Die privaten Krankenversicherer (PKV) wehren sich gegen die Pläne der Bundesregierung, sie künftig pauschal an der Finanzierung der Strukturen für die Notfallversorgung zu beteiligen. Das sei eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe und müsse aus Steuermitteln erfolgen, schreibt der PKV-Verband in einer Stellungnahme zum Notfallreformgesetz. Es ist am Mittwoch Thema im Gesundheitsausschuss des Bundestages. Grundsätzlich könne die PKV nur konkrete Leistungen bezahlen, so der Verband.
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PKV: Auch Pflegepolicen sind Altersvorsorge
Die von der Bundesregierung angestrebte Stärkung der privaten Altersvorsorge sollte nach Meinung der privaten Krankenversicherer (PKV) auch die Absicherung des Risikos der Pflegebedürftigkeit über private oder betriebliche Pflegezusatzversicherungen umfassen. Die Absicherung „dieses großen Lebensrisikos“ sollte als Teil der Altersvorsorge steuerlich berücksichtigt werden, findet der PKV-Verband. Gerade die betrieblichen Zusatzpolicen sieht er als guten Hebel. Sie müssten bestimmte Voraussetzungen erfüllen, darunter den Verzicht auf Risikoprüfungen seitens der Versicherer.
PKV kritisiert Krankenhausreform
Die privaten Krankenversicherer (PKV) gehen mit der Krankenhausreform von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach, die der Bundestag am Donnerstag beschließen soll, hart ins Gericht. Eine Umsetzung der Reform würde zu Versorgungslücken führen und zusätzliche Kosten für die Versicherten verursachen, kritisieren sie. Eine Beteiligung am geplanten Transformationsfonds für die Umsetzung der Reform lehnt die Branche ab – und bekommt dabei unerwartete Schützenhilfe.
Hanse Merkur Kranken baut Betrugserkennung aus
Die Hanse Merkur will Betrügern in der Krankenversicherung das Leben schwerer machen. Der Versicherer kooperiert dafür mit dem Start-up Global Side & Notrix. Es setzt auf die Kombination von Datenanalyse und Fachexpertise, um Betrugsmuster zu erkennen. Ziel der Hanse Merkur ist es, die Zahl der Betrugsfälle zu senken und damit unnötige Kosten zu vermeiden und die Beiträge stabil zu halten.
Rainer Schlegel wird neuer PKV-Ombudsmann
Exklusiv Der Jurist Rainer Schlegel (Bild) wird neuer Ombudsmann für die private Kranken- und Pflegeversicherung (PKV). Schlegel, der bis Ende Februar 2024 Präsident des Bundessozialgerichts war, tritt am 1. November die Nachfolge von Heinz Lanfermann an, der im Juni verstorben ist. Zurzeit hat die Aufgabe der Streitschlichtung in der PKV Wilhelm Schluckebier übernommen, der ehemalige Versicherungsombudsmann.
Starker Beitragsanstieg in der PKV
Exklusiv Privatversicherte müssen sich auf deutlich höhere Prämien einstellen. Die Mehrheit der privaten Krankenversicherer (PKV) muss zum 1. Januar 2025 die Beiträge anpassen. Nach Angaben des PKV-Verbands sind rund zwei Drittel aller Vollversicherten betroffen. Bei ihnen steigen die Prämien im Schnitt um stolze 18 Prozent, viele kann es auch deutlich härter treffen. Die PKV verweist darauf, dass über die vergangenen Jahre die Beiträge in der gesetzlichen Krankenversicherung insgesamt stärker gestiegen sind als in der privaten.
Mehr Wagniskapital für das Gesundheitswesen
Deutschland braucht mehr Initiativen wie den Fonds Heal Capital, initiiert von den privaten Krankenversicherern (PKV). Das findet Katja Hessel, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesfinanzministerium. „Wir brauchen neues Wagniskapital für die digitale Gesundheitsversorgung“, sagte Hessel bei der Vorstellung des Folge-Fonds Heal Capital 2. Bei ihm sind auch externe Investoren mit an Bord. „Unser Ziel ist es, den PKV-Fonds zu einem Fonds der Gesundheitswirtschaft zu entwickeln“, sagte PKV-Verbandsdirektor Florian Reuther.
Wechsel von GKV in PKV wird schwerer
Schlechte Nachrichten für die privaten Krankenversicherer (PKV): Die Versicherungspflichtgrenze wird im kommenden Jahr von 69.300 Euro auf 73.800 Euro erneut kräftig steigen. Sie entscheidet darüber, ab welchem Einkommen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer von der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) in die PKV wechseln können. Je höher die Grenze, desto schwerer wird es für die PKV-Unternehmen, im Angestellten-Segment neue Kunden für die Vollversicherung zu gewinnen.
Mangelnde Innovationsfreude in der Vollversicherung
Die meisten privaten Krankenversicherer (PKV) bieten in der Vollversicherung leistungsfähige Tarife. Die Qualität ist in Ordnung, Innovationen sind in diesem Segment aber eine Seltenheit. Zu diesem Ergebnis kommt die Ratingagentur Franke und Bornberg in ihrem aktuellen PKV-Rating. Ein Grund für die mangelnde Innovationsfreude ist nach ihrer Einschätzung der hohe Kostendruck, unter dem die Unternehmen stehen. Die Analysten von Morgen & Morgen bescheinigen der Branche insgesamt eine stabile Entwicklung.
PKV-Leistungsausgaben klettern weiter
Exklusiv Es hatte sich bereits angedeutet: Die privaten Krankenversicherer haben im ersten Halbjahr 2024 einen weiteren deutlichen Anstieg bei den Leistungsausgaben verzeichnet. Für die ambulante, stationäre und zahnmedizinische Versorgung der Versicherten mussten die Unternehmen spürbar mehr ausgeben als im Jahr zuvor. Das bedeutet für einen großen Teil der PKV-Kunden, dass sie im kommenden Jahr höhere Beiträge bezahlen müssen.
Innovationskasse fördert BU-Police mit bis zu 500 Euro
Die Innovationskasse will die Verbreitung von Berufsunfähigkeitsversicherungen (BU) unter ihren knapp 280.000 Versicherten erhöhen. Sie fördert bestehende und neue BU-Verträge, deren Prämienhöhe viele Menschen hierzulande vom Abschluss abhält, künftig mit bis zu 500 Euro pro Jahr. Die in Lübeck ansässige gesetzliche Kasse hat sich in der Vergangenheit regelmäßig als Fan privater Zusatzpolicen gezeigt.











