Archiv ‘Sachversicherung’

Aon sieht KI als größte Bedrohung

Der Großmakler Aon sieht die Versicherer in der Pflicht, sich auf die sich durch künstliche Intelligenz (KI) verändernde Risikolandschaft einzustellen. Aus Sicht von Aon ist die KI derzeit das größte Risiko für Unternehmen. Neben den Chancen, die die Technologie mit sich bringt, entstünden zunehmend Gefahren wie Falschinformationen, Mängel in der Datenqualität oder neue Haftungsrisiken, warnt Aon in seiner Marktprognose 2026 für Deutschland.

MSK: Captives sind gekommen, um zu bleiben

Firmeneigene Versicherer, sogenannte Captives, werden für Unternehmen immer beliebter, um Risiken zu managen. Laut der aktuariellen Beratungsgesellschaft Meyerthole Siems Kohlruss (MSK) gab es in den vergangenen zwei Jahren in Europa 60 Captive-Gründungen. Das Prämienvolumen steigt kontinuierlich, wenn auch langsamer als der Gesamtmarkt.

Marsh: Industriepreise sinken weiter

Weltweit sind die Preise in der Industrieversicherung im letzten Quartal des abgelaufenen Jahres zurückgegangen – wie auch schon in den fünf Quartalen zuvor. Das zeigt der Global Insurance Market Index des Großmaklers Marsh. Doch der Trend gilt nicht für alle Sparten und Regionen. Außerdem könnten einzelne Events die Entwicklungen rasch verändern. Einen Ausblick für dieses Jahr wagt Marsh dennoch.

Swiss Re: Leben-Geschäft wird boomen

Die globale Wirtschaft ist zwar robust aufgestellt, wird in den kommenden Jahren aber mit Herausforderungen konfrontiert sein, erwartet Jérôme Haegeli, Group Chief Economist und Leiter des Swiss Re Institute. Auf einer Veranstaltung nannte er geopolitische Spannungen, Finanzmarktrisiken und künstliche Intelligenz als Gründe. Aufatmen können hingegen die Lebensversicherer. Laut Swiss Re werden sie 2026 und 2027 einen Aufschwung erleben.

Preise: Entspannung, aber nicht überall

Exklusiv

Die Preise in der Industrieversicherung entwickeln sich zugunsten der versicherungsnehmenden Wirtschaft, beobachten Experten. Allerdings müssen Segmente und Branchen differenziert betrachtet werden. Während die Prämien in der industriellen Sachversicherung stagnieren, steigen die Preise in der Haftpflichtversicherung, insbesondere in den USA. Problematisch bleibt die Kfz-Flottenversicherung, während die D&O-Sparte trotz zunehmender Firmenpleiten starke Preisrückgänge verzeichnet. Besonders viel Bewegung ist in der Cyberversicherung.

Aon: Hohe Komplexität prägt Industrieversicherung

Der Industrieversicherungsmarkt 2025 ist von einer hohen Komplexität geprägt, die eine sorgfältige Analyse der individuellen Risikosituation von Unternehmen erfordert. Zu diesem Ergebnis kommt der Großmakler Aon in seinem aktuellen Marktbericht. Dabei präsentiert sich der Sachversicherungsmarkt abseits des Risikos durch Naturgefahren entspannter, vor allem Großkunden können von Verbesserungen profitieren. Auch in der Cyberversicherung ist das Marktumfeld vielversprechend, schreibt Aon.

GDV: Geringere Schäden durch Naturkatastrophen

Die Schäden durch Naturkatastrophen sind in der ersten Jahreshälfte 2025 nicht so hoch gewesen wie im Vorjahreszeitraum, teilt der Gesamtverband der Versicherer (GDV) mit. Dennoch sei das allgemeine Schadenniveau durch Naturkatastrophen immer noch hoch. In diesem Zusammenhang fordert Hauptgeschäftsführer Jörg Asmussen erneut eine bessere Prävention sowie eine stärkere Verbreitung von Elementarschadenpolicen für Hausbesitzer.

Telekom gründet Captive

 Exklusiv  Die Deutsche Telekom gründet nach Informationen des Versicherungsmonitors einen eigenen Rückversicherer. Die Captive soll Mitte 2026 den Geschäftsbetrieb in Köln aufnehmen, wie der Konzern bestätigte. Damit reagiert die Telekom auf die steigenden Prämien der Industrieversicherer und deren Forderungen nach höheren Selbstbehalten. Wer den neuen Versicherer leiten wird, steht noch nicht fest.

Stromausfälle: Geringer Schaden für Versicherer

 Exklusiv  Der massive Stromausfall in Spanien und Portugal hat das öffentliche Leben weitgehend zum Erliegen gebracht. Der volkswirtschaftliche Schaden dürfte beträchtlich sein, den Schaden für die Industrieversicherer schätzen Experten dagegen als gering ein. Bei Sachversicherungen dürfte es am Sachschaden gemangelt haben, bei Haftpflichtversicherungen am Verschulden. Viel hängt auch von dem immer noch nicht geklärten Grund für den Ausfall der Stromversorgung ab.

Industrie profitiert von kundenfreundlichem Markt

Gewerbe- und Industriekunden konnten in der Erneuerungsrunde zum 1. Januar 2025 in vielen Bereichen von niedrigeren Preisen und besseren Konditionen profitieren, berichtet der Großmakler Marsh. Gründe waren intensiverer Wettbewerb und die gesunkene Inflation. Zu den Ausnahmen zählen die Kfz-Versicherung, in der es erneut zu einer deutlichen Prämienanhebung gekommen ist, sowie die Absicherung von Elementarrisiken.

Barmenia Gothaer: Gute Zahlen, schlechter Ausblick

Die im vergangenen Jahr fusionierte Barmenia Gothaer ist im Geschäftsjahr 2024 in allen Sparten gewachsen. Insbesondere im Segment Komposit konnte das Unternehmen zulegen. Trotz der zufriedenstellenden Zahlen blicken die Unternehmen mit Sorge in die Zukunft. Sie sehen erheblichen Reformbedarf im Renten- und Gesundheitssystem und fordern eine stärkere Fokussierung auf Themen wie den Klimawandel und Bürokratieabbau.

Willis sieht stabilen Industrieversicherungsmarkt

 Exklusiv  Obwohl die Preise in der Industrieversicherung nicht mehr so stark steigen, kann man nach Einschätzung des Maklers Willis noch nicht von einem weichen Markt sprechen. „Wir befinden uns in einer stabilen Marktphase mit Ausschlägen nach oben und nach unten“, sagt Lukas Nazaruk, Head of Corporate Risk & Broking Deutschland und Österreich, im Gespräch mit dem Versicherungsmonitor. Auch in Sparten wie der Haftpflichtversicherung, wo der Preistrend eher nach unten zeigt, haben es die Kunden nicht immer leicht.

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