Archiv ‘Resilienz’

Geopolitik in einer vernetzten Risikowelt

Meinung am Mittwoch

Geopolitische Spannungen sind kein neues Phänomen. Neu ist ihre Wirkungstiefe. Regionale Konflikte bleiben heute selten regional – oft entfalten sie globale ökonomische Reichweite und verstärken bestehende Risiken, schreibt Tina Baacke, Chefin für Deutschland und Österreich beim Industrieversicherer Swiss Re Corporate Solutions. Für Unternehmen bedeutet das: Volatilität wird struktureller. Für die Versicherungswirtschaft heißt es: Risiken müssen systemischer gedacht werden.

Herausforderndes Risikoumfeld für globale Unternehmen

Das Risikoumfeld für global agierende Unternehmen ist auch im Jahr 2025 angespannt geblieben und hat sich zum Teil verschärft. Das hat der britische Makler und Berater Willis auf Basis der bei Alert:24, dem Sicherheits- und Krisenmanagement-Beratungsdienst von Willis, gemeldeten Vorfälle festgestellt. Demnach führten geopolitische Spannungen, wirtschaftlicher Druck und soziale Unruhen zu stärkeren Bedrohungen für Personen und Vermögenswerte. Unternehmen reagierten mit verstärkten Schutzmaßnahmen und Resilienzstrategien.

Eiopa will Europa bis 2030 widerstandsfähig machen

Die europäische Versicherungsaufsicht Eiopa blickt mit Sorge auf die zunehmenden geopolitischen Spannungen, wirtschaftliche Instabilität und ökologischen Herausforderungen der aktuellen Zeit. Aus diesem Grund hat sie sich neue Ziele gesetzt, die sie bis 2030 verfolgen wird. Sie will den europäischen Binnenmarkt stärken und die Resilienz der Gesellschaften gegenüber Risiken wie Naturkatastrophen und Cyberbedrohungen unterstützen. Auch das eigene Vorgehen bei der Regulierung soll moderner werden.

Ist das Insurtech-Glas halbvoll oder halbleer?

Die Investitionen in Insurtechs gehen zurück. Das stellt der Wagniskapitalgeber Astorya in einem aktuellen Bericht fest – und schließt daran die Frage an, ob das ein eher schlechtes oder nicht doch sogar eher gutes Zeichen ist. Der abflachende Trend zeigt nämlich auch, dass der Markt gereift ist. Und doch gibt es immer neue Möglichkeiten für Neugründungen in der Versicherungswirtschaft.

Warum wirtschaftliche Resilienz mehr braucht als „nur“ Geld

Meinung am Mittwoch

Überalterung, Deindustrialisierung, Bedeutungsverlust: Die Liste der negativen Schlagwörter ist dieser Tage lang, wenn über den Wirtschaftsstandort Deutschland gesprochen wird. Gleichzeitig eröffnet das Sondervermögen „Infrastruktur und Klimaneutralität“ neue finanzielle Spielräume, schreibt Tina Baacke, Chefin für Deutschland und Österreich bei Swiss Re Corporate Solutions. Die zentrale Frage bleibt jedoch: Reichen zusätzliche Gelder aus, um Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit nachhaltig zu stärken?

Deutschland beliebt bei Cyberkriminellen

Deutschland ist besonders exponiert, wenn es um Cyberangriffe geht, warnt der Industrieversicherer QBE Europe. Nach einer Erhebung des Unternehmens werden demnach nur in den USA und in Großbritannien mehr große Cybervorfälle gemeldet als hierzulande. Mit der steigenden Bedeutung der Cloud-Nutzung wächst auch das Angriffs-Risiko, betont QBE. Der Versicherer sieht die Abhängigkeit von Drittanbietern als kritische Schwachstelle deutscher Unternehmen – und empfiehlt den gezielten Aufbau einer Cyber-Resilienz.

Resilienz in Zeiten des Wandels

Meinung am Mittwoch

Getrieben von geopolitischen Spannungen verschieben sich die globalen Lieferketten derzeit rasant. Diese Entwicklung verlangt nach einer ganzheitlichen Betrachtung von Risiken, um die Resilienz international tätiger Unternehmen zu stärken.

Cyber: Zurich fordert Politik zum Handeln auf

Regierungen sollten sich bei Cyberschäden nicht nur auf die Schadenregulierung der Versicherer verlassen, wenn sie langfristig resilient sein wollen, schreibt der Schweizer Versicherer Zurich in einer aktuellen Studie. Um die Bedrohungslandschaft vollständig zu verstehen, benötige es eine bessere Dateninfrastruktur. Der Versicherer fordert politische Entscheidungsträger dazu auf, nationale Cyber-Statistikämter einzurichten und sie mit der Erstellung eines Echtzeitüberblicks über die Cybersicherheit eines Landes zu beauftragen.

