Archiv ‘Solvency II’

Die gefährlichsten Versicherer

Die Allianz gehört zu den neun Versicherungsunternehmen, die nach Ansicht der Aufseher bei einem Zusammenbruch das weltweite Finanzsystem gefährden könnten. Neben dem deutschen Marktführer stehen auch die US-Versicherer AIG, Metlife und Prudential Financial, die britischen Gesellschaften Aviva und Prudential, die französische Axa, die italienische Generali und die chinesische Ping An auf der Liste der so genanntenn G-SII-Versicherer, die das Baseler Financial Stability Board (FSB) im Auftrag der G 20-Staaten erstellt hat.

Attacke auf die „PKV-Sturköpfe“

Roland Weber, Vorstand der Debeka Versicherungsgruppe, fordert mehr Reformbereitschaft von den privaten Krankenversicherern. An zentralen Punkten, die den Unternehmen immer wieder Kritik von Politikern und Verbraucherschützern einbringen, muss die Branche in die Offensive gehen und eigene Lösungsmöglichkeiten entwickeln.

Perspektive ohne Garantiezins

Nach der Munich Re-Tochter Ergo hat jetzt auch der Marktführer Allianz eine neue Lebensversicherung ohne Garantiezins auf den Markt gebracht. Anders als der Vertrag von Ergo, der stark an eine Fondspolice erinnert, bleibt der Münchener Versicherer der Welt der klassischen Policen treu.

Branche im Verteidigungsmodus

Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft wehrt sich gegen Vorwürfe, die Branche würde Auszahlungen an Kunden verzögern. Die Assekuranz fühlt sich ungerechtfertigt von Verbraucherschützern und Medien an den Pranger gestellt. Kritik sind die Versicherer eigentlich gewöhnt. Der Unterschied dieses Mal: Das Bundesjustizministerium hat sich eingeschaltet und will die Vorwürfe klären. Die Versicherer haben Angst, zum Wahlkampfthema zu werden.

Herbert Fromme

Bye, bye, Europe

Herbert Frommes Kolumne: Der europäische Versicherungsmarkt wird nicht kommen. Solvency II ist in diesem Kernanliegen gescheitert. Der Grund: Das einheitliche System funktioniert einfach nicht. Jetzt werden die nationalen Alleingänge institutionalisiert.

Herbert Fromme

Kein Grund zum Jubeln

Herbert Frommes Kolumne: EU-Kommissar Michel Barnier hat die Notbremse gezogen. Für Pensionsfonds und Pensionskassen kommt Solvency II erst einmal nicht. Die betroffenen Organisationen sollten nicht zu laut jubeln. Ihre Probleme verschwinden durch die Entscheidung nicht.

Versicherer fürchten Rolle rückwärts

Die Versicherungswirtschaft hat Sorge, dass der politische Trend zusammen mit den niedrigen Zinsen den Druck auf die private Altersversorgung weiter erhöht. Mit Sorge sehe man die geplanten Leistungsausweitungen in der gesetzlichen Rentenversicherung, mit denen einige Parteien im Wahljahr werben, sagte GDV-Präsident und W&W-Chef Alexander Erdland in Berlin.

Auf der Suche nach Alternativen

Angesichts der schweren Probleme im Kerngeschäft sehen Lebensversicherer zunehmend Wachstumschancen in der Pflege-, Berufsunfähigkeits- und Risikolebensversicherung, ergab eine Umfrage der Unternehmensberatung Towers Watson im Auftrag des Lebensrückversicherers RGA.

Versicherungsaufsicht macht Druck

In Brüssel streiten sich EU-Parlament, Kommission und Mitgliedsstaaten über die neuen europaweiten Aufsichtsregeln für die Versicherungswirtschaft Solvency II. Immer wieder wird die Einführung verschoben. Jetzt prescht die europäische Versicherungsaufsicht Eiopa vor.

