Überzogene Regulierung bedroht den deutschen Versicherungsstandort, ein Beispiel sind die 150 Seiten zur Umsetzung der EU-Richtlinie für Sanierung und Abwicklung IRRD. Das sagte Verbandspräsident Norbert Rollinger auf der Regulierungskonferenz des GDV in Berlin. Ein Vertreter der CDU signalisierte Bereitschaft nachzusteuern.
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Nürnberger krempelt Schaden- und Unfallgeschäft um
Die Nürnberger hat 2025 große Fortschritte dabei gemacht, die Schaden- und Unfallversicherung wieder zurück in die Profitabilität zu führen. Einher ging dies mit einem kräftigen Beitragsrückgang bei der Nürnberger Allgemeinen. Zudem hat die Auffüllung der Schwankungsrückstellung die Ergebnisse in einigen Sparten belastet.
Reformbedarf bei der betrieblichen Altersvorsorge
An dieser Stelle nehmen wir die Themen der kommenden Woche in den Blick und stellen wichtige Branchentermine vor. Dieses Mal: bAV-Kongress von HDI und Clyde & Co-Webinar zur Sanierungs- und Abwicklungsplanung im deutschen Versicherungsaufsichtsrecht.
Barmenia Gothaer wächst und wird deutlich profitabler
In ihrem ersten vollen Geschäftsjahr ist die fusionierte Barmenia Gothaer deutlich gewachsen und hat in allen Geschäftsbereichen die Ergebnisse gegenüber 2024 teilweise deutlich gesteigert. Dabei spielten Prämienanpassungen, aber auch Tarifänderungen und Sanierungsmaßnahmen eine Rolle.
IRRD: „Das ist ein großer Aufwand“
Die EU will mit der Insurance Recovery and Resolution Directive (IRRD) einen einheitlichen Rahmen für die Sanierung und Abwicklung von Versicherern schaffen. Auf die betroffenen Gesellschaften kommt ein großer Aufwand zu, auch kleinere Spezialversicherer könnten betroffen sein, warnen Frank Püttgen und Gunars Urdze von KPMG Law im Interview mit dem Versicherungsmonitor. Neuigkeiten gibt es zu dem Sicherungsfonds für Schaden- und Unfallversicherer, den die BaFin ins Gespräch gebracht hatte.
Nürnberger mit Fortschritten im ersten Halbjahr
Bei der angeschlagenen Nürnberger ging es im ersten Halbjahr wieder bergauf: Das Konzernergebnis liegt deutlich im positiven Bereich, nachdem das Halbjahresergebnis 2024 bei minus 23 Mio. Euro und das Gesamtjahresergebnis sogar bei 77 Mio. Euro gelegen hatte. Die eingeleiteten Sanierungsmaßnahmen zeigten Wirkung, hinzu kamen Veräußerungserlöse. Die schwer zu planende Schadenentwicklung und eine erwartete Steuerbelastung werden das Gesamtjahresergebnis jedoch vermutlich drücken.
Swiss Re: Haftpflicht-Sanierung abgeschlossen
Das US-Haftpflichtgeschäft hatte dem Rückversicherer Swiss Re zuletzt heftige Kopfschmerzen bereitet. Wegen steigender Schäden musste der Konzern Nachreservierungen vornehmen und trennte sich im großen Stil von unprofitablem Geschäft. Die Sanierung ist nun abgeschlossen, verkündete Konzernchef Andreas Berger bei der Vorstellung der Halbjahreszahlen. Der Verzicht auf Haftpflichtgeschäft machte sich zwar noch beim Umsatz bemerkbar, aber beim Gewinn konnte die Swiss Re ein sattes Plus verbuchen.
Nürnberger mit Verlust von 77 Mio. Euro
Die Nürnberger hat das Jahr 2024 mit einem Verlust von 77 Mio. Euro abgeschlossen, verantwortlich ist ein hohes Minus in der kriselnden Schaden- und Unfallsparte. Die Aktionäre sollen sich wie erwartet mit einer Mini-Dividende von 14 Cent bescheiden. Der Versicherer will aber bereits 2025 spartenübergreifend wieder einen Gewinn erzielen. Finanzchef Jürgen Voß legt seinen Posten am Ende des Jahres nieder, kündigt die Nürnberger an.
Nürnberger streicht Dividende zusammen
Die börsennotierte Versicherungsgruppe Nürnberger erwartet für 2024 einen hohen Verlust. Das werden auch die Aktionäre zu spüren bekommen. Der Konzernvorstand will die Dividende von zuletzt 3,50 Euro je Aktie auf 14 Cent je Aktie eindampfen. Entscheiden wird darüber die Hauptversammlung, der Vorstandsvorsitzende Harald Rosenberger bezeichnet den Schritt aber als „zwingend notwendig“. Die defizitäre Schaden- und Unfallversicherung soll 2027 aus den roten Zahlen kommen.
Dänische Versicherer verursachen teure Pleiten
Die Insolvenzen der drei dänischen Versicherer Alpha, Qudos und Gefion sorgen für die teuerste Versicherungssanierung in der Geschichte des Landes. Die Kosten belaufen sich auf über eine halbe Milliarde dänische Kronen (mehr als 60 Mio. Euro). Zwei der Versicherer waren auch in Deutschland tätig.
Posse um DEVK-Neubau geht in die nächste Runde
Die Posse um den geplanten Neubau der DEVK am Kölner Rheinufer ist um eine weitere Episode reicher. Der angeblich zwingend für das Personal benötigte Büroturm, der nach Angaben der Weltkulturorganisation Unesco den Status des Kölner Doms als Weltkulturerbe bedroht, wird nun doch nicht so dringend gebraucht. Der Vorstandsvorsitzende des Kölner Versicherers Gottfried Rüßmann sagte in einem Podcast des Kölner Stadt-Anzeigers, dass es sich bei den Bezugsplänen um Gerüchte handele.
Aon beklagt Führungs-Oligopol
Exklusiv In der Führung großer Industrierisiken hat sich ein Oligopol herausgebildet, beklagt der Makler Aon. Deutschlandchef Kai-Frank Büchter und sein Vize Hartmuth Kremer-Jensen sehen große Gefahren für Konzerne, sollte es zu bedeutenden Schäden kommen. Im Interview mit dem Versicherungsmonitor sprechen die beiden auch über die Entwicklung von Preisen und Kapazitäten, die Zangenbewegung der Rückversicherer gegenüber dem Markt und die Notwendigkeit gerade für Mittelständler, sich einen besseren Überblick über die eigenen Risiken zu verschaffen.