KMU zunehmend im Visier von Cyberkriminellen

Exklusiv

Kleine und mittelgroße Unternehmen (KMU) werden zunehmend Opfer von Cyberattacken. Das geht aus einem aktuellen Bericht des Spezialversicherers Hiscox hervor. Insbesondere künstliche Intelligenz (KI) bereitet den Unternehmen die größten Sorgen. Zwar sehen viele der befragten Unternehmen in KI eine Chance für die Cybersicherheit, gleichzeitig steigen jedoch die mit der Technologie einhergehenden Risiken enorm, berichtet Tobias Wenhart, Director Marketing, Product & Digital Channels bei Hiscox, im Gespräch mit dem Versicherungsmonitor.

Cyber: Viele Schäden, günstige Preise

Obwohl die Zahl der Cybervorfälle stark steigt, gehen die Preise im globalen Cyberversicherungsmarkt zurück, zeigt ein aktueller Marktbericht des Großmaklers Aon. Das liege am zunehmenden Wettbewerb, der nicht nur zu sinkenden Preisen, sondern auch zu Innovationen bei den Versicherungsbedingungen und im Risikomanagement führt. Laut Aon könnten neue Angriffsszenarien jedoch zu größeren Schäden führen und den Markt schnell wieder verhärten. Der Makler warnt zudem vor schweren Reputationsrisiken, die zum Einbruch der Aktienkurse führen können.

Resilienz ist ein ganzheitliches Prinzip

 Meinung am Mittwoch  Ein hoher Grad der Vorbereitung, Anpassungsfähigkeit und Flexibilität, eine starke Zusammenarbeit im Team und im Unternehmen, gegenseitiges Vertrauen sowie klare Verantwortungsübernahme – durch diese Attribute zeichnen sich resiliente Unternehmen aus. Was nicht vergessen werden darf: Resilienz ist ein ganzheitliches Prinzip und umfasst sowohl die unternehmerische als auch die menschliche Ebene. Es gilt, auch Industriekunden in beiden Dimensionen zu unterstützen.

BaFin: Schlechte Führung ist an Schieflagen Schuld

Die Finanzaufsicht BaFin will die Führungskräfte von Unternehmen stärker in den Blick nehmen. In letzter Zeit seien einige kleine Banken, Versicherer und Fondsgesellschaften vor allem deshalb in die Schieflage geraten, weil sie Geschäfte gemacht haben, deren Risiken sie nicht verstanden hätten, sagte Behörden-Chef Mark Branson in Frankfurt. Sie hätten sich verzettelt oder zu weit weg von ihrem Kerngeschäft bewegt. Das sei möglich gewesen, weil Führung und Aufsichtsorgane ihren Anforderungen nicht gewachsen waren. Der Faktor Mensch müsse in den Fokus rücken.

MGAA und ABI unterzeichnen Absichtserklärung

Der Assekuradeurs-Verband Managing General Agents‘ Association (MGAA) ist eine Kooperation mit der Association of British Insurers (ABI) eingegangen. Ziel der Zusammenarbeit ist es, den Fortschritt in Schlüsselbereichen der Versicherungswirtschaft zu fördern, aber auch aktuelle Probleme zu lösen. Zu diesem Zweck haben die Parteien eine Absichtserklärung unterzeichnet, in der sie gemeinsame Ziele formulieren.

Kritische Infrastruktur: Zeitenwende mit Gemach

 Legal Eye – Die Rechtskolumne  Die Bundesregierung hat am 6. November 2024 den Entwurf zum KRITIS-Dachgesetz beschlossen und in den Bundestag eingebracht. Das Gesetz dient dem Schutz kritischer Infrastrukturen und soll Deutschland krisenfester machen, so die Worte der Bundesinnenministerin Nancy Faeser. Angesichts der Bedrohungen durch Naturkatastrophen, Folgen des russischen Angriffskriegs in Europa und Sabotageakte ist das eine begrüßenswerte Zielsetzung. Eile auf dem Weg zum Ziel war allerdings nicht eingeplant.

Cyberattacken bleiben Hauptrisiko für Unternehmen

 Meinung am Mittwoch  Das diesjährige Allianz Risikobarometer zeigt, dass Unternehmen jeglicher Größe Cybervorfälle zum vierten Mal in Folge als Top-Risiko einschätzen. Vor allem die zunehmende Abhängigkeit von neuen Technologien sowie die rasante Entwicklung der künstlichen Intelligenz beschäftigt die Firmen. Größte Sorge sind jedoch weiterhin Datenpannen oder Ransomware-Angriffe. In Deutschland treiben die Unternehmen neben Cyber und Betriebsunterbrechungen vor allem Naturkatastrophen um.

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