Archiv ‘USA’

Statt Dr. Google künftig Dr. ChatGPT

Herbert Frommes Kolumne

Der Anbieter von künstlicher Intelligenz (KI) OpenAI bringt ChatGPT Health auf den Markt, mit dem Nutzer ihre Gesundheitsdaten überprüfen und bewerten lassen können. Das hat weitreichende Folgen für Ärzte, Krankenhäuser und andere Leistungserbringer, und auch für Krankenkassen und private Krankenversicherer. Es geht um die Datenhoheit und darum, wem die Kunden künftig vertrauen, der KI oder dem Versicherer.

Wegen Trump: Unternehmen wollen Kapital aus den USA abziehen

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Die eigenwillige Politik des US-Präsidenten Donald Trump erreicht erneut die Kapitalmärkte. Der dänische Pensionsfonds Akademiker Pension hat bekannt gegeben, sich von US-Staatsanleihen im Wert von rund 100 Mio. Dollar (85 Mio. Euro) trennen zu wollen. Die Investmentgesellschaft Pimco, eine Tochter der Allianz, will ebenfalls Kapital aus den USA abziehen. Chief Investment Officer Daniel Ivascyn macht keinen Hehl daraus, dass die wechselhaften Maßnahmen Trumps dabei eine Rolle spielen. Andere Versicherer halten sich dagegen lieber bedeckt, was die Zukunft ihrer US-Investments angeht.

MSG nutzt die neue EU-Cloud von AWS

Die MSG-Gruppe hat pünktlich zur Inbetriebnahme der AWS European Sovereign Cloud in Potsdam bekanntgegeben, dass ihre Angebote künftig auch über die Plattform von Amazon Web Services (AWS) erhältlich sind. Neben Softwarelösungen bietet MSG dort auch seinen Rechtsassistenten MSG Codiq an. Die europäische Cloud soll ein von den USA unabhängiges System sein, auch wenn der Anbieter AWS aus den Vereinigten Staaten kommt.

Swiss Re: Keine Entwarnung bei Haftpflichtschäden

Die Swiss Re sorgt sich weiter um die Liability Excess Inflation, also den Anstieg der Schadenkosten für Haftpflichtfälle, der nicht auf ökonomischen Faktoren beruht. Der Rückversicherer betrachtet die USA nach wie vor als Epizentrum für die sogenannte soziale Inflation, doch auch in anderen Ländern könnte es zu ähnlichen Entwicklungen kommen, heißt es in einer aktuellen Studie. Deutschland ist – ebenso wie Japan – allerdings kaum betroffen.

Berkley: „Wir messen uns nicht an verkauften Policen“

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Profitabilität hat Vorrang vor Wachstum, gerade in Zeiten eines aufweichenden Gewerbe- und Industrieversicherungsmarktes, betont Robert Berkley, CEO und President von W. R. Berkley, im Interview mit dem Versicherungsmonitor. Dabei sieht der Spezialversicherer in vielen Märkten und Sparten, in denen er aktuell vertreten ist, noch Raum für Wachstum. In Deutschland, wo das Unternehmen seit 15 Jahren aktiv ist, ist Berkley zuletzt in neue Geschäftsbereiche eingestiegen, berichtet Florian Eisele, Head of Specialties Europe.

Die Lehren aus den Waldbränden in Kalifornien

Die kalifornischen Versicherer haben die schweren Waldbrandschäden aus dem vergangenen Jahr relativ gut verkraftet, glaubt die Ratingagentur DBRS Morningstar. Trotz Reformen, die Versicherern unter anderem mehr Möglichkeiten für Prämienerhöhungen einräumen, bleibt die Branche aber anfällig für weitere Großschäden. Dazu trägt auch das wachsende Exposure der staatlichen Auffanglösung Fair Plain bei.

