Archiv ‘Waldbrände’

Swiss Re: Sekundärgefahren nehmen rasant zu

Im Jahr 2025 haben Sekundärgefahren wie Waldbrände, Überschwemmungen und schwere Stürme weltweit 92 Prozent der versicherten Naturkatastrophenschäden von 107 Mrd. Dollar (93 Mrd. Euro) verursacht. Experten warnen: Steigende Exposition und wachsende Verwundbarkeit lassen die Schäden weiter rasant steigen.

Greco will bei KI „All in” gehen

Der Schweizer Versicherer Zurich blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2025 zurück. Der Gewinn stieg deutlich und damit auch die künftige Dividende für Anteilseigner. Das teilte Zurich-Chef Mario Greco bei der Vorstellung der Jahresergebnisse 2025 mit. Das Unternehmen sei auf dem Weg, die Ziele für 2027 zu erreichen. Zurich sieht großes Potenzial in künstlicher Intelligenz (KI) und investiert derzeit massiv in die Technologie, unter anderem durch den Aufbau eines KI-Labors. Ein Stellenabbau sei nicht vorgesehen. „Wir wollen bei KI ‚All In‘ gehen“, kündigte Greco an.

Naturkatastrophen kosten Versicherer wieder mehr als 100 Mrd. Dollar

Naturkatastrophen wie Überschwemmungen, Waldbrände und Hurrikane haben Versicherer und Rückversicherer in diesem Jahr 107 Mrd. Dollar (91 Mrd. Euro) gekostet. Das schreibt das Swiss Re Institute in einem aktuellen Bericht. Vor allem die Brände an der Westküste der USA, schwere Gewitterstürme und der Hurrikan „Melissa“ sind der Grund dafür, dass 2025 das sechste Jahr in Folge mit versicherten Schäden von mehr als 100 Mrd. Dollar ist.

Hannover Rück erhöht Gewinnziel

Die Hannover Rück erhöht ihr Gewinnziel für 2025 auf rund 2,6 Mrd. Euro, 2026 sollen es mindestens 2,7 Mrd. Euro werden. Im dritten Quartal hat der Rückversicherer von geringen Großschäden profitiert und sich in der Kapitalanlage von stillen Lasten getrennt. Der Hurrikan „Melissa“ von Ende Oktober in Jamaika wird ein Großschaden für Hannover Rück, sagte Finanzchef Christian Hermelingmeier. Der Puffer aus dem nicht ausgenutzten Großschadenbudget dürfe aber zur Deckung reichen.

Die Woche in Bildern 32/2025

 Woche in Bildern  Die ausgebrannten Autowracks nach einem Waldbrand in Südfrankreich, der Asche und Blitze spuckende indonesische Vulkan Lewotobi Laki-Laki, die Waldbrände im US-Bundesstaat Kalifornien, das abgestürzte Ambulanzflugzeug der „Amref Flying Doctors“ in Kenia und der Brandanschlag auf Leitungen der Deutschen Bahn: In unserer Woche in Bildern stellen wir Eindrücke der vergangenen sieben Tage zusammen.

Keine Entwarnung bei Katastrophenschäden

Naturkatastrophen haben weltweit im ersten Halbjahr zu einem überdurchschnittlich hohen versicherten Schaden geführt, am Ende des Jahres könnte er sich auf annähernd 150 Mrd. Dollar (129,7 Mrd. Euro) belaufen. Das schätzt der Rückversicherer Swiss Re. Es sind sogar noch höhere Summen denkbar, da historisch gesehen mehr als die Hälfte des Schadenaufkommens für die Branche auf die Monate Juli bis Dezember entfällt. Ein Fokus liegt auf der Hurrikan-Saison.

Teures Katastrophenhalbjahr

Die schweren Waldbrände im kalifornischen Los Angeles vom Januar waren die mit Abstand teuerste Naturkatastrophe im ersten Halbjahr weltweit. Sie sind der Hauptgrund dafür, dass es mit einem versicherten Schaden von 80 Mrd. Dollar (68,7 Mrd. Euro) ein besonders teures Auftakthalbjahr für die Branche war. Das zeigt die aktuelle Naturkatastrophenbilanz von Munich Re.

Willis kooperiert mit Klimaforschern

Waldbrände werden weltweit zu einer immer größeren Bedrohung – nicht nur für Natur und Menschen, sondern auch für Versicherer. Der Makler Willis und die University of East Anglia starten jetzt ein gemeinsames Forschungsprojekt, um die Risiken besser zu verstehen. Ziel ist es, Versicherern wissenschaftlich fundierte Daten zu liefern, damit sie Schäden besser einschätzen und Strategien gegen das wachsende Risiko entwickeln können.

Mindestens 100 Mrd. Dollar versicherter Schaden

Verheerende Brände in Kalifornien und schwere Gewitterstürme haben im ersten Halbjahr 2025 voraussichtlich zu einem Rekordschaden durch Naturkatastrophen für die Versicherer in Höhe von 100 Mrd. Dollar (86 Mrd. Euro) geführt. Lediglich 2011 musste die Branche in den ersten sechs Monaten eines Jahres tiefer in die Taschen greifen, zeigt ein aktueller Bericht von Aon. Ereignisse in den USA dominieren bei den teuersten Schäden. Eine Ausnahme ist das Erdbeben, das im März Myanmar getroffen hat.

Waldbrandrisiko fordert Unternehmen heraus

 Exklusiv  Waldbrände ereignen sich immer öfter und verursachen immer größere Schäden – das zeigen die schweren Brände auf Hawaii 2023, in Kalifornien Anfang dieses Jahres und jüngst in Kanada. Zunehmend sind aber auch Gegenden fernab der klassischen Waldbrand-Hotspots betroffen. Der Industrieversicherer Allianz Commercial beleuchtet in einem aktuellen Bericht die Herausforderungen für Unternehmen und gibt Handlungsempfehlungen mit Blick auf das Risikomanagement.

Rückversicherer trotz schadenreichem Quartal auf Kurs

Den vier großen europäischen Rückversicherern Munich Re, Swiss Re, Hannover Rück und Scor wird es trotz der hohen Belastungen im ersten Quartal 2025 gelingen, ihre ehrgeizigen Ziele für das Gesamtjahr zu erreichen. Davon geht die Ratingagentur Fitch in einem aktuellen Bericht aus. Die üppige Kapitalausstattung biete eine gute Grundlage für weitere Aktienrückkäufe oder Übernahmen, schreiben die Analysten.

Swiss Re: Viele Probleme, mehr Gewinn

Trotz eines turbulenten Jahresauftakts konnte der Rückversicherer Swiss Re seinen Konzernüberschuss im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres steigern und damit die Erwartungen der Analysten übertreffen. Allerdings musste die Gruppe im versicherungstechnischen Ergebnis Rückgänge hinnehmen. Auch die Nachreservierung im US-Haftpflichtgeschäft wirkt noch nach. Laut Swiss Re ist die Gewinnsteigerung auf die disziplinierte Zeichnungspolitik, günstige Investitions- und Steuereffekte sowie höhere Kapitalerträge zurückzuführen.

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