Der Hackerangriff auf den US-Krankenversicherer Anthem hat Folgen. Im US-Bundesstaat New York tätige Versicherer müssen sich auf strengere Nachfragen der Aufsicht beim Thema Cyber-Sicherheit einstellen. Eine Umfrage der Aufsicht unter Versicherern hat gezeigt, dass viele Unternehmen beim Schutz von Kundendaten noch Nachholbedarf haben.
Archiv ‘USA’
US-Cybersicherheitsgesetz nimmt Fahrt auf
Das sogenannte Cybersicherheitsgesetz soll den Austausch zwischen US-Unternehmen und Regierung beim Kampf gegen Cybergefahren wie Hackerattacken ermöglichen. Ein erster Entwurf war vergangenes Jahr im Senat gescheitert. Nach dem Hackerangriff auf Sony rückt das Vorhaben nun wieder auf die politische Agenda. Branchenverbände, darunter auch Versicherer- und Vermittlerorganisationen, spornen den Gesetzgeber zur Eile an.
USA: Cyber-Kapazität wird knapp
Die USA sind weltweit der größte Markt für Cyber-Policen, mit denen sich Unternehmen vor Daten-Dieben aus dem Internet schützen können. Die Sparte wächst rasant. Im vergangenen Jahr betrugen die Prämieneinnahmen 2 Mrd. Dollar. Mittlerweile kaufen nicht nur Großkonzerne, sondern auch Mittelständler die Deckungen. Langsam stoßen die Versicherer an ihr Limit.
Google startet Vergleichsportal in den USA
Nach etlichen Verzögerungen steht der Internetriese Google offenbar kurz davor, ein Online-Vergleichsportal für Kfz-Versicherungen in den USA zu starten. Bisher ist der Internetgigant nur in Großbritannien mit einem entsprechenden Angebot vertreten. Aus Frankreich hat er sich bereits wieder zurückgezogen, die Pläne für Deutschland sind ungewiss.
US-Versicherer: Mehrheitlich ohne Cyberversicherung
Mehr als die Hälfte der US-Versicherer hat für das eigene Unternehmen keine Cyberversicherung. Das ergab eine Befragung der Unternehmen durch die Ratingagentur AM Best. Weitere Erkenntnisse: Nur 14 Prozent der Gesellschaften bieten selbst Cyberdeckungen an. Bei der Nutzung von sozialen Netzwerken durch US-Versicherer hat Facebook mit weitem Abstand die Nase vorn.
Allianz verkauft Privatkundengeschäft von Fireman’s
Der Allianz-Konzern gibt das Privatkundengeschäft von Fireman’s Fund in den USA an den Rivalen Ace ab. Damit ist der Weg frei für die Integration des Gewerbe- und Industriegeschäfts der Tochter in den Industrieversicherer Allianz Global Corporate & Specialty. Konzernchef Michael Diekmann entledigt sich einer seiner Altlasten.
Milliardenübernahme bei Bermuda-Rückversicherern
Der Rückversicherungskonzern Renaissance Re Holdings übernimmt die deutlich kleinere Platinum Underwriters Holdings für 1,9 Mrd. Dollar. Damit nimmt die Konsolidierung des Rückversicherungsmarktes Fahrt auf. Beide Unternehmen sind auf Bermuda ansässig und überwiegend auf die Katastrophenrückversicherung spezialisiert, die vor allem im größten Markt USA erheblich unter Preisdruck ist.
AGCS bestätigt Zusammengehen mit Fireman’s Fund
Allianz Global Corporate & Specialty, der Industrieversicherer der Allianz-Gruppe wird das Industrie- und Gewerbegeschäft der Allianz-US-Tochter Fireman’s Fund übernehmen, teilte das Unternehmen mit. Damit bestätigte AGCS einen Bericht von Süddeutscher Zeitung und Versicherungsmonitor.
Erdbeben erschüttert Kalifornien
Ein Erdbeben der Stärke 6.0 verursachte hohe Schäden in der Region Napa in Kalifornien. Es war das stärkste Beben seit 1989. Drei Menschen wurden schwer verletzt. Der Katastrophenmodellierer Eqecat rechnet mit versicherten Sachschäden bis zu 1 Mrd. Dollar. Ein schweres kalifornisches Erdbeben gehört zu den am meisten gefürchteten Versicherungsschäden. Auch in Chile bebte die Erde.
Moderate Schäden durch Naturkatastrophen
Naturkatastrophen im ersten Halbjahr 2014 haben die weltweite Assekuranz nach Angaben von Munich Re rund 17 Mrd. Dollar gekostet – weit weniger als in den Vorjahren. Der Rückversicherer glaubt allerdings nicht, dass sich dieser Trend fortsetzt. Die Versicherungswirtschaft müsse sich aufgrund des Klimawandels auf steigende Naturkatastrophenschäden einstellen.
EU vor neuen Russland-Sanktionen
Die EU diskutiert über weitere Sanktionen gegen Russland. Kommt es dazu, könnte das unbequeme Folgen für die versicherungsnehmende Wirtschaft haben. Das zeigen die Erfahrungen mit dem Fall Iran.
Hacker attackieren Energie-Infrastruktur
Sicherheitsforscher haben zwei neue spektakuläre Cyber-Attacken aufgedeckt. Eine vermutlich osteuropäische Hacker-Gruppe nimmt seit 2013 Energieversorger in Westeuropa und den USA ins Visier. In Brasilien sind außerdem Nutzer der Online-Bezahlmethode Boleto Bancário attackiert worden. Es könnte um einen Milliardenschaden gehen.
AIG leidet unter hartem Winter
Hohe Katastrophenschäden belasten den Gewinn des US-Versicherers AIG. Das Ergebnis fiel im ersten Quartal deutlich schlechter aus als 2013. Der Umbau des Unternehmens schreitet aber weiter voran.
Big Data: US-Versicherer am Pranger
Autoversicherer in den USA müssen sich mit öffentlicher Kritik wegen der Nutzung von Daten über ihre Kunden auseinandersetzen. Verbraucherschützer monieren, dass die Gesellschaften je nach Bildungsgrad unterschiedliche Preise für gleiche Risiken berechnen. Außerdem stehen Verfahren in der Kritik, mit denen Versicherer bei besonders loyalen Kunden eher Preiserhöhungen durchsetzen.
Aon fordert Verlängerung für Terrordeckung
Der Großmakler Aon hat von der US-Regierung sowie dem Kongress die Verlängerung der staatlichen Terrorversicherung TRIA gefordert. Ohne TRIA könnten auch private Anbieter keine Terrordeckungen mehr gewähren, heißt es. Doch die Verlängerung gilt wegen der Opposition vieler Republikaner als schwierig.













