Archiv ‘Vertriebskosten’

DFV: Profitabilität wichtiger als Wachstum

Die Deutsche Familienversicherung (DFV) hat im ersten Quartal ihr Ziel erreicht, profitabel zu arbeiten. Unter dem Strich stand nach den ersten drei Monaten des Jahres ein Nachsteuergewinn von 1 Mio. Euro. Dafür hat der Versicherer vor allem an den Vertriebsausgaben geschraubt. Angesichts des Kriegs in der Ukraine und unklarer wirtschaftlicher Ausgaben hat Unternehmenschef Stefan Knoll die Prioritäten verschoben. Wichtiger als Wachstum um jeden Preis ist ihm nun die Profitabilität. … Lesen Sie mehr ›

Herbert Fromme

Ein deutlicher Warnschuss

 Herbert Frommes Kolumne  Die Finanzaufsicht BaFin gilt als diskret, auch dann, wenn sie gegen Missstände vorgeht. Das Naming and Shaming der angelsächsischen Aufsichtsbehörden ist ihr fremd. Deshalb sollte die Branche sehr genau zuhören, wenn sich die BaFin kritisch zu einem Branchenthema äußert, so wie aktuell in ihren Anmerkungen zu den Vertriebskosten der fondsgebundenen Lebensversicherungen. Dabei müssen sich die Versicherer fragen, wie nachhaltig das aktuelle Geschäftsmodell bei diesen Verträgen ist. Der politische Gegenwind wird wieder zunehmen. … Lesen Sie mehr ›

Attention Economy: Sichtbar bleiben im Getümmel

 Meinung am Mittwoch  November – der Monat des Nebels und der vorweihnachtlichen Hektik. Akteure aller Branchen buhlen im Netz um Aufmerksamkeit, eine Aktion jagt die nächste. Derweil läuft für Kfz-Versicherer die Wechselsaison auf Hochtouren – in einem Markt, der immer mehr Konkurrenz anzieht. Hier wahrgenommen zu werden, ist eine Herausfor­derung, „einfach das Marketing hochfahren“ keine echte Lösung. Doch es gibt Möglichkeiten, wie Anbieter ihre Sichtbarkeit erhöhen und auch verwerten können. … Lesen Sie mehr ›

Deutsche Familienversicherung reduziert Verlust

Die Deutsche Familienversicherung (DFV) rechnet für dieses Jahr mit einem Verlust von nur 2 Mio. Euro statt den bisher angepeilten 4 Mio. Euro. In den ersten neun Monaten hat das Frankfurter Unternehmen seine Kosten deutlich gesenkt, sodass sich die Schaden- und Kostenquote trotz eines deutlichen Anstiegs der Schadenaufwendungen verbessert hat. Firmenchef Stefan Knoll zeigte sich zufrieden mit dem gerade bekanntgegebenen Rückversicherungsdeal bei Careflex. „Auf die Art und Weise können wir auch an dem Careflex-Deal, dessen Grundidee von uns stammt, weiter partizipieren“, sagte er. … Lesen Sie mehr ›

Element: Partnerschaft statt Konkurrenz

 Exklusiv  Der Digitalversicherer Element entwickelt seit vier Jahren Deckungen für Firmenkunden wie Signal Iduna oder VW Financial Services, gerade hat das Unternehmen in einer Finanzierungsrunde 16 Mio. Euro eingesammelt. Im Interview mit dem Versicherungsmonitor sprechen CEO Christian Macht und sein Vize Eric Schuh über den 100.000. Abschluss, Gesprächsbedarf der Finanzaufsicht BaFin zur Cloud und die wachsende Bedeutung von Partnerschaften für das Versicherungsgeschäft. … Lesen Sie mehr ›

Herbert Fromme

Google ist schon lange da

 Herbert Frommes Kolumne  Hartnäckig hält sich die Auffassung, dass die Internet-Giganten im Versicherungsmarkt nicht aktiv seien.  Das Gegenteil ist der Fall. Google ist sehr prominent unterwegs, die anderen großen Tech-Konzerne mehr oder weniger auch. Google erzielt Milliardenumsätze mit Versicherern – gerade in Deutschland. Das spielt eine große Rolle für die künftige Strategie auf beiden Seiten: bei den Versicherern und bei den Digital-Konzernen. … Lesen Sie mehr ›

Provisionen: Wie viel Transparenz ist richtig?

 Legal Eye – Die Rechtskolumne  Die Vertriebsrichtlinie IDD hat die Informationspflichten für Versicherer und Vermittler deutlich erhöht. So muss es nun auch Transparenz geben über alle mit dem Erwerb eines Versicherungsprodukts anfallenden Kosten und Gebühren. Ein Anspruch auf Offenlegung der geleisteten Provisionszahlungen lässt sich aus dem Wortlaut der Vorschriften aber nicht ableiten. Für einen funktionierenden Wettbewerb wäre dies auch nicht zielführend. … Lesen Sie mehr ›

Herbert Fromme

Too little, too late

 Herbert Frommes Kolumne  In dieser Woche haben die Verbände der Versicherer, der Fondsgesellschaften und der Bausparkassen einen Plan vorgestellt, mit dem sie die Vereinfachung der Riester-Rente fordern und sich gegen die Deutschlandrente wenden, die Teile der CDU, die SPD und die Grünen planen. Der Vorschlag der Verbände kommt zwar gerade noch rechtzeitig zum CDU-Parteitag, auf dem die Sache möglicherweise diskutiert wird. Aber in Wirklichkeit kommt er zu spät – und er geht nicht weit genug. Dabei könnten gerade die Versicherer echte Alternativen bieten, wenn sie sich denn an ihre Tabuthemen herantrauen würden: die hohen Kosten und die Garantien. … Lesen Sie mehr ›