Howden kauft US-Makler Atlantic

Nach dem gescheiterten Zukauf des US-Maklers Risk Strategies ist dem britischen Makler Howden ein Zukauf in den USA geglückt: Er übernimmt den auf Policen zur Absicherung von Fusionen und Übernahmen spezialisierten Makler Atlantic Global Risk mit Sitz in New York. Das Unternehmen zählt zu den führenden Vermittlern in diesem Feld in Nordamerika und wird laut Medienberichten in der Transaktion mit mehr als 500 Mio. Dollar (427,4 Mio. Euro) bewertet.

Trumps Big Beautiful Bill treibt Krankenversicherungspreise in neue Höhen

Krankenversicherung ist in den USA sehr teuer, für Millionen Amerikanerinnen und Amerikaner werden sich die Kosten dieses Jahr noch einmal mehr als verdoppeln. Das Wegfallen von Steuervorteilen durch das Steuergesetz „One Big Beautiful Bill Act“ von Präsident Trump wird zu durchschnittlichen Kostenerhöhungen von 114 Prozent führen. Hinzu kommen erhebliche Prämienerhöhungen von Seiten der Versicherer.

Riga-Müller: „Wir sehen mehr und größere klimainduzierte Schäden“

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Petra Riga-Müller, Vorständin der Zurich Gruppe Deutschland, sieht den Klimawandel als ernsthafte Bedrohung für Unternehmen, Städte und Kommunen. Mit der im Jahr 2021 gegründeten Geschäftseinheit Zurich Resilience Solutions erhofft sie sich Lösungen und berichtet im Interview mit dem Versicherungsmonitor von ersten Erfolgen. Außerdem spricht sie über die Situation in der Industrieversicherung und wie sich die Zurich angesichts der derzeitigen Herausforderungen positioniert.

Chefökonomen über Europa: Problem und Lösung zugleich

Europa hat den Anschluss verpasst, ist aber noch wichtig – zum Beispiel hinsichtlich der Resilienz gegenüber China und den USA. Darin waren sich die Chefökonomen von Allianz, Munich Re und Swiss Re bei einer Gesprächsrunde des Versichererverbands GDV einig. Kurz vor dem Jahreswechsel blickten sie auf die gesamtwirtschaftliche Lage zurück, wagten aber auch leise Prognosen.

Naturkatastrophen kosten Versicherer wieder mehr als 100 Mrd. Dollar

Naturkatastrophen wie Überschwemmungen, Waldbrände und Hurrikane haben Versicherer und Rückversicherer in diesem Jahr 107 Mrd. Dollar (91 Mrd. Euro) gekostet. Das schreibt das Swiss Re Institute in einem aktuellen Bericht. Vor allem die Brände an der Westküste der USA, schwere Gewitterstürme und der Hurrikan „Melissa“ sind der Grund dafür, dass 2025 das sechste Jahr in Folge mit versicherten Schäden von mehr als 100 Mrd. Dollar ist.

Aegon wandert aus und erhält neuen Namen

Der Versicherer Aegon aus den Niederlanden will amerikanisch werden und strebt bis 2028 einen Umzug in die USA an. Die Holding soll künftig Transamerica heißen, während die operativen Einheiten ihre Namen behalten. Der Vollzug soll auf einer außerordentlichen Hauptversammlung Ende des kommenden Jahres beschlossen werden. Den Großteil des Geschäfts macht der Versicherer bereits in den USA, somit seien die Voraussetzungen gut, meint CEO Lard Friese. Der Umzug soll rund 350 Mio. Euro kosten.

Beazley wird bei Cyber in Nordamerika vorsichtiger

Beazley, einer der weltweit größten Cyberversicherer, will beim Geschäft mit Cyberpolicen in Nordamerika auf die Bremse treten. Der Versicherer sei nicht bereit, mit unrentablen Preisen in dem Markt weiter zu wachsen. Hintergrund der Entscheidung seien steigende Schäden und sinkende Preise in einem umkämpften Marktsegment. In Deutschland sind die Preise ebenfalls rückläufig, Versicherer scheuen das Kumulrisiko und reduzieren Kapazitäten. Hier will der Versicherer jedoch weiter wachsen, betonte das Unternehmen.

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