absicherung des Pflegerisikos. Scharf kritisierte er, dass das Bundesfinanzministerium die betriebliche Krankenversicherung als nicht steuerbegünstigten Barlohn einstuft.

Digitalisierung: PKV fordert gleiche Chancen wie GKV

Bei den vielen Gesetzesinitiativen, die auf die Digitalisierung im Gesundheitswesen abzielen, darf der Gesetzgeber die privaten Krankenversicherer (PKV) nicht vergessen, findet die Branche. Sie macht sich für eine Gleichbehandlung mit den gesetzlichen Krankenkassen (GKV) stark. Die Vorgaben zur Telematik-Infrastruktur und die Regelungen zu digitalen Gesundheitsanwendungen wie der elektronischen Patientenakte dürften sich nicht ausschließlich auf gesetzlich Versicherte beziehen, stellt der PKV-Verband in einer Stellungnahme zum Digitalen Versorgungs-Gesetz klar. Auch Vollversicherte, Zusatzversicherte und Beihilfe-Berechtigte müssen von den Anwendungen profitieren können, betont die PKV.

Abschied von Uwe Laue

 Was die Woche bringt  An dieser Stelle nehmen wir die Themen der kommenden Woche in den Blick und stellen wichtige Branchentermine vor. Dieses Mal: Aon veranstaltet sein Marktforum 2019 in Hamburg und Uwe Laue hat seinen letzten großen Auftritt als PKV-Verbandsvorsitzender.

PKV lehnt Benachteiligung bei Medizincannabis ab

Die privaten Krankenversicherer (PKV) lassen nicht nach in ihrer Forderung, beim geplanten „Gesetz für mehr Sicherheit in der Arzneimittelversorgung“ die Belange der Privatversicherten stärker zu berücksichtigen. So halten es die Versicherer für notwendig, dass ihnen der Gesetzgeber ebenso wie den gesetzlichen Krankenkassen Instrumente an die Hand gibt, um überhöhte Preise bei der Abgabe von medizinischem Cannabis an Privatpatienten zu verhindern. Handlungsbedarf sieht die Branche nach wie vor beim Thema Zytostatika und dem elektronischen Rezept.

Axa wirbt um digitale gesunde Kunden

Mit einem neuen Vollversicherungs-Tarif will die Axa Krankenversicherung das Segment der digital-affinen jungen und gesundheitsorientierten Kunden erschließen. Das neue Angebot „Active Me“ fördert über finanzielle Anreize gesundheitsbewusstes Verhalten der Versicherten und unterstützt sie bei der Prävention. Mit diesem Ansatz sieht sich der private Krankenversicherer als Pionier in der Branche. Der Tarif umfasst viele digitale Angebote. So fördert die Axa die Nutzung von Gesundheits-Apps, bietet Zugang zum Online-Arzt und die Nutzung der Plattform Meine Gesundheit.

Leitermann: Die Mitarbeiter mitnehmen

Die Signal Iduna will bei der Digitalisierung der Branche vorne mitmischen. Gerade in der privaten Krankenversicherung sieht Konzernchef Ulrich Leitermann große Chancen, mit Hilfe neuer technischer Möglichkeiten den Kundenservice deutlich zu verbessern. Die Zukunft liegt dabei bei Kooperationen, und zwar in Konstellationen, die man sich heute noch gar nicht vorstellen kann, sagt Leitermann. Bei der Fokussierung auf die digitale Zukunft darf man die Belegschaften aber nicht vergessen, betont er im Interview mit dem Versicherungsmonitor. Sie seien der entscheidende Faktor für eine gelungene Transformation der Geschäftsmodelle.

Versicherer müssen hybrid werden

Versicherer müssen umdenken, wenn sie überleben wollen, heißt es in einer aktuellen Studie des Beraters Bearingpoint. Ein hybrides Geschäftsmodell sei dabei der Schlüssel zum Erfolg. Versicherer müssen sich von ihrem traditionellen Geschäftskonzept trennen und gewillt sein, Partnerschaften mit digitalen Plattformen und Drittanbietern einzugehen. Dies zielt darauf ab, ein Ökosystem aufzubauen, das auf die geänderten Kundenbedürfnisse abgestimmt ist. Der chinesische Versicherer Ping An geht laut dem Berater mit gutem Beispiel voran.

DAV sieht Reformbedarf beim PKV-Wechsel

Die Mitgabe der Alterungsrückstellungen bei einem Unternehmenswechsel in der privaten Krankenversicherung (PKV) darf kein Tabu sein, findet die Deutsche Aktuarvereinigung (DAV). Sie prüft verschiedene Modelle, um die Portabilität praktikabel zu gestalten. Die Branche muss gewappnet sein, wenn die Politik mit eigenen Lösungen zum Thema kommt, sagte DAV-Past President Roland Weber. Er stellte auch Vorschläge der Versicherungsmathematiker vor, um die Beitragsanpassungen in der PKV stetiger und weniger sprunghaft zu machen. Weber hofft, dass sich der Gesetzgeber an dieser Stelle endlich bewegt.

LM+ vergrößert Portfolio

Der auf das Leistungsmanagement in der privaten Krankenversicherung spezialisierte Anbieter LM+ weitet sein Angebot an unterstützenden Maßnahmen für Versicherte kontinuierlich aus. Über die beteiligten Versicherer Barmenia, Gothaer, Hallesche und Signal Iduna erhalten Patienten mit psychischen Erkrankungen oder mit orthopädischen Problemen Zugang zu verschiedenen ergänzenden Therapien, inklusive Online-Angeboten. LM+ nimmt weitere Versorgungsbereiche in den Blick und führt Gespräche mit anderen Krankenversicherern, die an den Versorgungskonzepten des Unternehmens Interesse haben, berichtet Geschäftsführer Thomas Soltau.

PKV warnt vor Überlastung der Pflegeversicherung

Wegen der Alterung der Gesellschaft ist für die Zukunft mit einem Anstieg des Beitragssatzes in der gesetzlichen Pflegeversicherung auf mindestens 4,1 Prozent bis 2040 zu rechnen. Zu diesem Schluss kommt das Wissenschaftliche Institut der PKV (WIP). Eine Ausweitung der Leistungen in der Pflegeversicherung sollte deshalb nicht über das Umlageverfahren finanziert werden, findet das WIP. Stattdessen sollten die Menschen mehr kapitalgedeckt vorsorgen.

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