DFV: Nach dem Hund kommt die Katze

Die Deutsche Familienversicherung zieht ein positives Zwischenfazit für die im Mai 2019 lancierten Tierpolicen: Nach den ersten sechs Wochen hatte das Frankfurter Unternehmen mehr als 1.000 Verträge mit 492.000 Euro Prämienvolumen in den Büchern. Das bislang auf Hunde beschränkte Angebot soll im Oktober auch auf Katzen ausgeweitet werden, schließlich will Firmenchef Stefan Knoll in der Tierversicherung bis Jahresende auf 6.000 Verträge kommen. Mit den Zuwächsen im Neugeschäft und bei den Bruttobeiträgen in den ersten sechs Monaten zeigt sich das Unternehmen zufrieden. Aufgrund der weiter gestiegenen Marketing- und Vertriebskosten bleibt der Versicherer aber bei der Prognose, das Gesamtjahr mit einem Verlust […] … Lesen Sie mehr ›

Herbert Fromme

Finleap, Fonds Finanz, Wefox: Es bewegt sich was

 Herbert Frommes Kolumne  Die Nachricht, dass Finleap mit tatkräftiger Unterstützung seines Anteilseigners Ping An ein Vergleichsportal baut, sollte nicht nur Check24 beunruhigen. Das Projekt hat das Zeug, den Versicherungsvertrieb insgesamt durchzuschütteln, nicht nur den Marktführer unter den Vergleichsportalen. Da passt es ins Bild, dass die Fonds Finanz-Eigner ihre Software-Firma Softfair an die Branche verkaufen wollen. Dahinter steht ein grundlegender Trend: Kosten und Daten bestimmen das Schicksal der Versicherer. … Lesen Sie mehr ›

Kunden kostenlos gewinnen – der große Traum

 Meinung am Mittwoch  Die Abschlusskosten in der Lebensversicherung werden gerade heiß diskutiert. Dabei wird häufig übersehen, dass die Kundengewinnung Geld kostet – ob beim Online-Schuhkauf oder im Supermarkt. In anderen Branchen wirken sich hohe Akquisekosten auch nicht negativ auf das Image der Unternehmen aus, siehe das Beispiel Apple. Auch beim reinen Onlinevertrieb werden die Kosten nicht deutlich günstiger. Anders als beim klassischen Vertrieb müssen die Versicherer hier erst bezahlen, ohne zu wissen, wie viele Kunden sie gewinnen werden. … Lesen Sie mehr ›

Allianz verärgert Vertreter

Die Allianz streicht ihren Vertretern eine seit Jahrzehnten gezahlte freiwillige Sonderzuwendung, die im Vorjahr zwischen 430 Euro und 3.100 Euro ausmachte. Zur Begründung erklärt der Versicherer, er müsse „marktfähigere Produkte zu attraktiven Preisen“ anbieten sowie in Werbung, Zugangswege und digitalen Service investieren. Außerdem gebe es politischen Druck auf die Vertriebskosten. Die Vertretervereinigung ist empört. In den vergangenen Jahren hatten die Vermittler maßgeblichen Anteil daran, dass die Marktanteilsverluste der Allianz gestoppt wurden. Aber offenbar ist der Markführer entschlossen, die Vertriebskosten weiter zu reduzieren, und denkt auch über neue Provisionsmodelle nach. … Lesen Sie mehr ›

Map-Report: Teurer PKV-Vertrieb

Die privaten Krankenversicherer verlieren weiter an Vollversicherten, aber die Entwicklung ist sehr ungleichmäßig. Das geht aus dem neuesten Map-Report hervor. Die größten Gewinner bei den versicherten Personen in der Vollkostenversicherung sind – gemessen in Prozent – Mecklenburgische, Concordia und Hanse Merkur, die größten Verlierer Central, Gothaer und Münchener Verein. Map-Report-Chefredakteur Reinhard Klages hat auch die Vertriebskosten analysiert. Die Quote ist trotz Wachstumsschwäche von 6,41 Prozent auf 6,46 Prozent gestiegen. Die Branche gibt viel Geld aus, um sich gegenseitig Versicherte abzuwerben. … Lesen Sie mehr ›

Signal Iduna: Digital, aber ohne Internetverkauf

Der Versicherer Signal Iduna hält an seinem Kurs fest: Das Unternehmen baut digital um, will aber keinen Online-Abschluss ermöglichen. Ein Kostensenkungsprogramm soll bis 2018 jährliche Einsparungen von 140 Mio. Euro bringen, 1400 Stellen sollen wegfallen, auch unproduktive Außendienstmitarbeiter hat das Unternehmen im Visier. Gleichzeitig will Vorstandschef Ulrich Leitermann 100 Mio. Euro in die Digitalisierung investieren. Am Engagement für Borussia Dortmund will das Unternehmen festhalten. … Lesen Sie mehr ›

Bundesbank für rasche Gesetzgebung

Nach Ansicht der Bundesbank sollte die Bundesregierung am Zeitplan für die Umsetzung des Lebensversicherungsreformgesetzes festhalten. Ein Vertreter sagte am Montag vor dem Finanzausschuss, dass eine schnelle Neuregelung wichtig sei, da die Versicherer über hohe Buchgewinne verfügten, die sie nach heutiger Rechtslage ausscheidenden Kunden mitgeben müssen. Verbraucherschützer kritisieren, dass die angedachten Änderungen die Kunden stark belasten und sie zu wenig Zeit hätten, um eine informierte Entscheidung zu treffen. … Lesen Sie mehr ›