Der Präsident der europäischen Versicherungsaufsicht Eiopa Gabriel Bernardino schafft Fakten. Seine Organisation hat jetzt Richtlinien vorgelegt, mit denen die einzelnen Versicherungsgesellschaften und die nationalen Aufsichtsbehörden der EU-Länder sich ab spätestens 2015 konkret auf Solvency II vorbereiten sollen. Die Richtlinien enthalten Details bis hin zu Vorlagen für die Formulare, mit denen Versicherer dann ihre Zahlen an die Behörden melden müssen.

Mit Solvency II will die EU die Aufsicht europaweit vereinheitlichen […]

Munich Re will offshore investieren

Der weltgrößte Rückversicherer Munich Re prüft Investitionen in Windparks vor der Küste. Wie andere Versicherer sucht er dringend Alternativen zu Staatsanleihen und anderen Niedrigzinspapieren. Noch ist das Engagement überschaubar – und könnte von politischen Entscheidungen zur Energiewende negativ getroffen werden.

Munich Re prüft den Erwerb eines Anteils an einem Offshore-Windpark, wenn er fertig errichtet und an das Stromnetz angeschlossen ist. Das erklärte Robert Pottmann, Leiter des Bereichs erneuerbare Energien bei der Munich Re-Anlagetochter Meag, in einem Interview mit der Agentur Bloomberg.

Munich Re plant, insgesamt 2,5 Mrd. Euro in erneuerbare Energien zu investieren, außerdem 1,5 Mrd. Euro in Gasnetze und […]

Neue Regeln für Versicherungen kommen nicht vor 2017

Die neue EU-Aufsichtsordnung für Versicherungen, Solvency II, verzögert sich immer weiter. Bafin-Chefin Elke König nannte jetzt 2017 als mögliches Datum. Die nationalen Aufseher stellt das vor Probleme.

Das von der EU geplante Regelwerk für Versicherer kommt immer später. „Der Zeitplan sollte vor allem eines sein: realistisch“, sagte BaFin-Chefin Elke König beim Neujahrsempfang der Behörde am Montag Abend. Das spreche eher für 2017 als 2016, das im Moment von der EU angepeilte Datum.

Mit Solvency II will die EU die Aufsicht über die Versicherer EU-weit vereinheitlichen und damit den europäischen Markt öffnen. Gleichzeitig sollen die Gesellschaften ihre Risiken auf Marktbasis bewerten […]

Bayerische verkauft weiter Bisex-Tarife

Seit dem 21. Dezember sollen Versicherer eigentlich nur noch Tarife anbieten, bei denen Männer und Frauen dasselbe zahlen. Doch zumindest ein Versicherer – die Bayerische in München – bietet Maklern an, bis Ende Januar noch frische Angebote für Bisex-Verträge zu erstellen.

Seit dem 21. Dezember 2012 dürfen Versicherer europaweit nur noch Verträge anbieten, die für beide Geschlechter dieselben Tarife vorsehen. Das hat der Europäische Gerichtshof festgelegt. Doch es gibt zumindest ein Unternehmen, das weiter Bisex-Verträge anbietet – die in bestimmten Sparten wie der Kapitallebens- oder Rentenversicherung für Männer deutlich günstigere Konditionen als Unisex-Verträge bieten.

„Haben Sie auch noch policierungsfähige Anträge […]

Schlupfloch europäische Krankenversicherung

Für Menschen, die weder bei privaten Krankenversicherern noch bei gesetzlichen Kassen eine Police bekommen, können europäische Anbieter eine Alternative sein. Auch Strafzahlungen lassen sich so umgehen. Der Wechsel zu einem sogenannten EWR-Dienstleister ist aber nicht für jeden Verbraucher sinnvoll.

Weil der selbstständige Sanitärinstallateur mit den Beiträgen für die private Krankenversicherung zwei Monate in Verzug geraten war, kündigte sein Anbieter ihm 2008. Zum 1. Januar 2009 trat zwar die allgemeine Versicherungspflicht in Kraft. Doch da der Installateur die Beiträge immer noch nicht aufbringen konnte, verpasste er die Frist, in der ihn sein Versicherer wieder aufgenommen hätte. Im Jahr 2012 hatte er […]

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